23.12.2016 08:46

Rohstoffpreise haben 2016 die Talsohle durchschritten

Hoffnung für 2017: Rohstoffpreise haben 2016 die Talsohle durchschritten | Nachricht | finanzen.net
Hoffnung für 2017
Folgen
Der jahrelange Preisverfall für Rohstoffe hat im Jahr 2016 sein Ende gefunden.
Werbung
Zum Jahresbeginn hatte der Preisindex für Rohstoffe, den das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut HWWI ermittelt, noch den niedrigsten Stand seit zwölf Jahren erreicht. Das lag auch am Ölpreis, der ungefähr gleichzeitig seinen Tiefpunkt markierte und im Gesamtindex einen beträchtlichen Anteil hat. Aber auch die Preise für Industrie- und Agrarrohstoffe lagen im Januar am Boden. Seitdem haben sich die Preise deutlich erholt.
Werbung
Öl, Gold, alle Rohstoffe mit Hebel (bis 30) via CFD handeln (schon ab 100 €)
Partizipieren Sie an Kursschwankungen bei Öl, Gold und anderen Rohstoffen mit Hebel und kleinen Spreads! Mit nur 100 Euro können Sie durch einen Hebel mit der Wirkung von 3.000 Euro Kapital handeln.
Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.

Nicht nur Öl und Gas wurden in diesem Jahr wieder teurer, sondern auch Rohstoffe wie Eisenerz, Metalle wie Kupfer, Aluminium oder Zinn und Agrargüter wie Kaffee und Kakao. So stieg zum Beispiel der HWWI-Preisindex für Nahrungs- und Genussmittel im Laufe des Jahres von 92 auf 105, für Agrarrohstoffe von 89 auf 105, für Industrierohstoffe von 83 auf 110 und für Eisenerz und Stahlschrott von 74 auf 125. Allein der Eisenerzpreis verdoppelte sich innerhalb eines Jahres von 40 auf 80 Dollar je Tonne.

Die Märkte wurden von dieser Entwicklung teilweise überrascht und hatten den Aufschwung in dieser Form nicht erwartet. Nun hat jeder Rohstoff seinen eigenen Markt und spezielle Faktoren auf der Angebot- und Nachfrageseite, die bei der Preisfindung eine Rolle spielen. Doch in vielen dieser Märkte spielte ein Überangebot eine Rolle, beflügelt durch einen Investitionsboom zu den Zeiten hoher Rohstoffpreise. "Die Zyklen an den Rohstoffmärkten sind lang", heißt es in einer Analyse der Deka-Bank.

Nun wendet sich das Blatt. In den vergangenen fünf Jahren haben die Rohstoffkonzerne kaum in die Erschließung neuer Vorkommen investiert. Die Investitionslücke macht sich nun in einem schwächeren Angebot bemerkbar. Die Nachfrage steigt aber dennoch weiter, so dass Angebot und Nachfrage sich langsam wieder annähern. Für 2017 erwarten die meisten Marktbeobachter und Analysten eine weitere Stabilisierung der Rohstoffmärkte, aber nicht unbedingt einen ähnlich ausgeprägten Preisanstieg wie in diesem Jahr. Viel hängt davon ab, wie sich die Weltkonjunktur entwickelt.

Der Verbraucher in Deutschland muss die Rohstoffe mitbezahlen, denn sie stecken in jedem Industrieprodukt. Bislang haben sich die steigenden Rohstoffpreise aber nicht in einer höheren Inflationsrate bemerkbar gemacht. Zum einen machen die Rohstoffkosten nur einen überschaubaren Anteil an den Endverbraucherpreisen aus. Und zum anderen sind sie immer noch deutlich niedriger wie noch vor einigen Jahren./egi/DP/zb

HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: meepoohfoto / Shutterstock.com, Visual3Dfocus / Shutterstock.com
Werbung

Die beliebtesten Rohstoffe

Goldpreis1.928,800,72
0,04%
Kupferpreis9.345,3587,50
0,95%
Ölpreis (WTI)79,41-1,71
-2,11%
Silberpreis23,590,00
0,00%
Super Benzin1,790,01
0,28%
Weizenpreis285,75-2,25
-0,78%

Edelmetalle: Münzen und Barren

  • Gold
  • Silber

Heute im Fokus

Berichtssaison nimmt Fahrt auf: DAX geht kaum verändert ins Wochenende -- US-Börsen schließen im Plus -- Intel erleidet Gewinn- und Umsatzeinbruch -- Visa, Chevron, Mercedes-Benz, LVMH im Fokus

Ford ruft rund 462.000 Autos wegen mangelhafter Kameras zurück. Großaktionär stoppt Gespräche über Anteilsverkauf an PNE. Siemens Energy-Aktie: Wasserstoffallianz zwischen Deutschland und Australien. Schwelender Handelsstreit mit den USA: China hat den Ton verschärft. Lufthansa und Rom unterschreiben Absichtserklärung für Ita-Einstieg - Überprüfung von Firmensitz.

Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

Umfrage

In Deutschland wird über eine mögliche Lieferung von Leopard-Panzern an die Ukraine diskutiert. Wie ist Ihre Meinung dazu?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln