25.05.2019 16:00

Türkische Lira: Die Aufregung wächst

Euro am Sonntag-Devisenwette: Türkische Lira: Die Aufregung wächst | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Devisenwette
Folgen
Die Wahl zum Bürgermeister von Istanbul wurde von der Wahlkommission annulliert. Das setzt die Landeswährung unter Druck.
Werbung
€uro am Sonntag
von Christoph Platt, Euro am Sonntag

Eine Bürgermeisterwahl ist im Normalfall nur in der betroffenen Stadt von Bedeutung. Nationale Auswirkungen hat sie nicht, ganz zu schweigen von internationalen. Doch Istanbul stellt diese Regel auf den Kopf. Vor einigen Wochen hatte dort der Oppositionskandidat die Wahl hauchdünn für sich entschieden, der Kandidat der Regierungspartei AKP unterlag. Am Montag hat nun die Oberste Wahlkommission das Votum für ungültig erklärt, weil es Unregelmäßigkeiten gegeben haben soll. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Staatschef Recep Tayyip Erdogan Druck auf die Kommission ausgeübt hat, weil er mit dem Ausgang der Wahl nicht einverstanden war.
Werbung
EUR/TRY und andere Devisen mit Hebel handeln (long und short)
Handeln Sie Währungspaare wie EUR/TRY Hebel bei der Nr. 1 unter Deutschlands CFD-Anbietern und partizipieren Sie an steigenden wie fallenden Notierungen.
Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

"Für viele Beobachter ist der Schritt ein weiterer Hinweis für ein Abdriften der Türkei in eine Diktatur", schreibt Sören Hettler, Analyst der DZ Bank. Die Finanzmärkte reagierten umgehend. Die türkische Lira verlor am Montag in der Spitze mehr als zwei Prozent gegenüber Euro und US-Dollar. Im Laufe der Woche gab sie um insgesamt mehr als vier Prozent nach. Am Donnerstag griff die türkische Zentralbank ein und setzte ihr wöchentliches Refinanzierungsgeschäft aus. Dabei handelt es sich um eine Notfallmaßnahme, um die Währung zu stützen.

Im Spätsommer 2018 war die Währung infolge eines Streits mit den USA eingebrochen. Bis zum Jahresende hatte sie sich wieder etwas erholt. Doch seit Mitte Februar hat die türkische Lira erneut kontinuierlich abgewertet.

Notenbank unter Beobachtung


Gründe für diese Entwicklung ist eine wachsende Skepsis der Anleger gegenüber der Türkei. Die Zentralbank hatte ihr Bekenntnis zu einer straffen Geldpolitik aufgeweicht, was vielen Investoren Sorge bereitet. Die Inflation in der Türkei liegt bei 20 Prozent, was einen hohen Leitzins erforderlich macht, um sie einzudämmen. Präsident Erdogan hatte mehrfach kritisiert, dass der Leitzins zu hoch sei. Internationale Anleger hatten den Kurs der Notenbank jedoch begrüßt, da er für Stabilisierung sorgen könnte.

Bezüglich der mittelfristigen Entwicklung der türkischen Lira gehen die Meinungen der Experten auseinander. Kurzfristig halten die meisten eine weitere Abwertung aber für wahrscheinlich. Mutige Anleger können in den kommenden Wochen ein Knock-out-Zertifikat der Société Générale nutzen, um von einem Wertverlust gegenüber dem Euro zu profitieren (ISIN: DE 000 SC5 LZB 6). Das Papier folgt der Wechselkursentwicklung mit einem Hebel von 2,5. Die Barriere, ab der ein Totalverlust droht, ist rund 40 Prozent entfernt.







_________________________________

Bildquellen: Alex Kosev / Shutterstock.com, Luciano Mortula / Shutterstock.com

Jetzt noch kostenlos anmelden!

Inflation, Leitzinserhöhung und Bärenmärkte - aber wie sieht es eigentlich am Immobilienmarkt aus? Wenn auch Sie sich den Traum einer eigenen Immobilie erfüllen möchten, erfahren Sie im Online-Seminar am Montag um 18 Uhr wie Sie Schritt für Schritt das passende Objekt finden und welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt!

Werbung

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,05620,0008
0,07
Japanischer Yen142,2465-0,4165
-0,29
Pfundkurs0,86020,0001
0,01
Schweizer Franken1,0107-0,0003
-0,03
Russischer Rubel56,40910,0374
0,07
Bitcoin19961,953055,6280
0,28
Chinesischer Yuan7,07010,0096
0,14

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: DAX schließt Freitagshandel über 13.100 Punkten -- US-Börsen legen markant zu -- Zalando kassiert Jahresprognose -- GAZPROM, TUI, Porsche-IPO, Amazon, Deutsche Bank im Fokus

IMMOFINANZ will Objekte in Milliardenwert verkaufen. Streik des Kabinen-Personals führt zu Flug-Ausfällen bei Ryanair. Henkel macht laut CEO Knobel Fortschritte beim Rückzug aus Russland. RWE plant Wasserstoff-Produktionsanlage in Rostock. Stellantis steigt bei Lithium-Unternehmen Vulcan Energy ein. Stifel startet Vonovia mit "Hold". Zurich trennt sich von deutschen Lebensversicherungs-Altbeständen.
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Sollte das 9-Euro-Ticket über den August hinaus verlängert werden?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln