Kalkulatorische Wagnisse

Kalkulatorische Wagnisse - Definition

Für nicht versicherbare Einzel- und Gesamtrisiken des Unternehmens ansetzbare Kalkulatorische Kosten, die im Sinne von Anderskosten und nicht Zusatzkosten (Aufwand) über die Erhöhung der kalkulierten Preise zu verdienten Reserven für die Fälle bei Risikoeintritt dienen sollen. Allgemeine Unternehmerwagnisse resultieren beispielsweise aus Konjunkturzyklen, Nachfrageverschiebungen oder dem technischen Fortschritt, während spezielle Einzelwagnisse als Bestandswagnis (z. B. Schwund), Anlagenwagnis (z. B. Verkürzung der Nutzungsdauer), Gewährleistungswagnis (z. B. Reklamationen und dadurch Nachbesserungen und Reparaturen) oder insbesondere das Debitorenwagnis (Forderungsausfälle) vorkommen. Insbesondere im Rahmen der allgemein abnehmenden Zahlungsmoral ist der Ansatz eines kalkulatorischen Wagnisbetrags für den Fall uneinbringlicher Forderungen zunehmend notwendig. In der Regel ergibt sich ein so genannter Wagnissatz aufgrund der Erfahrungswerte vergangener Wagnisverluste.

SCHNELLSUCHE

Ähnliche Begriffe und Ergebnisse

Für wissenschaftliche Arbeiten

Quelle & Zitierlink

Um diese Seite in einer wissenschaftlichen Arbeit als Quelle anzugeben, können Sie folgenden Link verwenden, um sicherzustellen, dass sich der Inhalt des Artikels nicht ändert.

Schneck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 9. Auflage, München 2015
www.finanzen.net/wirtschaftslexikon/kalkulatorische-wagnisse/9

Versionen dieses Artikels

Falls für diesen Artikel mehrere Versionen verfügbar sind, können Sie eine Version auswählen, die Sie verwenden möchten.

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln