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19.06.2019 17:30
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Optionsscheine: Keine Angst vor Bären

Euro am Sonntag-Zerti-Tipps: Optionsscheine: Keine Angst vor Bären | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Zerti-Tipps
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Wer sich gegen fallende Kurse absichern möchte, kann mit Put-Papieren jetzt günstig einsteigen.
€uro am Sonntag
von Gian Hessami, Euro am Sonntag

Die Börse ist keine Einbahnstraße. So ist der DAX im Mai um fünf Prozent gefallen - es war der schwächste Mai seit sieben Jahren. Angesichts des zugespitzten Handelskonflikts und der geopolitischen Spannungen kann sich so eine Schwächeperiode leicht wiederholen.

Vor künftigen Kurseinbrüchen können sich Anleger mit Put-Optionsscheinen schützen. In fallenden Märkten steigt deren Kurs überproportional. Anleger können sich mit ihnen sogar doppelt gegen eine Börsenschwäche absichern: Denn der Wert dieser Hebelpapiere steigt nicht nur durch einen Kursrückgang, sondern auch wegen des damit üblicherweise einhergehenden Anstiegs der Schwankungen (Volatilität) an den Börsen. Deshalb spielen Put-Optionsscheine ihre Stärken besonders bei heftigen Kursrückschlägen aus.

Gerade ist die Gelegenheit günstig. Im Zuge der jüngsten Kurserholung Anfang Juni sind Put-Optionsscheine wieder preiswert geworden. Das liegt neben der Zwischenhausse zusätzlich daran, dass sich die erwartete (implizite) Volatilität verringert hat. Fällt sie, reduziert sich auch der Optionsscheinpreis.

VDAX-New misst Volatilität


Umgekehrt steigt der Preis eines Puts, wenn die Bewegungen am Markt zunehmen. Grund dafür ist, dass sich die Gewinnchancen bei anziehender Volatilität erhöhen und bei sinkender Schwankungsbreite verringern. Deshalb sind in einem schwankungsärmeren Umfeld wie derzeit Put-Optionsscheine günstig.

Kursanstieg und gleichzeitiger Volatilitätsrückgang bieten also gute Einstiegsgelegenheiten zur Absicherung. Das bedeutet: Anleger rüsten sich sehr preiswert für Kurseinbrüche und unruhige Zeiten.

Der VDAX-New-Index, der die erwartete Schwankungsbreite des DAX für die nächsten 30 Tage misst, notiert aktuell bei 16 Punkten. Zum Vergleich: Nach dem schlechten Börsenjahr 2018 hatte das Angstbarometer am Jahresende noch bei 23 Punkten gestanden.

Für Anleger, die von zurückgehenden DAX-Kursen profitieren möchten, eignet sich zum Beispiel der Put-Schein der Deutschen Bank (ISIN: DE 000 DL2 ACY 3). Bei einem Bezugsverhältnis von 1 : 100 und einem Basispreis von 12.000 Punkten kostet er 6,52 Euro.

Das Papier läuft bis Februar 2020 und hat einen Hebel von 18. Um am Laufzeitende in die Gewinnzone zu kommen, muss der DAX unter der Marke von 11.348 Punkten notieren (12.000 - 652). Steht der DAX am Ende auf oder über 12.000 Punkten, ist der gesamte Kapitaleinsatz verloren. Optionsscheinrechner zeigen: Verdoppelt sich die Schwankungsbreite bei ansonsten gleichbleibenden Parametern, würde dieser Put-Schein 13,00 Euro kosten - und sich damit verdoppeln.







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Bildquellen: Ilkin Zeferli / Shutterstock.com, Victor Moussa / Shutterstock.com

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