Bewertungswahlrechte

Bewertungswahlrechte - Definition

Gesetzlich zulässige Entscheidungsspielräume, die die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden mit unterschiedlich hohen Werten zulassen. Ihre zweckentsprechende Ausübung stellt zusammen mit den Bilanzierungswahlrechten ein Instrument der Bilanzpolitik dar. Zu wesentlichen im HGB explizit genannten Bewertungswahlrechten (Abbildung B-7). Darüber hinaus bestehen eine Reihe von Ermessensspielräumen (sog. Implizite Wahlrechte) bei der Wertermittlung. Hierzu zählen z. B. die Bestimmung von Nutzungsdauern oder die Ermittlung des Erfüllungsbetrags von Rückstellungen. Dieser Betrag ist nicht objektivierbar. Nach IFRS und vor allem nach US-GAAP bestehen insgesamt betrachtet weniger explizite Bewertungswahlrechte, d. h. die Höhe der Wertansätze ist insofern eindeutiger definiert. Allerdings ergeben sich auch nach IFRS und US-GAAP umfangreiche Ermessensspielräume.

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Wesentliche Bewertungswahlrechte nach HGB (Abb. B-7)
Abbildung B-7: Wesentliche Bewertungswahlrechte nach HGB Abb. B-7: Wesentliche Bewertungswahlrechte nach HGB

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Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015
www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/bewertungswahlrechte/9

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