17.05.2021 22:34

Nach neuem Rekordhoch: Analyst hält Kupfer für "das neue Öl"

Nachfrageboom: Nach neuem Rekordhoch: Analyst hält Kupfer für "das neue Öl" | Nachricht | finanzen.net
Nachfrageboom
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Eine hohe Nachfrage nach Kupfer und ein zu geringes Angebot haben den Preis für das rote Metall jüngst auf ein neues Rekordhoch getrieben. Laut Experten ist das Ende der Fahnenstange bei der Rohstoffrally aber noch längst nicht erreicht.
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• Kupferpreis klettert auf Allzeithoch
• Nachfrage durch gefragte Branchen abgedeckt
• Angebotsschwankungen wirken sich auf Kurs aus
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Wirtschaftliche Erholung hebt Kupfer auf Rekordhoch

Mit einem Fortschreiten der weltweiten Impfkampagne zeigt sich der Optimismus am Markt derzeit auch an den Rohstoffpreisen. Besonders der Kupferpreis gilt als Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft. Erst kürzlich kletterte der Kurs etwa auf ein neues Allzeithoch. Der Boom des roten Metalls hängt laut der Deutschen Presse-Agentur mit einer starken Nachfrage zusammen, die auf zuversichtliche Erwartungen an eine baldige Erholung der Wirtschaft nach der Krise zurückzuführen ist. Aber auch die Tatsache, dass das Angebot an dem Rohstoff dem Bedarf aktuell nicht gerecht wird, treibt den Preis in die Höhe. Besonders China gehört zu den Abnehmern von Kupfer. Aufgrund der Pandemie kommt es dabei zu Lieferverzögerungen, aber auch die Auswirkungen der Blockade des Suezkanals vor wenigen Wochen sind nach wie vor spürbar.

Hohes Potenzial: Kupfer ist das neue Öl

Nicht nur profitiert die Kupfernachfrage von einer allgemeinen wirtschaftlichen Erholung, auch der Trend um wachsende Branchen treibt die Preise laut "CNBC" ihn die Höhe. So wird Kupfer etwa für Batterien in Elektrofahrzeugen sowie für die Halbleiterherstellung benötigt. Aber auch durch einen schwachen US-Dollar sowie den zunehmenden Trend zu mehr Nachhaltigkeit steigt der Kupferpreis, glaubt auch Livermore Partners-Gründer David Neuhauser. "Ich denke, dass Kupfer das neue Öl ist und ich denke, dass Kupfer in den nächsten fünf bis zehn Jahren mit dem Potenzial für 20.000 US-Dollar pro Tonne enorm aussehen wird", so der Hedgefondsmanager gegenüber "CNBC". "Wir denken, dass es einige sehr solide Small-Cap-Unternehmen gibt, die ein massives Produktionspotenzial haben, und die Bewertungen sind attraktiv, und Livermore könnte eine großartige Kapitalrendite erzielen."

Rückgang der Lagerbestände bis 2022

Auch Bank of America-Analyst Michael Widmer glaubt, dass der Bedarf an Kupfer momentan mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft zusammenhängt. "Damit verbunden prognostizieren wir Defizite im Kupfermarkt und einen weiteren Rückgang der Lagerbestände in diesem und im nächsten Jahr", erklärt der Stratege gegenüber "CNBC". "Angesichts der Tatsache, dass sich die Lagerbestände nahe dem Knackpunkt befinden, an dem sich die Spannen heftig bewegen können, besteht das Risiko, dass die Backwardation zunimmt, angetrieben durch eine Rally der naheliegenden Preise." So glaubt der Experte, dass Kupfer zu einem höheren Preis gehandelt werden könnte als durch den Futures-Markt für den Rohstoff abgedeckt ist.

Zwischen Defizit und Entspannung - hohe Volatilität voraus

Ein Ende der derzeitigen Rally scheint zunächst nicht in Sicht. In den nächsten Jahren könnte der Kupferpreis auf 13.000 US-Dollar steigen, glaubt der Analyst der Großbank. Nachdem bei dem Rohstoff noch bis einschließlich nächstes Jahr mit einem Angebotsdefizit gerechnet werden muss, könne der Markt 2023 und 2024 wieder ins Gleichgewicht kommen. Ab 2025 könnte sich die Nachfrage nach dem Metall aber wieder erhöhen, glaubt Widmer. So prognostiziert er gegenüber "CNBC" neue Lieferengpässe. "Falls unsere Erwartung bezüglich eines erhöhten Angebots an Sekundärmaterial, was einen intransparenten Markt darstellt, nicht eintritt, könnten die Lagerbestände innerhalb der nächsten drei Jahre aufgebraucht sein, was zu noch heftigeren Preisausschlägen führen könnte, die das rote Metall über 20.000 US-Dollar je Tonne bringen könnten", so der Experte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Shchipkova Elena / Shutterstock.com, Arcady / Shutterstock.com

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