Wein-Investment

Die alternative Kapitalanlage - Ist Wein das neue Gold?

26.02.17 20:13 Uhr

Die alternative Kapitalanlage - Ist Wein das neue Gold? | finanzen.net

Kenner und Experten sehen in Wein eine lohnenswerte Anlageklasse. Aktuell befinden sich die Preise für exklusiven Wein auf dem höchsten Stand seit Oktober 2011. So konnte der Rebensaft im vergangenen Jahr Anlageklassen wie Gold deutlich outperformen.

Werte in diesem Artikel

In den letzten vierzehn Monaten kletterte der Liv-ex Weinindex um über 25 Prozent. Mit dieser erstaunlichen Performance lässt der Rebensaft etliche Anlageklassen weit hinter sich. Zudem sind Experten sehr zuversichtlich, was weitere Preissteigerungen angeht.

Weinindex

Im Jahr 1999 gründeten James Miles und Justin Gibbs die London International Vintage Exchange, wobei auch der Liv-ex Fine Wine 100 entstand. Dieser Index gilt als führender Indikator der Wein-Branche. Der Liv-ex Fine Wine 100 repräsentiert die Preisbewegung der 100 gefragtesten Feinweine, welche einen starken Absatzmarkt haben und in Großbritannien erhältlich sind. Zwischen den Jahren 2009 und 2011 stieg der Index von rund 200 auf 365 Punkte. Nach der enormen Kursrallye von über 80 Prozent folgte eine Korrektur bis 2014. Aktuell steht der Index wieder bei 301 Punkten.
Der Index wird monatlich berechnet und ist so ausgelegt, dass jeder Wein eine Gewichtung erhält, die seinem Einfluss auf dem Gesamtmarkt entspricht. Das Kursbarometer enthält unter anderem Weine aus Bordeaux, Burgund, Rhone, der Champagne und Italien. Um sich für den Index zu qualifizieren, müssen die Weine von führenden Kritikern mit mindestens 95 von 100 Parker Punkten ausgezeichnet werden.

Preisentwicklung

Experten sehen den Grund für die steigenden Preise in den günstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen. Denn die Niedrigzinsphase verleitet Anleger zunehmend zu Investitionen in alternative Sachwerte. Aber auch China sorgt für steigende Preise, da die Chinesen eine immer größere Leidenschaft für teure Weine entwickeln. Die Weinimporte nach China sprangen in den ersten neun Monaten 2016 auf rund 1,6 Milliarden US-Dollar - ein Anstieg von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Allgemein sind die Preise für Wein in den letzten zwanzig Jahren stark angestiegen. Hierbei hat man gerade für seltenere Spitzenweine einen kräftigen Wertzuwachs verzeichnen können. Hinsichtlich dieser Tatsache verwundert es nicht, dass Wein zu einem gefragten Spekulationsobjekt geworden ist.

Wein-Aktien

Langfristig kann man von steigenden Weinpreisen ausgehen, da das Angebot hochwertiger Weine begrenzt ist. Darüber hinaus kann der Ertrag eines Weingutes nicht beliebig erhöht werden. Von dieser Entwicklung profitieren vor allem auf Wein spezialisierte Unternehmen wie Barón de Ley aus Spanien und HAWESKO aus Hamburg. Die Hawesko Holding ist einer der größten Weinhändler in Europa und operiert im Weinfacheinzelhandel und Großhandel. Die Holdinggesellschaft beheimatet unter anderem Jacques` Wein-Depot und die CWD Champagner- und Wein-Distributionsgesellschaft.

Weinhandel

Hochwertige Weine werden fast ausschließlich über Auktionen gehandelt. Schätzungsweise werden über die Weinauktionshäuser Sotheby´s und Christie´s in Europa, Amerika und Asien rund 90 Prozent des Handels abgewickelt. Aber auch kleine Auktionshäuser wie Koppe & Partner in Bremen, Butterfields in San Francisco und Wermuth in Zürich haben sich auf die Weinauktion spezialisiert.

Ratschläge für Interessierte

Anleger die sich für Wein als Kapitalanlage interessieren, sollten einige wichtige Details beachten. So darf man zum Beispiel nicht übersehen, dass beim Kauf von Wein über ein Auktionshaus ein 10- bis 15-prozentiges Aufgeld zu entrichten ist. Aber auch Frachtkosten und eine Transportversicherung müssen eingeplant werden. Diese umfänglichen Nebenkosten können den Gewinn bedeutend schmälern. So lohnt sich eine Investition nur bei Flaschen mit extremen Spekulationspotenzial.
Außerdem ist auch der Zustand der Flasche entscheidend. Käufer müssen die Kapsel, das Etikett, den Kork und den Füllstand der Flasche überprüfen. Der Füllstand sollte maximal bis zum Ende des Flaschenhalses reichen, keinesfalls bis zur Schulter der Flasche. Handelt es sich um ältere Jahrgänge ist es nicht unüblich, dass die Weine neu verkorkt wurden. Dies spricht in jeder Hinsicht für einen verantwortungsvollen Winzer.

Kellerlegende

Bei größeren Weinbeständen müssen Investoren auf eine sorgfältig geführte Kellerlegende achten. Sie zeigt einen nachvollziehbaren Weg der Flaschen an. Gerade bei hochpreisigen und exklusiven Weinen sind immer mehr Fälschungen im Umlauf, diese können anhand der Kellerlegende entlarvt werden.
Für eine vernünftige Preissteigerung ist der Jahrgang des Weines entscheidend. Es muss sich hierbei aber nicht immer um die ausgerufenen Jahrhundertjahre handeln. Gerade die beim französischen Bordeaux weniger berücksichtigten Jahre wie 1989 und 2001 zeigten deutliche Preissteigerungen, obwohl die Jahrhundertjahrgänge des Bordeaux auf die Jahre 1900 und 2000 datiert sind.
Der große Vorteil von exklusiven Weinen gegenüber Gold und anderen Sachwerten ist die Verzehrbarkeit. Sollten sich Anleger mit einer Wein-Investition verspekuliert haben, gibt es immer noch die Möglichkeit, den Wein selbst zu genießen. Im Zuge dessen darf man ebenfalls nicht vergessen, dass es sich bei Wein um ein Lebensmittel handelt, welches auch ein Verfallsdatum besitzt.

Fazit des Grand Cru

Bei Experten ist Wein zu einem beliebten Spekulationsobjekt geworden. Weine werden nicht mit der Absicht gekauft, sie zu trinken, sondern sie weiter zu verkaufen. Doch um als Privatanleger in diesem Segment erfolgreich zu sein, braucht es sehr viel Fachkenntnis und die nötigen finanziellen Mittel. Denn eine stattliche Rendite kann nur erzielt werden, wenn man mit der Materie vertraut ist. Für Anleger, die trotzdem von einer steigenden Weinnachfrage profitieren möchten, empfiehlt sich die Beteiligung an einem Unternehmen in der Weinbranche.



Pierre Bonnet / Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Danie Nel/4G Wines AG, Evgeny Karandaev/iStockphoto

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