26.04.2017 17:44

Bitcoin auf Rekordkurs: SEC will Entscheidung zum Bitcoin-ETF noch einmal überdenken

Großes Potenzial: Bitcoin auf Rekordkurs: SEC will Entscheidung zum Bitcoin-ETF noch einmal überdenken | Nachricht | finanzen.net
Großes Potenzial
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Die Kryptowährung Bitcoin steht kurz davor, ein neues Allzeithoch zum US-Dollar zu markieren. Dies ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die US-Börsenaufsicht SEC ihre Absage für den ersten Bitcoin-ETF nochmals überdenkt.
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Seit Anfang April 2017 stieg der Kurs der wohl populärsten Digitalwährung um rund 20 Prozent und konnte zuletzt die Marke von 1.280 US-Dollar übersteigen. Damit nähert sich die Kryptowährung wieder ihrem Rekordhoch, das bei knapp über 1.300 US-Dollar liegt. Dies liegt daran, dass es im April ein ganzes Bündel guter Nachrichten für den Bitcoin gab.

Japan erkennt Bitcoin als Zahlungsmittel an

Seit dem 1. April 2017 erkennt Japan Kryptowährungen wie etwa den Bitcoin offiziell als Zahlungsmittel an. Für den weltweit zweitwichtigsten Markt für Bitcoins hat die Regierung einen gesetzlichen Rahmen geschaffen, der die Cyber-Währung zu einem legalen Zahlungsmittel macht.

Das neue Gesetz und die damit verbundene staatliche Regulierung sollen die Nutzer vor kriminellem Missbrauch schützen und für mehr Transparenz und Kontrolle sorgen. Dies dürfte das Vertrauen in Bitcoins steigern und den bereits starken japanischen Bitcoin-Markt weiter anwachsen lassen.

Bitcoin auch in Russland und Indien auf dem Vormarsch

Die Entscheidung in Tokio hat Signal-Charakter und sorgt auch in weiteren Staaten für eine offenere Einstellung gegenüber Internetwährungen. Marktgerüchten zufolge hat beispielsweise ein Beratungskomitee der indischen Regierung empfohlen, Bitcoins als legales Zahlungsmittel anzuerkennen - mit festgelegten Regeln und besteuert.

Bezüglich Russland kursieren ähnlich lautende Gerüchte. Demnach könnte der Bitcoin-Handel dort schon in 2018 reguliert und die Digitalwährung als Zahlungsmittel anerkannt werden.

SEC überdenkt Absage für Bitcoin-Fonds

Im Frühjahr 2017 hatten Spekulationen, dass die US-Börsenaufsicht SEC den ersten börsennotierten Bitcoin-ETF genehmigen wird, die Cyber-Währung auf ein neues Allzeithoch von mehr als 1.300 US-Dollar getrieben. Eine positive Entscheidung hätte das Kryptogeld einer breiteren Anlegermasse zugänglich gemacht.

Allerdings wurden die Investoren enttäuscht. Am 10. März 2017 hat die SEC dem Indexfonds "Winklevoss Bitcoin Trust ETF" eine Absage erteilt. Die Aufseher bewerteten das Finanzprodukt aufgrund der mangelnden Regulierung des Bitcoin-Handels für zu manipulationsanfällig. Dies hatte den Bitcoin-Kurs zeitweise empfindlich bis auf knapp über 1.000 US-Dollar gedrückt.

Die Zwillinge Tyler und Cameron Winklevoss hatten sich zuvor über drei Jahren lang bemüht, eine Genehmigung für ihren geplanten Investmentfonds zu erhalten. Doch nun können sie neue Hoffnung schöpfen, denn die Securities and Exchange Commission hat beschlossen, ihre Entscheidung vom März nochmals zu überprüfen.

Fachleute sehen großes Potenzial für Bitcoin

Falls der Fonds nun doch die Zulassung erhalten sollte, so würde dies den für lange Zeit als Hacker-Währung verrufenen Bitcoin deutlich aufwerten. In diesem Fall sieht FinTech-Analyst Spencer Bogart von der Investmentbank Needham & Co. ein riesiges Interesse: "Allein in der ersten Woche nach dem Start des ETF könnten ihm rund 300 Millionen US-Dollar zufließen und der Bitcoin-Kurs würde massiv steigen - und das ist noch konservativ geschätzt."

Ähnlich äußerte sich auch Professor Philipp Sandner. Der "Bitcoin legt das Schmuddel-Image langsam ab", erklärte der Experte der Frankfurt School of Finance & Management. Und weiter: "Die Genehmigung des ETF hätte eine Signalwirkung und das Vertrauen in die Krypto-Währung würde stark zunehmen." Deshalb hält er es durchaus für möglich, dass der Bitcoin-Kurs noch im laufenden Jahr 2017 die Marke von 2.000 US-Dollar knackt.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: ppart / Shutterstock.com, Lightboxx / Shutterstock.com
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