Agravis plant Expansion in Süddeutschland - BayWa-Aktie im Minus

Der gemessen am Umsatz zweitgrößte Agrarhändler in Deutschland, die Agravis Raiffeisen AG, weitet sein Geschäft auf den Süden Deutschlands aus.
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Das Unternehmen werde dabei einen besonderen Fokus auf Bayern und Baden-Württemberg legen, kündigte Unternehmenschef Dirk Köckler bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für 2025 an.
Agravis werde allerdings nur als Partner von Genossenschaften auftreten. "Wir hängen keine Agravis-Fahne auf", sagte der Vorstandschef. Das Kerngebiet der Agravis AG liegt bislang zwischen den Niederlanden und Polen und hat seinen Schwerpunkt im Nordwesten und im Osten Deutschlands.
Auf die Frage, ob das Unternehmen mit Sitz in Münster eine Lücke schließen werde, die der ins Straucheln geratene Marktführer BayWa AG derzeit biete, sagte Köckler: "Das überlasse ich Ihrer journalistischen Auslegung."
Der Mischkonzern BayWa ist derzeit ein Sanierungsfall und hoch verschuldet. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025 hatte BayWa mit Sitz in München einen rückläufigen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro vermeldet.
Die Agravis AG hielt ihren Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr dagegen mit 8,4 Milliarden Euro (2024: 8,5 Milliarden Euro) nahezu konstant. Beim Gewinn vor Steuern legte das Unternehmen mit knapp 7.000 Mitarbeitern im Vergleich zum Vorjahr von 65 Millionen auf 70,1 Millionen Euro zu. Zum Nettogewinn nach Abzug aller Aufwendungen wurden keine Angaben gemacht.
Die BayWa-Aktie notiert im XETRA-Handel am Mittwoch zeitweise 1,40 Prozent tiefer bei 2,82 Euro.
/lic/DP/nas
MÜNSTER (dpa-AFX)
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