DAX nach EZB-Zinsentscheid im Abwärtsmodus: KI-Boom und Zahlenflut im Blick

Am Donnerstag schlägt der DAX abermals den Weg nach unten ein. Im Fokus steht die sich fortsetzende Bilanzsaison in Deutschland sowie der Zinsentscheid der EZB.
Der DAX verbuchte zur Startglocke einen Aufschlag von 0,02 Prozent auf 24.607,47 Punkte. Danach hielt er sich zunächst an der Nulllinie, fällt inzwischen aber in den roten Bereich und baut die Verluste noch aus.
Der letzte DAX-Rekord
Am 13. Januar hatte der DAX bei 25.507,79 Punkten ein Allzeithoch markiert und damit erstmals in seiner Geschichte die Schwelle von 25.500 Punkten überschritten. Letztlich war er an diesem Tag bei 25.420,66 Zählern in den Feierabend gegangen, was einen neuen Rekord auf Schlusskursbasis bedeutete.
Wartestellung
Am deutschen Aktienmarkt wird am Donnerstag zunächst mit wenig Bewegung gerechnet. Anleger gehen abwartend in den Tag, während die Lage an den Metallmärkten angespannt bleibt. Nach einer DAX-Erholung am Montag war aktienseitig in den vergangenen beiden Handelstagen aber klar geworden, dass die Rückkehr der Risikobereitschaft auf sich warten lässt. Zu den 25.000 Punkten bleibt der Leitindex damit auf Abstand.
Alphabet-Zahlen und Bilanzsaison im Fokus
Im Technologiesektor setzte es sich am Vorabend in New York fort, dass neben Gewinnern auch potenzielle Verlierer ausgelotet wurden. Dies gilt es nun neu zu bewerten, nachdem die Google-Mutter Alphabet nach US-Börsenschluss gewaltige KI-Investitionen ankündigte. Hierzulande hat die Berichtssaison am Donnerstag Zahlen von Aurubis, RATIONAL und Siemens Healthineers zu bieten. Am späten Abend folgt der US-Handelsriese Amazon mit seinem Quartalsbericht.
Was die geopolitischen Krisenherde betrifft, gibt es am Donnerstag keine großen Fortschritte zu berichten. Der Iran will an diesem Freitag nach eigenen Angaben mit den USA neue Verhandlungen beginnen. Gespräche zwischen der Ukraine und Russland sollen am Donnerstag weitergehen.
EZB tastet Leitzins nicht an
Eine überraschende Wende blieb aus: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat nach ihrer ersten Sitzung im Jahr 2026 den Leitzins unverändert belassen. Der für Sparer und Banken wichtige Einlagenzins beträgt weiterhin 2,0 Prozent - zuletzt hatten die Währungshüter den Leitzins im Juni angepasst.
US-Arbeitsmarkt: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe kräftig gestiegen
Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 31. Januar deutlich zugelegt. Im Vergleich zur Vorwoche stieg die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 22.000 auf 231.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten einen Anstieg auf 212.000 vorhergesagt.
Redaktion finanzen.net / Dow Jones / dpa-AFX
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