08.12.2016 17:42

Darum will Snapchat doch schneller an die Börse als gedacht

Blitz-IPO: Darum will Snapchat doch schneller an die Börse als gedacht | Nachricht | finanzen.net
Blitz-IPO
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Der Börsengang des Tech-Giganten Snapchat ist bei Investoren bereits heiß begehrt. Doch warum will Evan Spiegel, der Snapchat-CEO, sein Unternehmen nun doch so schnell an die Börse bringen?
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Im März kommenden Jahres will Snap, wie sich der Konzern hinter Snapchat nennt, an die Börse gehen. Nach einstigen wagen Gerüchten über ein Snap-IPO, zu welchen sich Snapchat-CEO Evan Spiegel nicht konkret äußern wollte, verdichteten sich nun die Anzeichen, dass es 2017 nun doch schon an die Börse gehen soll. Die nötigen Papiere wurden laut Medienberichten bereits bei der US-Börsenaufsicht, der United States Securities and Exchange Commission, kurz SEC, eingereicht. Mit einer Bewertung von 20 Milliarden bis 25 Milliarden US-Dollar, die nebenbei der Marktkapitalisierung der Deutschen Bank gleichzusetzen ist (rund 24 Milliarden Euro), wäre das der größte Tech-Börsenstart seit dem chinesischen Online-Riesen Alibaba. Doch warum soll es nun so schnell gehen?

Snapchat muss keine Details preisgeben

Für das laufende Jahr 2016 peilt Snapchat einen Umsatz von 350 Millionen US-Dollar an. Bereits im Jahr 2017 soll die Milliarden-Marke geknackt werden.
Durch einen Blitzbörsengang im März 2017 kann Snapchat, als Unternehmen welches im laufenden Jahr vorraussichtlich einen Umsatz unter einer Milliarde Dollar erwirtschaftet, das Börsenprospekt bei der zuständigen US-Börsenaufsicht, unter Verschluss einreichen. Erreicht der Konzern die Umsatzziele 2017, wäre der Umsatz von einer Milliarde Dollar ausschlaggebend für eine Veröffentlichung der IPO-Details.

Furcht für Scheitern des Konzerns?

Ob der Snapchat-Gründer Evan Spiegel einem möglichen Umsatzschwund entgegenwirken will bleibt abzuwarten. Konnte der Messenger-Dienst seinen Jahresumsatz im Vergleich zum vergangenen Jahr 2015 doch verdreifachen, würde sich Spiegel mit dem Blitz-IPO auf der anderen Seite die Möglichkeit nehmen, mit einer noch höheren Bewertung aufs Börsenparkett zu springen. Hatte Snapchat doch erst im Oktober diesen Jahres seine Haupteinnahmequelle, die Umsatzgenerierung durch Werbedeals, für autonomisierte Marktplätze von Drittanbietern freigeschaufelt.

Geld für Weiterentwicklung nötig

Doch scheint es, als ob Snapchat bereits weiteres Kapital in die Weiterentwicklung des Unternehmens stecken will. Durch den Verkauf der Snap Spectacle, einer Brillen mit integrierter Kamera, legte der Konzern bereits den Grundstein für die Erschließung neuer Märkte.
Auch muss sich Snapchat mit den stärker werdenden Konkurrenten wie Instagram und Facebook auseinandersetzen. Im Jahr 2013 lehnte der heute 26 Jahre alte Spiegel ein Übernahmeangebot Facebooks im Wert von drei Milliarden US-Dollar ab. Die Antwort des Sozialen Netzwerk-Riesen folgte prompt. Nicht nur mit dem von Facebook auf den Markt gebrachten Messenger-Dienst "Flash", der vor allem in Schwellenländern aufgrund des niedrigeren Datenvolumenverbrauchs Nutzer generieren kann, versucht Facebook-CEO Zuckerberg seinem Konkurrenten den Rang abzulaufen. Auch die Facebook-Tochter Instagram ähnelt in seinen Funktionen deutlich der beliebten Foto-App Snapchat.

Geht möglichen Snapchat-Investoren das Geld aus?

Eine weitere Möglichkeit für das baldige Börsendebüt könnte auch eine schwindende Freigiebigkeit der Investoren sein. Die horrenden Bewertungen der Tech-Startups sind laut Peter Barkow, Gründer des Finanz-Analysehauses Barkow Consulting, "ein Indiz, dass wir uns nahe am Höhepunkt befinden". Weiter nach oben dürfte es dann erst einmal auf unbestimmte Zeit nicht mehr gehen. Ob der Snapchat Gründer durch das Blitz-IPO den Zenit der möglichen Snap-Bewertung abgepasst hat, bleibt jedoch abzuwarten.



Redaktion finanzen.net

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