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23.09.2019 17:11
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Online-Einkauf bar bezahlen: Amazon führt den neuen Dienst "Amazon PayCode" ein

Bar vs. Banking: Online-Einkauf bar bezahlen: Amazon führt den neuen Dienst "Amazon PayCode" ein | Nachricht | finanzen.net
Bar vs. Banking
Online shoppen, bar bezahlen - das möchte Amazon seinen Kunden ermöglichen. In Kooperation mit Western Union geht der Konzern mit einem weiteren Dienst für die "Underbanked" an den Start.
• Amazon führt "Amazon PayCode" ein
• Kunden ohne Bankkonto sollen angesprochen werden
• Dienst geht in Kooperation mit Western Union an den Start

Amazon sieht großes Potenzial in Kunden, die über kein Bankkonto oder eine schlechte Bonität verfügen. Daher hat der Konzern eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um eben dieser Gruppe entgegen zu kommen. Neben "Amazon Cash" und "Amazon Credit Builder", können Amazon-Kunden nun auch von dem neuen Dienst "Amazon PayCode" Gebrauch machen, um ihren Online-Kauf bequem bar zu bezahlen.

Neuer Dienst bereits in 19 Ländern

Ermöglicht wird er durch eine Kooperation mit dem Geldinstitut Western Union. Wer bei Amazon also einen Einkauf tätigen möchte, wählt die gewünschte Bezahlmethode aus, und erhält anschließend einen QR-Code oder einen neunstelligen Zahlencode. Mit diesem muss der Kunde innerhalb von 24 Stunden in eine Western Union-Filiale und kann dort seine Bestellung mit Bargeld bezahlen. Erfolgt die Zahlung nicht innerhalb der vorgegebenen Zeit, wird der Einkauf automatisch storniert. Bei Warenrückgabe erfolgt die Rückzahlung des Bargeldes ebenfalls über eine Western-Union-Filiale.

Den Dienst bietet Amazon weltweit in mittlerweile 19 Ländern an, in denen Kreditkarten oder Bankkonten nicht weit verbreitet sind. Für die Kooperation wurde Western Union ausgesucht, da das Geldinstitut ein dichtes Filialnetz hat und für 80 Prozent der US-Amerikaner in einer Reichweite von unter zehn Kilometer liegt. "Gemeinsam mit Western Union sind wir in der Lage, unseren Kunden größere Einkaufsmöglichkeiten zu bieten und es ihnen zu ermöglichen, den Einkauf in einer für sie bequemen Weise zu bezahlen", wie Ben Volk, Director Payments von Amazon gegenüber CNBC verlautete.

Erste positive Kritik

Amazon PayCode dürfte in den kommenden Wochen in den USA zur Verfügung stehen und auf positive Kritik stoßen. Dies äußerte Konsumentenpsychologin, Peggy Sue Loroz, laut MarketWatch. Vor allem das 24-stündige Zeitfenster erweist sich für Verbraucher als günstig, denn dieses ermöglicht ihnen, sich ihren Einkauf noch einmal durch den Kopf gehen zu lassen und gegebenenfalls noch ohne Weiteres abzulehnen. Vor allem für Verbraucher ohne Bankkonto oder mit geringem Einkommen sei dies eine gute Methode, keine unüberlegten Ausgaben zu tätigen.

Amazon versucht schon seit Jahren, Kunden, die kein Bankkonto oder eine schlechte Bonität haben, entgegen zu kommen. Es wurden zuvor bereits die Dienste Amazon Cash und Amazon Credit Builder eingeführt. Ersteres ähnelt dem Amazon PayCode, allerdings besteht der Unterschied darin, dass man bei Amazon Cash sein Amazon-Guthaben aufladen muss, um bezahlen zu können. Mit dem Amazon Credit Builder sollen Kunden in der Lage sein, gegen eine Kaution einen Kredit aufzunehmen, den sie bei einer herkömmlichen Bank nicht bekommen hätten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Twin Design / Shutterstock.com, Ioan Panaite / Shutterstock.com

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