Zunehmende Nachfrage

Tesla auf dem Weg zum Mainstream? Immer mehr Deutsche wollen laut Studie E-Autos kaufen

03.09.22 22:17 Uhr

Tesla auf dem Weg zum Mainstream? Immer mehr Deutsche wollen laut Studie E-Autos kaufen | finanzen.net

Erst jeder Fünfte Deutsche ist jemals ein Elektroauto gefahren. Dieser Anteil dürfte in den kommenden Jahren aber kontinuierlich ansteigen, denn immer mehr Autofahrer in Deutschland ziehen den Kauf eines Elektroautos in Erwägung. Welcher Hersteller erfreut sich der größten Beliebtheit? Und wie haben sich die Nachfragewerte in den letzten zwölf Monaten verschoben?

Werte in diesem Artikel
Aktien

107,80 EUR 0,38 EUR 0,35%

59.500,00 KRW -1.700,00 KRW -2,78%

114.600,00 KRW -3.800,00 KRW -3,21%

72,11 EUR 0,61 EUR 0,85%

24,30 EUR 0,09 EUR 0,37%

186,96 EUR 3,26 EUR 1,77%

143,30 EUR 2,85 EUR 2,03%

3,19 EUR 0,10 EUR 3,20%

• Immer mehr Deutsche interessieren sich für E-Autos
• VW liegt noch an erster Stelle der Beliebtheitsskala - aber Tesla holt auf
• 2022 ist bislang noch der Fiat 500 Elektro das meistverkaufte E-Auto in Deutschland



Trotz der derzeit schwachen Konjunkturlage dürfte die Nachfrage nach E-Autos auf deutschen Straßen weiter ansteigen - diese Vermutung legt zumindest eine Studie des Beratungsunternehmens BearingPoint nahe.

Anteil der Elektroauto-Interessenten in Deutschland leicht gestiegen

So fand die Studie mittels der Befragung von 2.079 Autofahrern heraus, dass 26 Prozent der erwachsenen Deutschen im Juli 2022 den Kauf eines E-Fahrzeuges in Betracht zogen. Im vergangenen Jahr waren dies nur 24 Prozent. "Ökologische Aspekte" gaben 42 Prozent der Befragten als das Hauptmotiv für einen E-Auto-Kauf an, 25 Prozent nannten die "geringeren Unterhaltungs- und Servicekosten". Bereits mit einem E-Auto gefahren sind 20 Prozent der Befragten - nach 18 Prozent im letzten Jahr. Gleichfalls sank der Anteil der Deutschen, die sich nicht für den Erwerb eines Elektroautos erwärmen konnten, von 51 Prozent auf 46 Prozent.

Jedoch hinterlässt die toxische Gemengelage von Inflation, Zinsanstieg, hohen Energiepreisen und dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust auch ihre Spuren in der Nachfrage nach Autos - so stieg der Prozentsatz der Leute, die überhaupt nicht über einen Autokauf jedweder Art nachdenken, im Jahresvergleich von 28 auf 30 Prozent.

Dieser E-Auto-Hersteller ist am beliebtesten

Äußerst interessant für Aktionäre ist die Aufschlüsselung der E-Auto-Nachfrage nach den jeweiligen Herstellern. Hierbei konnte Volkswagen (VW) - mitsamt seiner Sub-Marken Skoda und SEAT - die Pole Position verteidigen. Auf die Frage, welchen Hersteller der Kunde beim Kauf eines E-Autos "in Betracht" ziehe, gaben 35 Prozent VW, Skoda oder SEAT an. Auf dem zweiten Rang folgt mit AUDI (25 Prozent) ein Premiumhersteller, der sich ebenfalls im VW-Orbit befindet. Knapp dahinter folgen auf den weiteren Plätzen HYUNDAI / KIA (25 Prozent) und Tesla (24 Prozent). Weniger beliebt sind indessen die direkten Konkurrenten von AUDI: BMW / Mini (21 Prozent) und Mercedes-Benz / Smart (19 Prozent) sind damit aber immerhin beliebter als die zum Stellantis-Konzern gehörende Marke Opel (17 Prozent) und Volvo (14 Prozent). Alle sonstigen Hersteller zusammengerechnet wurden in 20 Prozent der Fälle genannt.

