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25.03.2020 06:02

Comics, Teddys & Co.: Alternative Gelandanlagen im Blick

Alternative Investments: Comics, Teddys & Co.: Alternative Gelandanlagen im Blick | Nachricht | finanzen.net
Alternative Investments
In Zeiten der Nullzinspolitik, lohnt es sich allenfalls seinen Anlagehorizont zu erweitern. Neben den herkömmlichen Investments wie Aktien, Anleihen und Gold bieten auch Sachanlagen viel Potenzial auf große Renditen.
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Comics als Geldanlage

Alte Papier-Heftchen als Geldanlage? Ein Dachdecker kassierte in den USA für ein altes Comic Heft 175.000 US-Dollar (ca. 130.000 Euro). Wobei es sich allerdings um die Erstausgabe des "Superman"-Hefts handelte. Der Dachdecker fand das Exemplar in der Isolierung seines gerade gekauften Hauses. Durch "Superman" hätte der Dachdecker sogar zum Millionär werden können, doch das Comic war leider nicht im besten Zustand.

Wenn man bedenkt, dass man für das Comic-Heft 1938 gerade einmal 10 Cent bezahlen musste, erscheint die Rendite außerordentlich hoch. Von solch einem Wertzuwachs können Sparer nur träumen. Da die klassischen Anlagen wie Sparbuch und Festgeld kaum noch Zinsen abwerfen. Mancher Anleger sucht aus diesen Gründen nach alternativen Anlagen, welche zum Teil sehr exotisch sein können.

Der Zustand ist entscheidend

Dass man mit Micky Maus und Co. ordentlich Mäuse verdienen kann, leuchtet einem Mann aus Friedrichsdorf schon lange ein. Denn Micky Waue veranstaltete 1994 die "1. Comic-Auktion Deutschlands". Seitdem finden sich in der hessischen Kleinstadt Jahr für Jahr viele Comic-Liebhaber ein. So einiges "Altpapier" aus vergangenen Zeiten hat dadurch schon lange den Sprung zum "Wert-Papier" geschafft.

Der Gutachter für Waues Auktion Christofer Krumm erklärt: "Was für die Immobilien Lage, Lage, Lage ist, ist für Comics Zustand, Zustand, Zustand". Dabei verwundert es nicht, dass manche Hefte schon als Geldanlage im Bankschließfach verschwinden.

Oldtimer als Geldanlage

Oldtimer sind ein lohnendes Investment, das betont der Lobbyverband der Autoindustrie (VDA). Vergangenes Jahr stiegen die Preise für historische PKW mit 4,2% eher moderat, aber solch ein Resultat übertrifft die Rendite von Tagesgeldkonten um ein Vielfaches. Wobei sich die Preise für die alten Schlitten der 60er- oder 70er-Jahre seit 1999, jedoch mehr als verdoppelt haben. Dabei konnten der VW Käfer 1300 und der Chevrolet Camaro im zurückliegenden Jahr den größten Wertzuwachs verzeichnen. Verwunderlich erscheint, dass gerade auch Fahrzeuge die in großen Stückzahlen produziert wurden, in ihrem Wert deutlich zulegen. Denn der VW Käfer lief insgesamt 20 Millionen Mal vom Band. Auch vom Chevrolet Camaro wurden einige Millionen produziert.

Deutsche Oldtimer sehr beliebt

Sammler von Oldtimer haben es vermehrt auf Autos aus Deutschland, Frankreich und Italien abgesehen. Amerikanische und japanische Fahrzeuge konnten hingegen nur geringfügig an Wert zulegen. Oldtimer aus England sind im letzten Jahr sogar im Wert gefallen.

Ob Oldtimer tatsächlich eine lohnenswerte Anlageklasse darstellen, ist sehr umstritten. Nach der Meinung von Götz Knopp, Vizepräsident des Bundesverbandes für Clubs klassischer Fahrzeuge (DEUVET), lohnt sich ein Investment erst ab einem Wert von 100.000 Euro. Dabei sollte man berücksichtigen, dass ein Oldtimer eine Garage, Versicherung und zuweilen auch Reparaturen benötigt.

Plüschtiere als Geldanlage

Manche Teddys bringen nicht nur Kinderaugen zum Leuchten, sondern lassen auch die Herzen von Anlegern höherschlagen. Es gibt Plüschtiere mit beeindruckender Wertsteigerung, aber nicht mit jedem Tierchen lässt sich auf einen Schlag auch eine tierische Rendite erzielen. Eine 2010 versteigerte Sammlung von Steiff-Teddys brachte es im Londoner Auktionshaus Christie´s auf ein Gebot von 1,23 Millionen Euro. Ein schwer verschuldeter Hedgefonds-Manager bot diese historische Sammlung zum Kauf an. Dabei brachte ein einziger Harlekin-Teddy von 1925 einen Preis von 53.000 Euro ein.

Im schwäbischen Ort Giengen werden jedes Jahr im großen Stil Plüschtiere von der Firma Steiff versteigert. Ein Teddy, welcher nach der Titanic-Katastrophe 1912 produziert wurde, erzielte vergangenes Jahr einen Preis von 25.000 Euro. Solch horrende Preise sind der geringen Stückzahl des Teddys geschuldet. Der schwarze Bär wurde insgesamt nur 82-mal hergestellt.

Waffen als Geldanlage

Originale historische Waffen können eine lukrative Investition sein. Dabei ist die Qualität der Waffe sehr wichtig. Aber es kommt auch auf die Geschichte und die Rarität der Stücke an. Für Sammler und Anleger muss die Historie der Waffe zweifelsfrei belegt sein. Dabei können manche Stücke sogar sechsstellige Beträge erzielen. Eine Waffe aus einem James Bond-Film wurde sogar schon für ca. 328.000 Euro im Auktionshaus Christie´s versteigert. Ähnlich großes Interesse besteht bei Waffen aus dem 2. Weltkrieg, wenn der damalige Besitzer eine führende Persönlichkeit gewesen ist.

Investitionen für Liebhaber

Anleger die nach etwas Exklusiverem suchen, investieren häufig auch in Uhren, Schmuck oder Kunst-Objekte. In einer Zeit von vermeintlicher finanzieller Unsicherheit suchen Investoren vermehrt reale Vermögenswerte. Es scheint, als gäbe es unzählige Alternativen, aber "Tatsächlich sind solche Anlagen eher was für Liebhaber und Spekulanten", so Verbraucherschützer Niels Nauhauser. Laut Nauhauser kann man nicht davon ausgehen, dass man in diesen Bereichen sichere Renditen erzielen kann.


Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Tooykrub / Shutterstock.com
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