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09.04.2017 11:00

CFDs: Drei schnelle Chancen

Euro am Sonntag: CFDs: Drei schnelle Chancen | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
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Unter fundamentalen und/oder charttechnischen Gesichtspunkten bieten sich kurzfristig orientierten CFD-Anlegern derzeit gute Einstiegsgelegenheiten bei Bitcoin, Öl und Euro Bund Future.
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€uro am Sonntag
von Emmeran Eder, Euro am Sonntag

Mit Contracts for Difference (CFD), auch Differenzkontrakte genannt, können Anleger mit geringen Summen gehebelt auf einen Basiswert setzen - sowohl auf steigende als auch auf fallende Kurse. In der Regel ist der Handel außerbörslich. Das ermöglicht in kurzer Zeit enorme Gewinne, aber auch sehr hohe Verluste. Teilweise betragen die Hebel 100 und mehr.


Daher sollten nur gut informierte Anleger diese Produkte einsetzen und unbedingt mit Stop-Loss-Kursen arbeiten, um die Miesen zu begrenzen. Denn sonst können durch die Nachschusspflicht unlimitierte Verluste entstehen.


CFDs gibt es auf fast alle möglichen Basiswerte wie Aktien, Aktien­indizes, Anleihen, Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe. Einige davon sind derzeit nach Ansicht der drei größten in Deutschland tätigen CFD-Anbieter besonders aussichtsreich.

Der Leiter Research Deutschland von IG, Gregor Kuhn, sieht Chancen bei der Kryptowährung Bitcoin. ­Jochen Stanzl, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, ist eher pessimistisch für den Ölpreis und glaubt, dass dieser wenig Potenzial nach oben bietet. Das könnte Spekulanten, die sich auf einen fallenden Ölpreis positionieren, Gelegenheit eröffnen, Gewinne zu machen.


Ebenfalls Chancen bei sinkenden Kursen sieht ActivTrades - jedoch nicht beim Ölpreis, sondern beim Euro Bund Future. Vikeshkumar ­Purohit, bei ActivTrades verantwortlich für die deutschsprachigen Länder, stützt sich dabei vor allem auf charttechnische Gesichtspunkte.

IG:
Von der Volatilität profitieren

Bitcoins sind ein global verwendbares dezentrales Zahlungssystem und der Name einer digitalen Geld­einheit. Sie sind im März 2017 auf Rekordhochs von 1.300 US-Dollar geklettert. Neben einer robusten Bitcoin-Nachfrage in China und der Unsicherheit um die Eurozone profitierte die Cyberwährung von Spekulationen um die erstmalige Zulassung eines Bitcoin-ETFs in den USA. Neben diversen ­Bitcoin-Börsen, an denen die digitalen ­Münzen online erworben und digital auf das Smartphone oder den Rechner geladen werden können, bietet auch der CFD-Broker IG den Bitcoin-Handel an.
Für Trader, die eher kurzfristig ausgerichtet sind, birgt vor allem die hohe Volatilität Chancen. So erholt sich der Bitcoin gegenwärtig nach einem kräftigen Kursrückgang unter 1.000 US-Dollar und ist erneut deutlich über diese psychologisch wichtige Marke auf 1054 Dollar geklettert. Per CFD kann vor diesem Hintergrund schnell und transparent sowohl auf steigende als auch auf fallende Bitcoin-­Kurse spekuliert werden.

CMC Markets:
Luft nach unten

Der Ölpreis verdoppelte sich auf Jahresfrist, die Inflation nähert sich den Zielen der Notenbanken, deren verantwortliche Präsidenten loben ihre eigene Politik. In Wirklichkeit müssten sie sich beim saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman bedanken, der den Ölpreis vor einem Jahr vor dem Zusammenbruch und damit die Weltmärkte vor einem Deflationsschock bewahrte.
Nun traf sich Donald Trump mit dem Kronprinzen. Es könnte dabei auch darum gegangen sein, den Preis der Ölsorte Brent in einer tieferen Spanne zu stabilisieren, also statt zwischen 53 und 57 zwischen 45 und 53 US- Dollar. Denn dann würde weiteren Zinsanhebungen zur Inflationsvorsorge der Wind aus den Segeln genommen. Als Folge davon sollten auch die Verhandlungen um die Anhebung der US-Schuldengrenze leichter fallen.
Was bedeutet das nun für die Ölpreise? Es könnte kein Zufall gewesen sein, dass die Spanne Anfang März nach unten verlassen wurde. Nach oben scheint der Deckel drauf zu sein, Luft nach unten besteht durchaus.

ActivTrades:
Der Rally geht die Puste aus

Seit April 2011 befindet sich der Euro Bund Future in einem langfristigen Aufwärtstrend. Seit September 2016 konsolidiert der Markt aber zwischen 160 und 168 Indexpunkten.
Es hat sich eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation gebildet, die darauf hindeutet, dass die sechsjährige Rally zu Ende gehen könnte. Ein Indiz dafür ist auch, dass die kräftige Unterstützung bei 160 Indexpunkten verletzt wurde. Der Relative-Stärke-Index schwächt sich ebenfalls schon seit zwei Jahren ab, was auch gegen eine Fortsetzung des Aufwärtstrends spricht. Sollten die 160 Punkte nachhaltig unterschritten werden, würde das eine bearishe Trendwende einleiten.
Mit CFDs können sich auch nicht professionel­le Anleger auf eine Trendumkehr beim Euro Bund Future setzen. Wer glaubt, die Rally nimmt wieder Fahrt auf, kann ebenfalls mit CFDs darauf setzen. Der Vorteil ist, dass Anleger sich mit geringen Beträgen engagieren können und nicht den Basiswert selbst kaufen müssen. Somit werden steigende und auch fallende Kurse für das Trading interessant.

Bildquellen: svilen_mitkov / Shutterstock.com, Gustavo Frazao / Shutterstock.com
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