12.12.2013 10:11

Banken sollen für Staatsanleihen Eigenkapital vorhalten

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Banken sollen nach dem Willen der Europäischen Zentralbank (EZB) auch für Staatsanleihen Eigenkapital vorhalten.
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Die Notenbank wolle den "Gesundheitscheck" der 130 größten europäischen Banken nutzen, um diese Forderung umzusetzen, sagte EZB-Chefvolkswirt Peter Praet der "Financial Times" (Donnerstagausgabe). Man wolle im Rahmen der im kommenden Jahr anstehenden Überprüfung die Macht als Bankenregulierer nutzen.

    Bisher gelten Staatsanleihen als risikofreies Investment, Banken müssen deswegen keine Sicherheiten vorhalten. Im Gegensatz dazu muss für Aktien, Immobilien oder Unternehmensanleihen Eigenkapital vorgehalten werden. Die Krise in der Eurozone, insbesondere der Zahlungsausfall Griechenlands, hat jedoch gezeigt, dass auch Staatsanleihen zu einer riskanten Anlageform werden können. Die enge Verflechtung von Banken und Staaten hatte die Eurokrise verschärft.

    Praet erwartet, dass Banken das Notenbankgeld weniger nutzen werden, um Staatsanleihen zu kaufen, wenn diese gemäß den Risiken behandelt würden, die sie für die Banken darstellen. Zuvor hatte auch Bundesbankpräsident Jens Weidmann die Absicherung von Staatsanleihen durch Eigenkapital gefordert.

    Der Gesundheitscheck, den die EZB im kommenden Jahr vornimmt, umfasst die Prüfung der Bankbilanzen und einen sogenannten Stresstest, in dem simuliert wird, wie gut die Banken gegen bestimmte Krisenszenarien gerüstete sind./jsl/bgf

FRANKFURT (dpa-AFX)
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