Tesla holt weiter auf

Zwar liegt Tesla damit nur an zweiter Position hinter dem Volkswagen-Konzern, aber die Verschiebungen der Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr beinhalten eine positive Nachricht. Tesla konnte seinen Anteil nämlich um vier Prozent steigern (2021: 20 Prozent), während die Nennung von VW von 38 Prozent auf 35 Prozent abnahm. Tesla scheint seinen Rückstand auf VW in Deutschland somit aufzuholen. Auch die als besonders preiswert geltenden südkoreanischen Hersteller HYUNDAI / KIA konnten sich über einen signifikanten Nachfrageanstieg von 18 auf 25 Prozent freuen.

Die Resultate der Studie legen nahe, dass sich der Anteil der Tesla-Autos auf deutschen Straßen in den kommenden Monaten und Jahren vergrößern dürfte. So stieg die Anzahl an neu zugelassenen Tesla-Fahrzeugen in Deutschland nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) im Juli 2022 im Jahresvergleich um 142 Prozent. Im letzten Monat wurden 1.184 Tesla-Pkws neu zugelassen. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres betrug das Jahreswachstum 36,4 Prozent auf 19.443 Stück.

Das ist im laufenden Jahr das am meisten verkaufte E-Auto in Deutschland

Trotz der enormen Wachstumszahlen stellte Tesla in diesem Zeitraum nicht das beliebteste E-Auto in Deutschland: Der Model 3, im vergangenen Gesamtjahr noch an der Spitze der deutschen Elektroauto-Rangliste, belegt mit 10.948 Neuzulassungen im laufenden Jahr nur Platz zwei hinter dem Fiat 500 Elektro (13.448 Neuzulassungen). Das dürfte aber weniger der Nachfrage- als vielmehr der Angebotsseite geschuldet sein: Tesla hatte in der ersten Jahreshälfte mit den No-COVID-Lockdowns in China zu kämpfen, welche die Produktion in der Shanghaier Gigafactory unterbrachen. Zudem nahm die lokale Herstellung des Model Y in Grünheide erst Ende März Fahrt auf und wurde dann im Juli nochmals für zwei Wochen zwecks Produktionsoptimierung unterbrochen.

Diese Lieferschwierigkeiten könnten aber der Vergangenheit angehören: Zuletzt wurden sowohl in Shanghai als auch in Grünheide neue Produktionsrekorde aufgestellt. Bis Ende dieses Jahres will Tesla 3.000 Model Y-Autos pro Woche in der deutschen Gigafactory produzieren. Deshalb prognostiziert "Teslamag", dass der Model Y noch das meistverkaufte Elektroauto 2022 in Deutschland werden dürfte - noch vor dem Model 3, der noch nicht in Deutschland hergestellt wird.

Redaktion finanzen.net

Ausgewählte Hebelprodukte auf BMW

Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf BMW

NameHebelKOEmittent
NameHebelKOEmittent
Werbung

Bildquellen: Nadezda Murmakova / Shutterstock.com, John Keeble/Getty Images

Nachrichten zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

Analysen zu Mercedes-Benz Group (ex Daimler)

DatumRatingAnalyst
26.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OutperformBernstein Research
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyWarburg Research
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightBarclays Capital
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
26.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyDeutsche Bank AG
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OutperformBernstein Research
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) BuyWarburg Research
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OverweightBarclays Capital
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) OutperformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
23.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
22.02.2024Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
24.11.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) Equal WeightBarclays Capital
26.10.2023Mercedes-Benz Group (ex Daimler) HoldJefferies & Company Inc.
DatumRatingAnalyst
17.12.2021Daimler HoldHSBC
18.02.2021Daimler SellWarburg Research
02.02.2021Daimler VerkaufenDZ BANK
26.10.2020Daimler VerkaufenDZ BANK
07.10.2020Daimler SellGoldman Sachs Group Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Mercedes-Benz Group (ex Daimler) nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"
Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"
Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"