24.05.2021 17:09

Berkshire Hathaway: Was den künftigen Chef von Berkshire Hathaway so besonders macht

Was Buffetts Nachfolger kann: Berkshire Hathaway: Was den künftigen Chef von Berkshire Hathaway so besonders macht | Nachricht | finanzen.net
Was Buffetts Nachfolger kann
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Die Investorenlegende hat eine zentrale Entscheidung getroffen. Die Nachricht, wer der nächste Berkshire-Chef wird, kam allerdings nicht ganz freiwillig.
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von Stephan Bauer, Euro am Sonntag

Die Katze ist aus dem Sack - und sie heißt Greg. Jahrelang hatten Beobachter gerätselt, wer eines Tages die Leitung der größten börsennotierten Investmentholding der Welt übernehmen und in die Fußstapfen von Investorenlegende Warren Buffett treten würde. Greg Abel wird es, lautet die Sensationsnachricht von Berkshire Hathaway. Ganz freiwillig gab es die News jedoch wohl nicht: Dem 97-jährigen Berkshire-Vizechef Charlie Munger war auf der virtuellen Hauptversammlung ein Satz rausgerutscht. Auf die Frage eines Aktionärs, ob das Konglomerat womöglich zu komplex werden könnte, um es zu führen, sagte Munger: "Greg wird die Kultur bewahren."

Berkshire-Gründer und Chef Buffett gab dann wohl oder übel die Erklärung ab, die eines der bestgehütetsten Geheimnisse der Finanzwelt lüftete. "Der Verwaltungsrat ist sich einig, dass, sollte mir heute Abend etwas passieren, Greg am nächsten Morgen die Kontrolle übernehmen würde", so Buffett gegenüber dem US-Sender CNBC.

Über den ranghohen Berkshire-Manager Greg Abel war zwar bereits spekuliert worden, doch sein Kollege Ajit Jain galt als Kandidat mit noch besseren Aussichten. Beide betreuen wichtige Bereiche des weitläufigen Beteiligungsimperiums. Während sich Jain um die Versicherungsgeschäfte kümmert, leitet Abel viele andere Geschäfte des Mischkonzerns.

Einen Vorteil hatte Abel wohl gegenüber seinem Rivalen: Er ist 58 und damit elf Jahre jünger. "Sie sind beide wundervoll. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand 20 Jahre vor sich hat, macht jedoch einen echten Unterschied", sagte der 90-jährige Buffett. Abel hat zudem unter Beweis gestellt, dass er es kann. Der Kanadier kam um die Jahrtausendwende zu Berkshire als Manager einer Energiefirma, die von der Beteiligung MidAmerican Energy Holdings übernommen wurde. Seitdem stieg Abel zügig auf und schaffte es, wie auch Jain, in den Vorstand. Heute leitet der Kanadier das komplette Nicht-Versicherungsgeschäft: die Energie-, Industrie-, Eisenbahn- und Einzelhandelsaktivitäten. Der 59-Jährige ist Chef von 250.000 Mitarbeitern und verantwortet 150 Milliarden Dollar Umsatz - de facto eines der größten Nicht-Finanzunternehmen der Welt.

Abel analysiert laut eigener Aussage vor allem die Risiken und die Wettbewerbssituation der Firmen, die er betreut. Investoren beschreiben seinen Stil als ähnlich dem Buffetts. Dieser sieht sich vor allem als Berater seiner Geschäftsführer, die die große Zahl von Firmen weitgehend selbstständig lenken. Auch mit Übernahmen kennt sich Abel aus, vor allem im Energiebereich hat er einige Deals eingefädelt. Wie Jain ist Abel bereits mit der Verwaltung von rund zehn Prozent des etwa 280 Milliarden Dollar schweren Aktienvermögens der Holding betraut, zu dem große Pakete etwa an Apple, Bank of America oder Coca-Cola gehören.

Abel gilt zwar als ein wenig öffentlichkeitsscheu, bei den letzten Aktionärstreffen beantwortete er jedoch Fragen zu den Energie- und Industriegeschäften - und erhielt Lob. "Er macht einen weitaus besseren Job als ich seinerzeit", so Buffett.

145 Milliarden Dollar Cash

Noch lenkt der Meister die Geschäfte selbst. Sie laufen wie lange nicht: Buffett berichtete einen Quartalsgewinn von rund sieben Milliarden Dollar, 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Die industrienahen Geschäfte profitieren vom kräftigen US-Aufschwung. "In einigen Bereichen läuft die Wirtschaft schon wieder sehr gut", sagte Buffett.

Zögerlich ist der Meister beim Griff in die 145 Milliarden Dollar schwere Kriegskasse. Er wäre an sich bereit, 70 bis 80 Milliarden einzusetzen, aber die Preise seien ihm zu hoch. "Die Stimmung an den Märkten kann sehr schnell drehen", sagt Buffett - und kauft weiter eigene Aktien für Milliarden zurück.

Defensiv: Starke fundamentale Zahlen, dickes Finanzpolster, hohe Rückkäufe: Das macht ein gutes defensives Investment aus.








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Bildquellen: Jonathan Weiss / Shutterstock.com

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