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04.08.2020 17:30

Aluminium: Warum der Aluminium-Preis niedrig bleibt

Zu schnell, zu viel: Aluminium: Warum der Aluminium-Preis niedrig bleibt | Nachricht | finanzen.net
Zu schnell, zu viel
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China produziert Aluminium auf Rekordniveau. Die Nachfrage kann damit nicht Schritt halten. Das spricht für niedrigere Preise.
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von Julia Groß, Euro am Sonntag

China fährt mit Volldampf voraus: Das Land, in dem die Corona- Pandemie ihren Ursprung nahm, hat die Einschränkungen von Wirtschaft und Privatleben als Erstes hinter sich gelassen und steuert nun auf Erholungskurs. Im zweiten Quartal lag das Bruttoinlandsprodukt um 3,2 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Während zwar der Konsum der Chinesen noch nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt ist, stehen in der Industrie offenbar alle Ampeln auf Grün. Die Produktion stieg im Juni um 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der amtliche Einkaufsmanagerindex für Juni kletterte auf 50,9 und übertraf damit die Erwartungen der Volkswirte. Werte über 50 signalisieren Wachstum.

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Das macht sich auch auf dem Rohstoffmarkt deutlich bemerkbar. Stahlhütten liefen im Juni mit einer Auslastung von 92 Prozent, die Preise für Industriemetalle wie Nickel, Kupfer, Eisenerz und Aluminium haben scharf angezogen. Es ist ein selbstverstärkender Mechanismus: Die höhere Nachfrage der Industrie lässt die Preise steigen, was wiederum die Produktion attraktiver macht.

Besonders die Herstellung von Stahl und Aluminium läuft auf Hochtouren. Das nationale chinesische Statistikbüro meldet für Juni die Rekordmenge von durchschnittlich 100.667 Tonnen Aluminium pro Tag. Im ersten Halbjahr hat China 1,7 Prozent mehr produziert als im ersten Halbjahr 2019.

Export auf niedrigem Niveau

Für das Gesamtjahr erwartet das staatliche Research-Institut Antaike sogar eine um vier Prozent höhere Aluminiumproduktion, nachdem allein im Juni Schmelzen mit einer Kapazität von rund 300.000 Tonnen jährlich in Betrieb genommen wurden. "Damit produziert China aber klar über Bedarf", sagt Daniel Briesemann, Rohstoffanalyst der Commerzbank. In anderen Ländern erholt sich die Wirtschaft jedoch zögerlicher, sodass sie wenig Aluminium kaufen. Das zeigt etwa die physische Aluminiumprämie in Japan, dem größten Importeur des gesamten asiatischen Raums. Sie liegt so niedrig wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Nicht überraschend fielen Chinas Exporte des Leichtmetalls im Juni denn auch auf den niedrigsten Stand seit 16 Monaten. "Der Aluminiumpreis ist daher unserer Meinung nach zu hoch", sagt Briesemann.

Auf eine Korrektur zu setzen ist dennoch ein riskantes Unternehmen. Der Aufwärtstrend ist trotz kleinerer Rücksetzer noch intakt und stark spekulativ getrieben. Wer das Risiko nicht scheut, kann einen Put der DZ Bank (ISIN: DE 000 DDX 68Q 8) auf den September-Aluminium-Future kaufen. Die Laufzeit endet am 2. September. Steigt der Aluminiumpreis bis dahin über 1.800 Dollar pro Tonne, verfällt der Schein wertlos. Der Hebel beträgt 9,9.


Bildquellen: Gemenacom / Shutterstock.com, ekipaj / Shutterstock.com

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