10.06.2021 14:26

Bitcoin im Visier: Bankenregulierer schlagen strenge Regel vor

Dollar-Reserve: Bitcoin im Visier: Bankenregulierer schlagen strenge Regel vor | Nachricht | finanzen.net
Dollar-Reserve
Folgen
Der oberste globale Standardsetzer für Bankenregulierung hat eine strenge Regel vorgeschlagen, die von den Banken verlangen würde, im Wesentlichen einen Dollar an Reserven für jeden Dollar an Bitcoin, den sie besitzen, beiseite zu legen.
Werbung
Der Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, eine Gruppe globaler Zentralbanker und Aufsichtsbehörden, kündigte den Plan am Donnerstag in einer öffentlichen Konsultation darüber an, wie er beabsichtigt, Kryptowährungsanlagen zu behandeln.

Bei Kryptowährungen gebe es Bedenken hinsichtlich des Verbraucherschutzes, der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung. "Bestimmte Krypto-Assets haben ein hohes Maß an Volatilität gezeigt und könnten Risiken für Banken darstellen, wenn die Engagements zunehmen", erklärte der in Basel ansässige Ausschuss.

Das Interesse an Kryptowährungen von etablierten Finanzunternehmen und Konzernen ist in diesem Jahr sprunghaft gestiegen. Mastercard plant, einige Kryptowährungen in seinem Netzwerk zu unterstützen und die Bank of New York Mellon hat in ein Start-up für Kryptowährung investiert.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Der Ausschuss, zu dem die Federal Reserve, die Europäische Zentralbank und andere große Zentralbanken gehören, setzt selbst keine Regeln durch, sondern legt Mindeststandards fest, auf die sich Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt einigen und die sie lokal umsetzen.

Der Ausschuss erklärte, dass Banken ein Risikogewicht von 1,250 Prozent auf Bitcoin anwenden sollten, was "in der Wirkung dem Abzug des Vermögenswertes vom Kapital ähnlich ist." Wenn eine Bank ein Bitcoin-Engagement von 100 Dollar halten würde, würde dies zu risikogewichteten Aktiva von 1,250 Dollar führen, was, wenn es mit der Mindestkapitalanforderung von 8 Prozent multipliziert wird, dazu führt, dass mindestens 100 Dollar beiseite gelegt werden müssen, führte der Ausschuss in seiner Erklärung aus.

Der Ausschuss verwies zudem auf den Mangel an Aufzeichnungen über diese Vermögenswerte und die sehr hohe Volatilität. Die Kapitalanforderungen würden Bitcoin und andere Coins auf eine Stufe mit anderen risikoreichen Vermögenswerten stellen, zum Beispiel solchen, bei denen die Bank nicht über vollständige Informationen verfügt oder sehr große Investitionen in Unternehmen hat.

Der Ausschuss schlug weniger strenge Kapitalanforderungen für Krypto-Vermögenswerte vor, die bestimmte Bedingungen erfüllen, wie etwa Stablecoins. Diese Art von Krypto-Vermögenswerten sind oft an den Wert einer etablierten Währung wie dem US-Dollar gekoppelt und daher theoretisch weniger volatil. Diese kommen für eine Behandlung nach den bestehenden Baseler Regeln in Frage, während Bitcoins der "neuen konservativen aufsichtsrechtlichen Behandlung" unterliegen würden.

Die Banken haben bis zum 10. September Zeit, auf die Vorschläge des Komitees zu reagieren. Die digitalen Währungen der Zentralbanken sind nicht in der Konsultation enthalten.

Von Simon Clark

LONDON (Dow Jones)

Bildquellen: Parilov / Shutterstock.com
Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,21300,0021
0,17
Japanischer Yen133,14500,4000
0,30
Pfundkurs0,85910,0009
0,10
Schweizer Franken1,08940,0001
0,01
Russischer Rubel87,59100,3400
0,39
Bitcoin33253,9609970,8516
3,01
Chinesischer Yuan7,76190,0137
0,18

Heute im Fokus

DAX nach Rekordhoch stabil -- TeamViewer und SAP kooperieren -- Tesla akzeptiert BTC nur bei besserer Umweltbilanz -- Hannover Rück, Shell, J&J im Fokus

RTL stellt sich als Marke neu auf - Logo künftig kunterbunt. AUTO1-Aktie sackt unter Ausgabe-Preis. WhatsApp verspricht neue Privatsphäre-Funktionen. Niederländer Malen beim BVB wohl Kandidat für Sancho-Nachfolge. LEG Immobilien passt Wandlungspreis für Anleihe Juni 2028 an. Lufthansa umfliegt Luftraum von Belarus weiterhin bis mindestens 20. Juni.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn spricht sich für ein Ende der Maskenpflicht aus. Sind sie auch dafür?

finanzen.net Brokerage
finanzen.net Zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln