Firmenbond: Groß, größer, Verizon
Mit einem Megabond hat Verizon 49 Milliarden Dollar eingesammelt. Investoren standen Schlange, um dem US-Telekomkonzern das Geld zu leihen.
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von Thomas Strohm, Euro am Sonntag
Beinahe dreimal so groß wie der bisher größte Firmenbond der Geschichte ist die neue Anleihe des US-Telekommunikationsriesen Verizon: 49 Milliarden Dollar hat das Unternehmen eingesammelt. Bei Apple, bis dato Emittent der größten Firmenanleihe, waren es im April 17 Milliarden. Noch größere Emissionen als von Verizon gab es bisher lediglich von Banken.
Verizon benötigt das Geld für die Komplettübernahme der Mobilfunktochter Verizon Wireless. Der britische Konzern Vodafone zieht sich aus dem Gemeinschaftsunternehmen zurück und überlässt den Amerikanern seinen 45-Prozent-Anteil am Marktführer in den Vereinigten Staaten für 130 Milliarden Dollar.
Profiinvestoren haben sich um die Anleihe gerissen: Verizon hätte locker auch 100 Milliarden platzieren können, heißt es. Allein ein Viertel des emittierten Volumens, rund 13 Milliarden Dollar, haben sich demnach die Fondsgesellschaften Pimco und BlackRock gesichert.
Die 49 Milliarden sind auf acht Tranchen mit verschiedenen Fälligkeiten und Konditionen verteilt. Die kürzeste Laufzeit liegt bei drei Jahren, die längste bei 30 Jahren. Für zehn Jahre zahlt Verizon einen Kupon von 5,15 Prozent — das ist ziemlich attraktiv. Allein schon wegen der angepeilten Größe der Emission musste Verizon institutionellen Investoren etwas bieten.
Mit der Stückelung von 2.000 Dollar sind die Verizon-Papiere auch für Kleinanleger als stabiles Basisinvestment interessant. Sie werden in Frankfurt und Stuttgart gehandelt. Das Aufkommen hält sich dort in Grenzen, Anleger sollten daher beim Ordern das Limit nicht vergessen.
Angesichts der aktuell aufgerufenen hohen Kurse drängt allerdings nichts zur Eile. So wird der 2023 fällige Bond zu 106,4 Prozent gehandelt, das entspricht einer Rendite von 4,3 Prozent im Jahr.
Zum Vergleich: Ein Schuldtitel der Deutschen Telekom — die Bonner haben wie Verizon die S & P-Note „BBB+“ — bringt bei ähnlicher Laufzeit gerade mal 3,1 Prozent. Jedoch sind die Anleihen der Telekom in Euro begeben, die von Verizon in Dollar — hiesige Anleger haben somit ein Wechselkursrisiko.
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