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19.10.2019 08:00
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Wirecard-Aktie: Sonderprüfung gefordert

Euro am Sonntag: Wirecard-Aktie: Sonderprüfung gefordert | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag
Investoren verlangen ein externes Gutachten beim Aschheimer Zahlungsabwickler Wirecard. Vorstandschef Markus Braun weist alle Vorwürfe zurück.
€uro am Sonntag
von W. Ehrensberger, Euro am Sonntag

Nach erneuten Betrugsvorwürfen durch die "Financial Times (FT)" und heftigen Kursturbulenzen fordern Investoren und Aktionärsvertreter Wirecard auf, Einblick in seine Bücher zu gewähren. "Wir verlangen vom Unternehmen eine externe Sonderprüfung, anders lassen sich die Vorwürfe nicht mehr aus der Welt räumen", sagte die Vizechefin der Aktionärsvereinigung DSW, Daniela Bergdolt, gegenüber €uro am Sonntag.

Die Ergebnisse sollten transparent gemacht, publiziert und auch für Anleger zugänglich gemacht werden, so Bergdolt. "Die Sonderprüfung sollte von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer durchgeführt werden. Die bislang für Wirecard tätige Gesellschaft EY (Ernst & Young) kommt dafür nicht infrage."

Auch die Fondsgesellschaften Union Investment und Deka würden eine Sonderprüfung unterstützen, heißt es. In diesem Zusammenhang müsse auch EY von seiner Verschwiegenheitspflicht befreit werden, um zur Aufklärung beizutragen. Ähnliche Forderungen kamen von Analysten wie Nooshin Nejati von der Deutschen Bank.

Wirecard hatte die in der "FT" bereits am Dienstag erhobenen Vorwürfe künstlich aufgeblähter Umsätze bei Auslandstöchtern in einem ausführlichen Statement zurückgewiesen. Nach dem Bericht war die Wirecard-­Aktie bis zu 23 Prozent auf bis zu 107,80 Euro eingebrochen. Bis zum Freitag blieb sie unter Druck und notierte zuletzt bei 116 Euro. Bereits im Frühjahr hatte die "FT" über Bilanzunregelmäßigkeiten bei Wirecard in Singapur berichtet. Nach Untersuchungen musste der DAX-Konzern einräumen, dass Geschäfte in Singapur falsch verbucht wurden, aber in deutlich geringerem Umfang als vorgeworfen.

Vorwürfe "fundiert"


Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-afx sagte Wirecard-­Chef Markus Braun, die neuen Vorwürfe seien "sub­stanzlos und falsch". "Alle Geschäftsbeziehungen, die in unseren Abschlüssen verbucht wurden, sind authentisch." Forderungen nach einer Sonderprüfung lehnt das Unternehmen ab. Braun ist mit sieben Prozent der größte Aktionär des Unternehmens.

DSW-Sprecherin Bergdolt hält dagegen die Darstellung in der Zeitung für richtig: "Die in der ,FT‘ erhobenen Vorwürfe erscheinen fundiert. Immerhin basieren sie auf echten Zahlen des Unternehmens und internen Mails, die mit offengelegt wurden. Leider passt das ins Bild des Unternehmens, wie es sich seit einiger Zeit bietet." Wirecard müsse sich fragen lassen, was das Unternehmen aus den Attacken und Kursturbulenzen im Frühjahr gelernt habe, "gerade was Compliance, Corporate Governance und interne Kontrollsysteme angeht". Defizite sieht Bergdolt auch bei der Arbeit des Aufsichtsrats von Wirecard: "Der Aufsichtsratsvorsitzende muss jetzt klarstellen, wie es um die Kontrolle bei ­Wirecard bestellt ist."


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