16.08.2021 22:06

CureVac-Aktie springt an: CureVac schlägt Umsatzerwartungen - Verbesserte Immunantwort beim Impfstoff

CureVac-Bilanz: CureVac-Aktie springt an: CureVac schlägt Umsatzerwartungen - Verbesserte Immunantwort beim Impfstoff | Nachricht | finanzen.net
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Der Biotechkonzern CureVac hat seine Zahlen für das abgelaufenen zweite Quartal und das erste Halbjahr 2021 präsentiert.
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Der Biotechkonzern CureVac hat seine Bücher für das vergangene zweite Quartal und das erste Halbjahr 2021 geöffnet und dabei die Umsatzerwartungen schlagen.

Im zweiten Jahresviertel verzeichnete das Unternehmen Umsätze von 22,4 Millionen Euro, im Vorjahresquartal hatte CureVac 19 Millionen Euro erlöst. Experten hatten umsatzseitig mit 12 Millionen Euro gerechnet. Auf Halbjahressicht setzte der Konzern 32,4 Millionen Euro um.
Dabei blieb das Tübinger Unternehmen weiter in den roten Zahlen. Der operative Verlust wurde für den Zeitraum von April bis Juni 2021 mit 147,8 Millionen Euro angegeben (Vorjahr: 3,2 Millionen Euro). Im ersten Halbjahr betrug der operative Verlust 263,7 Millionen Euro, nach 26,4 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

Das Biotechunternehmen CureVac macht nach den enttäuschenden Studienergebnissen seines ersten Covid-19-Vakzins Fortschritte bei der Entwicklung eines Impfstoffs der zweiten Generation.

Dieser Impfstoff - den CureVac anders als den ursprünglichen nicht alleine, sondern in Partnerschaft mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline entwickelt - habe in einer präklinischen Studie eine verbesserte Immunantwort und Schutzwirkung gezeigt, teilten die beiden Unternehmen am Montag mit. In der Untersuchung, in der das Vakzin an Affen getestet wurde, habe der Impfstoff zudem eine stärkere Antikörperneutralisierung aller ausgewählter Virusvarianten erreicht, darunter auch der hochansteckenden Delta-Variante.

Voraussichtlich im vierten Quartal wollen CureVac und GlaxoSmithKline den Impfstoff nun in die klinische Erprobung am Menschen bringen. CureVac-Aktien legten zu und notierten rund acht Prozent fester. Das Tübinger Biotechunternehmen hatte im Februar eine Partnerschaft mit GlaxoSmithKline zur Entwicklung eines verbesserten COVID-19-Impfstoffs der nächsten Generation vereinbart, der sich gegen die aufkommenden, ansteckenderen Virusvarianten richten soll. Die 150-Millionen-Euro schwere Kooperation baut auf dem bestehenden Impfstoff von CureVac auf. Dieser erzielte in der entscheidenden klinischen Studie, deren Ergebnisse im Juni veröffentlicht wurden, aber nur eine Gesamt-Wirksamkeit von 48 Prozent.

CureVac hat das Vakzin allerdings nicht abgeschrieben und hofft auf eine Einsatzmöglichkeit bei unter 60-Jährigen, bei denen eine Wirksamkeit von 53 Prozent gegen eine Erkrankung jeglichen Schweregrades und von 77 Prozent gegen moderaten und schweren Krankheitsverlauf beobachtet wurde. "Wir bekräftigen unsere Absicht, die behördliche Zulassung bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur zu beantragen und übermitteln derzeit umfassende klinische Daten an die Agentur", sagte Vorstandschef Franz-Werner Haas.

Das macht die CureVac-Atkie

Eine erste, womöglich nachhaltigere Erholung könnte nun bei den Aktien in Gang kommen. Immerhin haben die Anteile des Unternehmens, das sich aktuell von einem Wissenschaftsbetrieb in eine kommerzielle Biopharma-Firma wandelt, Anfang August wieder die 21-Tage-Linie übersprungen. Diese gleitende Linie signalisiert charttechnisch interessierten Anlegern den kurzfristigen Trend. Nun nähert sich das Papier wieder deutlich der 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die bei rund 65,50 Dollar liegt.

Grund der Anlegerfreude ist die Mitteilung der Tübinger von diesem Montag, dass ihr Corona-Impfstoffkandidat der zweiten Generation ( CV2CoV) eine verbesserte Immunantwort und Schutzwirkung in einer präklinischen Studie an nichtmenschlichen Primaten gezeigt hat. Das gilt dem Unternehmen zufolge sowohl für den ursprünglichen SARS-CoV-2-Virusstamm als auch gegenüber den Beta- und Delta-Varianten sowie der Lambda-Variante.

"CureVac hat mit der heutigen Meldung neue Hoffnung unter den Investoren geschürt", fasste Marktexperte Andreas Lipkow von comdirect die Stimmung zu den Aktien der Tübinger zusammen. Nachdem der "Anschluss an den ersten Impfzug verpasst" worden sei, gebe es nun neue Zuversicht, dass mit der zweiten Corona-Impfstoffgeneration und auch der Verstärkung des Vorstandes der neue Versuch erfolgreich sein könnte.

CureVac hatte zuvor nicht nur Aussagen zum neuen Impfstoffkandidaten gegen COVID-19 gemacht. Auch die Finanzergebnisses des zweiten Quartals wurden veröffentlicht und die Ernennung von Malte Greune zum Chief Operation Officer und Klaus Edvardsen zum Chief Development Officer bekannt gegeben.

"Es ist für ein rein wissenschaftliches Unternehmen nicht leicht, in wenigen Monaten zu einem kommerziell ausgerichteten Unternehmen heranzureifen", so Lipkow. Das habe sich in der Kommunikation und auch der Impfstoffentwicklung gezeigt. "Und die Finanzmärkte verzeihen nicht. Sie haben grundsätzlich hohe Ansprüche an die Unternehmen. Das musste auch CureVac in den vergangenen Handelsmonaten erfahren." Daher müssten die Tübinger nun zeitnah liefern, um nicht weiteres Vertrauen der Investoren zu verspielen. Die an der NASDAQ gelistete CureVac-Aktie notierte schlussendlich um 4,27 Prozent fester bei 61,31 US-Dollar an, nachdem es anfänglich noch deutlicher nach oben ging.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

Bildquellen: Matthias Hangst/Getty Images

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