Academy Award

Goldjunge: So viel Gold steckt wirklich im Filmpreis Oscar

05.03.24 23:11 Uhr

Das Geheimnis des Oscars - Wie viel Gold steckt wirklich in Hollywoods begehrtestem Preis? | finanzen.net

Der Academy Award, auch Oscar genannt, ist der wohl begehrteste Preis der Filmbranche. Die Auszeichnung mit dem "Goldjungen" ist eine der höchsten Ehren, die Filmemachern, Schauspielern und Filmmusikproduzenten zuteilwerden kann. Doch wie viel Gold steckt wirklich in der goldenen Statuette?

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Die Oscar-Figur

Kaum ein Preis ist so bekannt und mit so viel Prestige verbunden wie der Oscar. Jährlich versammeln sich alle Größen der Filmbranche, um die Besten unter sich mit den goldenen Statuetten auszuzeichnen. Der Oscar ist eine 34,29 Zentimeter hohe und 3,856 Kilogramm schwere goldene Ritterfigur, die ein großes Schwert vor sich hält und auf einer Filmrolle mit fünf Speichen steht, welche die fünf ursprünglichen Zweige der Akademie widerspiegeln sollen. Hierzu zählen Schauspieler, Regisseure, Produzenten, Techniker und Schriftsteller. Der offizielle Name der Auszeichnung heißt dabei gar nicht Oscar, sondern "Academy Award® of Merit". Geschaffen wurde der Preis im Jahr 1927, kurz nach der Gründung der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Nach eigenen Angaben traf sich die junge Organisation zu einem Abendessen im Crystal Ballroom des Biltmore Hotels in der Innenstadt von Los Angeles und beriet, wie sie filmische Spitzenleistungen am besten würdigen könnte, um diese in allen Facetten der Filmproduktion stärker zu fördern. Als Ergebnis einigte sich die Gruppe auf die Einführung einer jährlichen Auszeichnung und richtete ihre Aufmerksamkeit auf die Schaffung einer angemessen majestätischen Trophäe. Mit dem Entwurf wurde Cedric Gibbons, Art Director von MGM, betraut, der daraufhin die heute weltberühmte Statuette eines Ritters, der auf einer Filmrolle steht und das Schwert eines Kreuzritters in den Händen hält, gestaltete. Die Umsetzung der Idee übernahm der Bildhauer George Stanley aus Los Angeles - der Academy Award war damit geboren. Heute werden die Goldjungen vom New Yorker Hersteller Polich Tallix angefertigt. Für die Produktion von 50 Statuetten benötigt das Unternehmen etwa drei Monate.

Geringer Materialwert, aber hoher ideeller Wert

Wie wertvoll ein Oscar wirklich ist, hängt wohl von der Sichtweise ab. Betrachtet man die Figur als Auszeichnung für herausragende filmische Errungenschaften, die nur wenigen zuteil wird, ist ihr Wert unschätzbar hoch. Schaut man allerdings nur ganz nüchtern auf die verarbeiteten Materialien und den geschaffenen Gegenstand, sieht die Sache schon ganz anders aus. Wie bereits zu erwarten ist, besteht die Trophäe nicht vollkommen aus purem Gold. Der Korpus der Statuette soll heute laut der Alliance for American Manufacturing wieder aus Bronze bestehen, wie es schon bei der Erfindung des Preises im Jahr 1927 gewesen sein soll. Vor 2016 und dem Wechsel des Herstellers von R.S. Owens zu Polich Tallix war dies lange Zeit nicht der Fall. Zwischenzeitlich wechselte man das Material und stellte den Ritter aus Nickel, Kupfer und Silber her. Eines blieb jedoch seit eh und je gleich: der Überzug des Oscars mit einer Schicht aus 24-karätigem Gold. Da aber nur der Überzug aus Gold besteht, ist der Anteil des Edelmetalls an der gesamten Statuette denkbar gering. Das spiegelt sich auch im Materialwert wider. Dieser wird nur auf rund 300 Euro geschätzt. Wie viel Geld man mit einem Verkauf der Trophäe aber wirklich machen kann, zeigen vergangene Auktionen. So soll die Versteigerung des Oscars, den Herman Mankiewicz 1941 für das Drehbuch zu "Citizen Kane" gewonnen hatte, 588.000 US-Dollar eingebracht haben. Einen noch höheren Preis soll ein anonymer Käufer für den Oscar von Orson Welles hingeblättert haben. Dessen Goldjunge wurde für unglaubliche 861.542 US-Dollar versteigert. Die Academy ist über solche Eigentümerwechsel aber überhaupt nicht begeistert. Sie kritisiert die Veräußerungen und sagt, dass Oscars nicht erworben, sondern nur gewonnen werden können. Wer sich heute von seiner Auszeichnung trennen möchte, der muss erst der Academy den Oscar für einen symbolischen Preis in Höhe von einem US-Dollar zum Verkauf anbieten. Erst wenn dieses Angebot ausgeschlagen wird, steht es den Besitzern frei, die begehrte Statuette an andere Interessenten zu veräußern.

Warum heißt der Academy Award eigentlich Oscar?

Eine Frage, die bestimmt viele Personen beschäftigt, ist wohl, weshalb der Academy Award "Oscar" genannt wird. Die beiden Namen haben nichts miteinander gemein und es lassen sich auf den ersten Blick auch sonst keine naheliegenden Gründe finden, warum der Oscar eigentlich Oscar genannt wird. Die Bezeichnung "Oscar" ist tatsächlich ein Rätsel und nicht einmal die Academy selbst weiß genau, wie die Namensgebung zustande kam. Über die Zeit haben sich deshalb mehrere Mythen über die unklare und recht merkwürdige Taufe des Preises gebildet. Die bekannteste Geschichte ist die der Academy-Bibliothekarin Margaret Herrick. Sie soll beim ersten Anblick der Figur gesagt haben, dass diese ihrem Onkel Oscar ähneln würde. Andere Anekdoten gehen auf den weltberühmte Trickfilmzeichner und Filmproduzenten Walt Disney zurück. Er soll vor seiner Auszeichnung mitbekommen haben, dass die Academy bei den offiziellen Namensvorschlägen die Bezeichnung "Oscar" als Namen in Erwägung gezogen hatte und sich daraufhin bei seiner Rede für die Überreichung des Oscars bedankt haben. Wieder andere Erzählungen sehen den Hollywood-Kolumnisten Sidney Skolsky als Erfinder des Spitznamens, da dieser bereits 1934, und damit fünf Jahre vor der offiziellen Anerkennung des Namens von Seiten der Academy, den Preis als Oscar bezeichnet haben soll. Welche von diesen Theorien wahr ist oder ob überhaupt eine der Wahrheit entspricht, lässt sich heute leider nicht mehr feststellen.

Nicolas Flohr / Redaktion finanzen.net

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