13.02.2015 15:59

Chinesischer Yuan vor einer Abwertung!?

Devisen-Trader-Kolumne: Chinesischer Yuan vor einer Abwertung!? | Nachricht | finanzen.net
Devisen-Trader-Kolumne
Detlef Rettinger
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Angesichts der Themen Schweizer Franken, EZB-Geldschwemme und Griechenland traten die jüngsten Entwicklungen in China am Devisenmarkt etwas in den Hintergrund.
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Dabei haben diese ebenfalls durchaus das Potenzial, die Märkte in den nächsten Monaten zu bewegen. Die chinesische Notenbank hat vor einer Woche den Mindestreservesatz für die Banken von 20 auf 19,5 Prozent gesenkt. Die Mindestreserve ist der Anteil an den Kundeneinlagen, den die Banken bei der Notenbank zur Sicherheit hinterlegen müssen. Eine geringere Mindestreserve erhöht die Fähigkeit der Banken zur Kreditvergabe. Das weckte Hoffnungen, Peking könnte weitere Maßnahmen ergreifen, um die schwächelnde Wirtschaft zu beleben.
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Chinas Notenbank lockert die Geldpolitik

Aha, schon wieder eine Notenbank, die Geldpolitik für das Allheilmittel hält, werden Sie jetzt denken. Tatsächlich wenden viele Kritiker ein, auch in China liegt das Problem wie in Europa an der mangelnden Nachfrage nach Krediten, nicht am Angebot. Allerdings ist die Situation in China anders. Peking versucht seit Jahren den illegalen Finanzmarkt in den Griff zu bekommen und hat deswegen seit 2009 den Mindestreservesatz von 15 auf über 20 Prozent erhöht - die meisten anderen Notenbanken verzichten längst auf dieses geldpolitische Instrument. Peking hat also tatsächlich die Möglichkeit, die Geldpolitik zu lockern. Und da sich der Kapitalabfluss ins Ausland in den letzten Monaten verstärkt hat, ist das auch durchaus sinnvoll. Es wird in nächster Zeit voraussichtlich noch weitere Maßnahmen in dieser Richtung geben, vermutlich auch Zinssenkungen. Tendenziell ist die geldpolitische Lockerung schlecht für den Yuan, der weiter unter Abwertungsdruck kommen kann.

Fazit

Chinas Währung ist längst keine Einbahnstraße mehr. Die Wetten auf einen stärkeren Yuan wurden 2014 stark zurückgefahren und das führte zu Kapitalabflüssen. Peking ist das durchaus recht, denn das "heiße Geld" ist ein großes Problem. Die geldpolitische Lockerung ist die logische Folge, sie wird den Yuan aber schwächen. Das wäre nur dann nicht der Fall, wenn sich die Konjunktur in China nennenswert beschleunigen würde. Damit rechne ich aber nicht.

Dr. Detlef Rettinger ist Chef-Redakteur von Deutschlands einzigem reinen Devisen-Börsenbrief mit Musterdepot, dem Devisen-Trader. Der promovierte Volkswirt besitzt langjährige Erfahrung in der Analyse des Devisenmarktes und im Handel mit Derivaten. Weitere Infos: www.devisen-trader.de. Der obige Text spiegelt die Meinung des jeweiligen Kolumnisten wider. Die finanzen.net GmbH übernimmt für dessen Richtigkeit keine Verantwortung und schließt jegliche Regressansprüche aus.

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