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30.08.2018 17:52

Fielmann-Aktie gibt ab: Fielmann verdient wie erwartet weniger

Ausblick bestätigt: Fielmann-Aktie gibt ab: Fielmann verdient wie erwartet weniger | Nachricht | finanzen.net
Ausblick bestätigt
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Höhere Kosten für Material und Personal, Investitionen in die Digitalisierung und Expansion sowie Gegenwind von der Währungsseite haben Fielmann wie erwartet ein schwaches zweites Quartal beschert.
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Deutschlands größte Optikerkette hatte Ende Juni bereits mit vorläufigen Zahlen für das erste Halbjahr den Kapitalmarkt auf einen Gewinnrückgang vorbereitet. Der Hamburger MDAX-Konzern bekräftigte nun aber die Prognose für das Gesamtjahr.

Von April bis Juni sank der Nettogewinn um gut 12 Prozent auf 37,24 (42,38) Millionen Euro. Vor Steuern betrug der Rückgang gut 13 Prozent auf 54,76 (63,04) Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 2,3 Prozent auf 361,6 (353,5) Millionen Euro.

Im Quartal erhöhten sich die Personalkosten, der größte Posten auf der Kostenseite, um 4,7 Prozent auf gut 148 Millionen Euro. Der Materialaufwand legte um knapp 13 Prozent auf 80,44 Millionen Euro zu. Sowohl im Vorjahresquartal als auch im Vorquartal hatte Fielmann hier noch Rückgänge verzeichnet. Nach Angaben des Unternehmens machte sich besonders bei den höheren Materialkosten ein negativer Wechselkurseffekt durch den Schweizer Franken bemerkbar, sowie eine "wetterbedingte Änderung der Abverkaufsstruktur". Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um fast 7 Prozent auf 75,2 Millionen Euro.

Im ersten Halbjahr ging der Nettogewinn um 4,4 Prozent auf 79,5 (83,2) Millionen Euro zurück. Vor Steuern sank er um gut 6 Prozent auf 116,1 Millionen Euro. Der Umsatz betrug 711,5 Millionen Euro, nominal ein Anstieg von 2,3 Prozent, währungsbereinigt um 3,4 Prozent.

Investitionen klettern im Halbjahr auf 31 Millionen EUR

In den ersten sechs Monaten steigerte Fielmann die Investitionen auf 31,0 (26,7) Millionen Euro. Der Konzern eröffnete zwei neue Geschäfte in Italien. Für das zweite Halbjahr sind dort sechs Neueröffnungen geplant, dafür wurden im ersten Halbjahr etwa 2 Millionen Euro an Vorlaufkosten berücksichtigt. Darüber hinaus investierte Fielmann verstärkt in Digitalisierung und den Marktauftritt - dies belastete das Ergebnis mit weiteren rund 2 Millionen Euro. Nochmals 2 Millionen Euro Belastung stammen nach früheren Unternehmensangaben aus der Wechselkursentwicklung des Schweizer Franken zum Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet Fielmann weiterhin einen Vorsteuergewinn auf Vorjahresniveau. Konzernumsatz und Absatz sollen dieselben Wachstumsraten haben wie 2017.

Fielmann erzielt das Gros seines Umsatzes mit Brillen, Hörgeräten und Kontaktlinsen. Im Halbjahr wurden 4,05 (4,01) Millionen Brillen verkauft.

Fielmann-Aktien mit Verlusten

Die Fielmann-Aktien haben am Donnerstag nach der Bekanntgabe endgültiger Halbjahreszahlen unter Verkaufsdruck gestanden. Im Xetra-Handel sank der Kurs der Papiere zum Handelsende um 3,01 Prozent auf 56,40 Euro. Experten sahen in dem Zahlenwerk der Optikerkette zwar kaum Neuigkeitswert, verwiesen aber auf die wetterbedingt eingetrübten Branchenaussichten.

Simon Heilmann, Analyst der Investmentbank Equinet, konnte im endgültigen Zahlenwerk keine relevanten Neuigkeiten entdecken. Den deutlichen Kursrutsch der Aktie am Morgen erklärte er mit zunehmend pessimistischen Erwartungen für das derzeitige operative Geschäft der Brillenbranche. So habe die niederländische Grandvision - in Deutschland mit Apollo Optik vertreten - auf ihrer jüngsten Telefonkonferenz ein schwächeres drittes Quartal in Aussicht gestellt. Denn die wochenlange Hitzewelle in Europa habe viele Kunden von den Filialen ferngehalten. Dies lasse entsprechend negative Rückschlüsse auf das Fielmann-Geschäft in den Sommermonaten zu, sagte Heilmann. Der Analyst beließ seine Einstufung der Aktie auf "Reduce" und bestätigte das Kursziel von 55 Euro.

Auch für Commerzbank-Analyst Oliver Metzger sind die finalen Resultate der Hamburger passend zu den vorab veröffentlichten Daten ausgefallen. Größere Überraschungen habe es von der Optikerkette nicht mehr gegeben, so Metzger. Sein Kollege Thilo Kleibauer vom Analysehaus Warburg Research verwies in einer ersten Reaktion auf ein ziemlich schwaches Wachstum und eine geringe Profitabilität im zweiten Quartal. Mit Blick auf das Gesamtjahr hänge für den Brillenhändler nun viel vom dritten Quartal ab, fügte er hinzu.

FRANKFURT (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: JuliusKielaitis / Shutterstock.com, 360b / Shutterstock.com

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