04.03.2021 17:31

Anleihe auf Homann Holzwerkstoffe: Der nächste Holz-Bond

Euro am Sonntag-Anleihecheck: Anleihe auf Homann Holzwerkstoffe: Der nächste Holz-Bond | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Anleihecheck
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Der Mittelständler emittiert seine dritte Anleihe und refinanziert damit frühzeitig das ausstehende zweite Papier.
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€uro am Sonntag

von Thomas Strohm, Euro am Sonntag

Auf Holz geklopft? Entweder hat Fritz Homann damit fürs nötige Quäntchen Glück bei der Wahl des Zeitraums für seine Anleiheemission gesorgt, oder er hat die gute Börsenstimmung doch richtig antizipiert. Während viele kleine und mittlere Firmen im vorigen Jahr eine schlechte Phase erwischten und ihre Bonds nicht voll platzieren konnten, dürfte es für Homann Holzwerkstoffe kein Problem sein, derzeit das geplante Volumen von 60 Millionen Euro ganz zu erreichen.

Für den inhabergeführten Hersteller von Holzfaserplatten für die Möbel- und Türenindustrie ist es die dritte Anleihe, sie soll der Refinanzierung des zweiten Bonds (ISIN: DE 000 A2E 4NW 7) dienen. Bei Laufzeit bis 2026 winkt ein Zins von 4,5 bis 5,0 Prozent, die genaue Höhe wird nach der Angebotsfrist festgelegt.

Zins am unteren Ende der Spanne

"Die Entwicklung der Kupons - 7,0 Prozent für unsere erste Anleihe 2012, gefolgt von 5,25 Prozent für die zweite Anleihe 2017 und nun die aktuelle Emission - spiegelt auch die Entwicklung des Unternehmens", so Homann. In diesem Zeitraum sei der Umsatz um 100 Millionen Euro gestiegen, der Gewinn (Ebitda) habe sich vervierfacht. "Unsere Finanzkennzahlen sind heute ganz anders und wesentlich solider als bei unserem Debüt am Kapitalmarkt", sagt Homann.

Er rechnet damit, dass dank hoher Nachfrage der Kupon am unteren Ende der Spanne festgelegt werden kann. Bei gutem Verlauf der Platzierung will Homann die ausstehende, eigentlich erst 2022 fällige Anleihe vorzeitig kündigen. Dies ist seit einigen Monaten jederzeit zum Preis von 101,5 Prozent möglich.

Altanleger sollten tauschen

Wer die alte Anleihe hat, sollte sie ins neue Papier tauschen und dafür die Prämie von 25 Euro je 1.000-Euro-Anleihe einstreichen - womit der Preis 102,5 Prozent beträgt. Der Umtausch läuft bis 25. Februar. Am 1. März beginnt die Zeichnungsfrist für neue Anleger, die sie über ihre Hausbank ordern können.

Für den neuen Bond wird wie für die alte Anleihe ein Volumen von 60 Millionen Euro angestrebt. "Die Emission wirkt sich somit nicht auf unsere Verschuldungskennzahlen aus", sagt Homann. Diese würden sich jedoch durch die Investition von rund 130 Millionen Euro in das Werk in Litauen temporär verändern. Das Projekt laufe planmäßig, diesen Mai sollen die Bauarbeiten für das neue Werk nahe Vilnius beginnen, die Inbetriebnahme sei für das zweite Halbjahr 2022 vorgesehen.

2020 sei trotz Corona und Lockdown gut gelaufen, sagt Homann. Bei etwas gesunkenem Umsatz habe der Gewinn das Niveau von 2019 erreicht. Auch 2021 sei positiv gestartet, vom zweiten Lockdown seien bisher keine Auswirkungen zu spüren. "Dies dürfte auch im Gesamtjahr so bleiben, wenn, wie von uns erwartet, der Einzelhandel und damit die Möbelgeschäfte nach Ostern wieder öffnen können." Jetzt kurz auf Holz klopfen schadet aber wohl auch nicht.

Neuemission: Gutes RenditeRisiko-Profil. Alte Anleger sollten tauschen. Für Neuanleger ist die Zeichnung interessant.
ISIN: DE000A2E4NW7






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Bildquellen: Imagentle / Shutterstock.com, MaximP / Shutterstock.com
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