Chart-Check

Chartanalyse: DAX - Die Ruhe vor dem Sturm

15.04.10 15:35 Uhr

Die amerikanischen Indizes klettern auf immer neue Jahreshochs - der DAX folgt. Doch das Spiel wird nicht ewig gehen. Eine Konsolidierung oder gar Korrektur kommt.

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Indizes

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Analyse-Datum: Donnerstag, 15. April 2010

Diagnose: Am Mittwoch gelang dem DAX ein weiterer Anstieg bis auf 6305 Punkten – ein neues 19-Monatshoch, wenngleich dieses Niveau nicht in den Feierabend gerettet werden konnte. Doch damit negierte der Index die bearish zu interpretierende Kerze vom Montag. Und auch der beschleunigte Aufwärtstrendkanal, der leicht nachjustiert wurde, zeigt sich noch immer intakt.

Auch gestern konnten die großen US-Indizes weiter zulegen und neue Jahresbestmarken erreichen. So notiert der Dow Jones am Mittwoch bereits bei 11.123 Punkten. Auch der S&P 500 strebt kontinuierlich nach oben und schloss den gestrigen Handelstag auf einem neuen Jahreshoch bei 1.210 Zählern. Bei ihm liegt das magische Ziel bei 1225 Zählern, auf das die Anleger schielen. Diese Marke stellt das 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Bewegung zwischen Oktober 2007 und März 2009.

Dax: 6-Monats-Chart.

Prognose:: Grundsätzlich steht einem weiteren Anstieg bis in die Region bei 6400 Punkten nichts im Wege, denn der Trend zeigt sich nach wie vor intakt. Bei der genannten Hürde handelt es sich um das 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung zwischen 2007 bis 2009.

Ungeachtet dessen bleibt die aktuelle Marktverfassung überhitzt. Indikatoren und Kursverlauf entwickeln sich divergent. Eine Konsolidierung oder gar Korrektur wird kommen, wahrscheinlich schon in der nächsten Woche, wenngleich die Indizes in ihrer derzeitigen Übertreibungsphase weiter nach oben streben. Und solange wird auch der DAX seinen Trend fortsetzen. Am Freitag ist einfacher Verfallstag, eine gute Gelegenheit, um Gewinne einzustreichen oder zumindest eng abzusichern.

Ein erster Anlaufpunkt der Konsolidierung sollte die Region bei 6138 Punkten sein, die das Bewegungstief vom 8. April darstellt. In diesem Bereich liegt zudem die 38-Tage-Linie. Sollte die Unterstützung nicht halten, so ist mit dem Test des Januarhochs bei 6094 Zählern zu rechnen. Fällt die Konsolidierung stärker aus, so sollte sie sich bis in die Region des Oktoberhochs bei 5888 Punkten ausdehnen. Im Worst-Case-Szenario sollte dann die noch offene Kurslücke bei 5641/5605 Zählern auf der Agenda stehen. Etwas über diesem Bereich steht aktuell die 200-Tage-Linie als Unterstützung bereit. Anlegern wird geraten, bestehende Long-Positionen auf Grundlage des Ausbruchsniveaus bei 6094 Punkten abzusichern.

von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag

Ziel der Technischen Analyse ist es, aus Kursverläufen künftige Trends vorherzusagen. Die Technische Analystin Karen Szola untersucht an dieser Stelle interessante Aktien und Indizes auf charttechnische Signale und stellt ihre Prognose.

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