18.08.2011 12:24

Die Goldpreisentwicklung seit 1929

Folgen
Von der Weltwirtschaftskrise bis zur Bankenkrise - wie hat sich der Goldpreis entwickelt?
Werbung

Langfristig gesehen hat sich der Goldpreis stetig nach oben entwickelt. Allerdings unterlag der Goldpreis im Verlauf der letzten Jahre und Jahrzehnte teils massiven Schwankungen, was diversen Faktoren zu schulden ist.

Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) handeln
Handeln Sie Rohstoffe mit hohem Hebel und kleinen Spreads. Sie können mit nur 100,00 € mit dem Handeln beginnen, um von der Wirkung von 3.000 Euro Kapital zu profitieren!
Hinweis zu Plus500: 74% der Privatanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren. Plus500UK Ltd ist zugelassen und reguliert durch Financial Conduct Authority (FRN 509909). Plus500CY Ltd ist autorisiert und reguliert durch CySEC (#250/14).

1929:
Der Schwarze Freitag an den Börsen. Ein Börsencrash löst die Weltwirtschaftskrise aus, Banken brechen zusammen. Die US-Notenbank kann die Geldmenge nicht ausweiten, da die US-Währung an die Golddeckung gebunden ist und nicht beliebig Geld nachgedruckt werden kann.

1933:
Viele US-Amerikaner reagieren und schaffen ihre Goldreserven außer Landes, was den Druck auf den US-Dollar nochmals deutlich verschärft. Der damalige US-Präsident Franklin D. Roosevelt erlässt ein Gesetz, das privaten Goldbesitz verbietet. Goldbesitzer müssen ihr Gold zu einem Festpreis bei staatlichen Annahmestellen abgeben.

1944:
Inzwischen lagern 70 Prozent der Goldreserven in den USA. Das Bretton-Woods-System - ein System fester Wechselkurse - wird eingeführt, der Dollar wird zur Weltleitwährung ernannt. Im Rahmen des Abkommens wird ein Goldpreis von 35 Dollar je Feinunze festgelegt.
In Folge fester Wechselkurse wächst die Wirtschaft in Europa in den 50-er und 60-er Jahren besonders stark. Alle Mitgliedsländer können von nun an ihre Dollarreserven bei der US-Notenbank in Gold umtauschen – zum festgelegten Kurs.

Ende der 50-er Jahre
Außerhalb der USA gibt es hohe Dollarbestände – die USA hat aber nicht mehr genügend Goldreserven, um ihrer Umtauschverpflichtung nachzukommen. Der auf 35 Dollar festgelegte Goldpreis konnte nicht mehr gehalten werden.
Das Bretton-Woods-System wird zugunsten flexibler Wechselkurse wieder aufgegeben.

1972:
Anleger müssen für eine Feinunze 50,20 US-Dollar bezahlen. Dies entspricht inflationsbereinigt einem Wert von 265,59 US-Dollar.
Ein Jahr später hat sich der Goldpreis auf 102,25 US-Dollar verdoppelt, was insbesondere auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass ein System flexibler Wechselkurse eingeführt wurde, das ohne eine Bindung an Gold und Dollar auskam.
In den folgenden Jahren erlebt der Goldpreis einen regelrechten Boom. Die Anleger an den Märkten sind massiv verunsichert, da die großen Industrieländer mit starker Inflation zu kämpfen haben, zudem entwickeln sich die jeweiligen Volkswirtschaften schwach, Stagflation prägt das allgemeine Bild. Anleger flüchten daher in Goldinvestments, was dem Goldpreis zu einem Sprung über die 500-Dollar-Marke im Jahr 1979 verhilft. Inflationsbereinigt ist Gold damit mehr als 1.500 US-Dollar je Feinunze wert und verfünffacht sich innerhalb von 6 Jahren.

1980:
Die Goldpreisrallye mündet in einem Allzeithoch, das am 21. Januar 1980 bei 850 US-Dollar je Feinunze markiert wird. Hintergrund des massiven Anstiegs sind dabei vorallem politische Faktoren, wie die Irankrise und die unsichere Situation in Afghanistan nach dem Einmarsch der Sowjetunion. Darüber hinaus wirkt sich auch der schwache Dollar positiv auf die Goldpreisentwicklung aus. Inflationsbereinigt erreicht Gold einen Wert von 2.330,51 US-Dollar, wie das US-Arbeitsministerium ermittelt hat. Die Goldpreisrallye findet damit allerdings zunächst ihr Ende. Zwar haben die Industrienationen weiter unter schwacher Wirtschaftsentwicklung und Inflation zu leiden, die Notenbanken ergreifen allerdings Maßnahmen, um die Stagflation in den Griff zu bekommen.

1999:
Die großen Volkswirtschaften erholen sich, ebenso der US-Dollar. Dies wirkt sich negativ auf die Goldpreisentwicklung aus und führt zu einem Einbruch des Goldpreises auf 252,80 US-Dollar im Jahr 1999. Inflationsbereinigt muss man für eine Feinunze damit 335,95 US-Dollar zahlen.

2005:
Während der US-Dollar im Vergleich zu vielen Weltwährungen an Wert verliert, erholt sich der Goldpreis deutlich und erobert 2005 die 500-Dollar-Marke zurück. In den folgenden Jahren geht es kontinuierlich weiter aufwärts.

13. März 2008:
Der Goldpreis springt erstmals über 1.000 US-Dollar je Feinunze. Die Immobilienkrise wirkt sich in massiven Kurseinbrüchen an den weltweiten Aktienmärkten aus, es kommt zu einer Reihe von Bankenpleiten und zu deutlicher Verunsicherung unter den Anlegern. Der Goldpreis profitiert davon und steigt kontinuierlich weiter an.

19. April 2011:
Der Goldpreis schießt erstmals über 1.500 US-Dollar je Feinunze. Die Eurokrise, die einen massiven Vertrauensverlust unter den Anlegern hervorruft, trägt dazu ebenso bei, wie Sorgen um die Staatsverschuldung der USA.

6. September 2011:
Gold steigt auf ein neues Allzeithoch von 1.920,65 US-Dollar je Feinunze.

12. September 2011:
Gold erreicht in Euro einen neuen Rekordpreis von 1.375,31 Euro je Feinunze.

Bildquellen: Creativ Collection

Schnell noch reinklicken!

Der Handel des Futures wird dabei häufig als die "Königsklasse des Tradings" bezeichnet. Im Trading-Seminar jetzt live wird Birger Schäfermeier seine Setups und Strategien zum Handel von US-Futures erklären und live handeln.
Schnell noch reinklicken!
Werbung

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.783,60-9,00
-0,50%
Kupferpreis9.629,50-302,35
-3,04%
Ölpreis (WTI)70,902,61
3,82%
Silberpreis22,81-0,33
-1,44%
Super Benzin1,66-0,00
-0,18%
Weizenpreis290,00-8,75
-2,93%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

Nach Omikron-Schock: DAX schließt mit kleinem Plus -- Twitter-Chef Dorsey tritt zurück -- Moderna arbeitet an Omikron-Impfstoff -- Tesla, BioNTech, SAP, RWE im Fokus

Inflation springt in Deutschland im November über 5 Prozent. British Airways fliegt wieder nach Südafrika. BASF gewinnt Engie langfristig als Lieferant für erneuerbaren Strom. Infineon erwirbt Zulieferer Syntronixs Asia. Euroraum-Wirtschaftsstimmung trübt sich im November ein. AUDI-Joint-Venture in China verzögert sich.
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

Wie bewerten Sie die Verhandlungsergebnisse und künftigen Pläne der Ampelkoalition?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln