12.03.2021 22:49

Nach GameStop-Short Squeeze: So geht es den betroffenen Hedgefonds einen Monat später

Verluste verkraftet?: Nach GameStop-Short Squeeze: So geht es den betroffenen Hedgefonds einen Monat später | Nachricht | finanzen.net
Verluste verkraftet?
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Der rasante Anstieg der GameStop-Aktie Ende Januar brachte einigen Hedgefonds Milliardenverluste. So geht es den Shortsellern rund einen Monat nach der finanziellen Tragödie.
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• GameStop-Aktie bricht nach Short Squeeze ein
• Hedgefonds haben sich massiv verspekuliert
• Leichte Erholung gestartet

Herbe Verluste nach Achterbahnfahrt der GameStop-Aktie

Ende Januar kam es zu wilden Kurskapriolen bei GameStop: Von 17,08 US-Dollar Anfang Januar ging es hoch bis auf 483 US-Dollar gegen Ende des Monats - so wurde zeitweise ein Zuwachs von über 2.700 Prozent generiert. Das Ganze hatte letztlich einen Short Squeeze zur Folge, bevor die Aktie wieder rasant abstürzte.

Hedgefonds, die auf fallende Kurse des angeschlagenen Videospiele-Händlers gesetzt hatten, litten stark unter der steilen Aufwärtsbewegung und fuhren Verluste in Milliardenhöhe ein. Daten des Forschungs- und Analyseunternehmens Ortex zufolge belaufen sich die Verluste der Hedgefonds, ausgelöst durch den kometenhaften Anstieg der GameStop-Titel, bislang auf etwa 11 Milliarden US-Dollar in diesem Jahr. Am härtesten hatte es den Hedgefonds Melvin Capital getroffen - dieser verlor im Januar mehr als die Hälfte seines investierten Vermögens, wie Insider berichteten. Melvin musste daraufhin Ende Januar frisches Kapital in Höhe von 2,75 Milliarden US-Dollar von Investoren einsammeln, um die durch die GameStop-Saga ausgelöste finanzielle Schieflage überwinden zu können.

Leichter Erholungsprozess bei Hedgefonds

Doch die gebeutelten Hedgefonds konnten sich mittlerweile wieder etwas erholen. So konnte Melvin Capital im vergangenen Monat Bloomberg News zufolge wieder um rund 22 Prozent zulegen. Nichtsdestotrotz müsste der Fonds in diesem Jahr noch immer einen Gewinn von 75 Prozent erzielen, um trotz des satten Verlustes von 53 Prozent im Januar die Gewinnschwelle zu erreichen. "Wir werden uns anpassen an die neuen Gegebenheiten. Die ganze Branche wird sich anpassen", habe Melvin-Gründer Gabriel Plotkin Institutional Money zufolge vor dem Ausschuss, der die Kurskapriolen im Januar untersucht, erklärt. Plotkin wolle künftig vorsichtiger sein - sowohl im Hinblick auf das Risiko, das sein Fonds eingehe, als auch auf das, was er über seine Positionen preisgebe. Auch Citron Research, ein auf die Analyse von Leerverkäufen spezialisiertes Unternehmen, hat seine Konsequenzen aus der GameStop-Saga gezogen: So gab Citron bekannt, künftig seine Liste mit Short-Positionen nicht mehr veröffentlichten zu wollen, wie das Handelsblatt schreibt. Neben Melvin konnten jüngst weitere Hedgefonds, die unter dem Protest der Kleinanleger litten, einen Erholungsprozess einleiten, berichtet Fox Business. Während Viking Global Investors im Februar um 5 Prozent wuchsen, legten D1 Capital Partners sogar um 15 Prozent zu. Die beiden Fonds sind zwar nach wie vor auf Jahressicht im Minus, allerdings etwas näher am Break Even als Melvin Capital. Viking verbuchte damit im Februar noch ein Minus von 2,3 Prozent, nach minus 7 Prozent im Januar. Bei D1 blieb ein Verlust von 5 Prozent nach dem 20-prozentigen Einbruch im Januar stehen.

"Das ist schnell eskaliert. Der Januar hat diese Leute zu Tode erschreckt, aber es sieht so aus, als ob sie bis April alle plan oder im Plus sein sollten", zitiert Fox Business einen Hedgefonds-Manager. "[…] sie haben ein paar Schläge abbekommen. Aber ich sehe nicht viele blaue Flecken."

Es dürfte also spannend sein, die weiteren Entwicklungen rund um GameStop und die angeschlagenen Hedgefonds im Auge zu behalten. Denn wie aus Daten des Analysehauses S3 Partners hervorgeht, steigt die Zahl der Short-Wetten bereits wieder an, zugleich unterliegt die GameStop-Aktie allerdings nach wie vor extremen Kursschwankungen. Während es im Donnerstagshandel zeitweise bis auf 281,45 US-Dollar hoch ging, verließen sie den Handel schlussendlich 3,32 Prozent schwächer bei 256,20 US-Dollar (Stand: Schlusskurs vom 11.03.21). Bislang steht für diese Woche somit ein Plus von rund 86 Prozent für GameStop an der Kurstafel.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JIM WATSON/AFP via Getty Images, Sergej Lebedev / Shutterstock.com

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