Billiger Tanken

Diesel, Benzin & Co.: Wann und wo es günstigen Sprit gibt

11.03.26 22:17 Uhr

Tankstellen-Tricks: Wann Diesel und Benzin am billigsten sind | finanzen.net

Die Hoffnung auf dauerhaft stabile Preise an den Zapfsäulen ist vorerst gedämpft. Denn die aktuelle Eskalation im Iran-Konflikt sorgt für spürbare Verwerfungen am Energiemarkt.

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Rohstoffe

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Eskalation im Nahen Osten treibt die Preise

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und dem Iran haben dazu geführt, dass die Ölpreise innerhalb kürzester Zeit kräftig nach oben geschnellt sind. Da der Iran als drittgrößter Produzent der OPEC eine Schlüsselrolle in der globalen Energieversorgung einnimmt, reagieren die Märkte hochsensibel auf jede Form der Instabilität in dieser Region. Ökonomen warnen bereits vor den daraus resultierenden Inflationsrisiken für den gesamten Euroraum, da nicht nur die Mobilität, sondern auch die Transportkosten für Güter des täglichen Bedarfs steigen.

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Blockierte Handelsrouten und ihre Folgen

Ein wesentlicher Preistreiber ist die angespannte Lage an der Straße von Hormus, die als eine der wichtigsten Handelsrouten für die globale Ölversorgung gilt. Da laut Deutschlandfunk etwa ein Fünftel des weltweiten Verbrauchs diese Meerenge passiert, führt eine Blockade zu massiven logistischen Problemen. In der Folge verharren zahlreiche Tanker vor der Passage, was das Angebot verknappt und die Priese für Rohöl der Sorte Brent sowie für US-Rohöl auf mehrmonatige Höchststände getrieben hat.

Tankverhalten und regionale Preisunterschiede

Doch obwohl die aktuelle Marktlage rund um Öl schwierig ist, lässt sich die Belastung für die Haushaltskasse durch taktisches Verhalten beim Tanken abmildern. Wie der ADAC berichtet, zahlen Autofahrer an Rastanlagen direkt an der Autobahn im Durchschnitt deutlich mehr als an Tankstellen, die nach einer kurzen Abfahrt erreichbar sind. Auch der Blick über die Landesgrenzen kann sich lohnen, wobei die Preisgestaltung in Nachbarländern sehr unterschiedlich ausfällt: Während die Kosten in einigen Nachbarregionen traditionell über dem deutschen Niveau liegen, gibt es in anderen Staaten staatliche Preisobergrenzen, die den Anstieg dämpfen. Zudem setzen einige Nachbarländer geringere Steuersätze an als Deutschland, was Kraftstoff dort günstiger macht. Beim Tanken sparen kann man dementsprechend laut Chip häufig in Österreich, Polen, Tschechien oder Luxemburg.

Die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts

Neben dem Ort spielt vor allem aber auch die Uhrzeit eine entscheidende Rolle für den Preis an der Zapfsäule. Nach Angaben des Bundeskartellamts schwanken die Preise im Tagesverlauf erheblich, wobei die Abendstunden zwischen 18 und 22 Uhr statistisch gesehen die günstigsten Konditionen bieten. Im Gegensatz dazu erreichen die Kosten in den frühen Morgenstunden sowie zu den klassischen Pendlerzeiten ihre Spitzenwerte. Verbraucher können sich hierbei die Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe zunutze machen, die über verschiedene Apps und Online-Plattformen einen Echtzeit-Vergleich der lokalen Anbieter ermöglichen.

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Effizienz durch Fahrweise und Technik

Ein oft unterschätzter Faktor für die Treibstoffkosten ist aber auch das individuelle Fahrprofil und der Zustand des Fahrzeugs. Der ADAC stellt fest, dass durch eine vorausschauende Fahrweise und das Vermeiden von unnötigem Beschleunigen sowie abruptem Bremsen der Verbrauch deutlich gesenkt werden kann. Technisch gesehen tragen ein optimaler Reifenluftdruck und die regelmäßige Wartung des Motors dazu bei, den Widerstand und die interne Reibung zu minimieren. Zudem sorgt der bewusste Verzicht auf energieintensive Zusatzaggregate wie die Standheizung oder das Mitführen von unnötiger Last im Kofferraum für eine messbare Ersparnis über das gesamte Jahr gerechnet.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: sint / Shutterstock.com