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21.11.2018 20:16
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Die besten Cannabis-Aktien für 2019

Hanf im Depot: Die besten Cannabis-Aktien für 2019 | Nachricht | finanzen.net
Hanf im Depot
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Die zurückliegenden Rücksetzer im Cannabis-Sektor bieten spekulativen Investoren nun aussichtsreiche Einstiegsmöglichkeiten. Doch welche Produzenten könnten nächstes Jahr so richtig durchstarten?
Die zurückliegende Berichtssaison der kanadischen Cannabis-Unternehmen sorgte bei vielen euphorischen Investoren für herbe Enttäuschungen. Zwar konnten die Konzerne gewaltige Umsatz- und Gewinnzuwächse verbuchen, jedoch wurden von vielen Analysten noch bessere Ergebnisse erwartet. Wie in jedem wirtschaftlichen Hype-Zyklus folgte auf den Gipfel der überzogenen Erwartungen auch in der Cannabisbranche das tiefe Tal der Enttäuschung.

Der Hanf-Trend steht noch am Anfang

Trotz dem massiven Abverkauf im Sektor und der enorm hohen Volatilität, sollten sich Anleger vor Augen halten, dass der Trend um die Hanfpflanze gerade erst begonnen hat. Die Legalisierungsbestrebungen in verschiedenen US-Bundesstaaten und diversen Ländern der Erde sind gerade erst im Gange. So erfolgte auch in Kanada erst Mitte Oktober 2018 eine komplette Legalisierung für das grüne Kraut.

Solides Investment?

Eine der wohl bekanntesten und populärsten Cannabis-Firmen aus Kanada ist Aurora Cannabis. Mit einer Marktkapitalisierung von 6,21 Milliarden US-Dollar zählt der Konzern zu den größten Produzenten aus der Branche. Obwohl der Aktienkurs von Aurora von seinem Jahreshoch von 12,53 US-Dollar nun schon über 50 Prozent entfernt ist, zählt die Aktie zu den aussichtsreichsten Marihuana-Investments.

Beneidenswerte Margen

Mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 8,39 US-Dollar pro Gramm und Kosten in Höhe von durchschnittlich 1,90 US-Dollar pro Gramm, erzielt der Konzern eine beneidenswerte Marge. Des Weiteren kann der Konzern eine Umsatzsteigerung in Höhe von 260 Prozent im Vergleich zum Vorjahr vorweisen. Sollte dieses rasante Wachstum auch 2019 weiter anhalten, dürfte auch die Aurora Cannabis-Aktie wieder Rückenwind bekommen. Investoren, die an ein neues Allzeithoch bei Aurora glauben, setzten bei einem Kurs von aktuell rund 6 US-Dollar pro Aktie auf eine 100-prozentige Kursexplosion.

Der IPO-Rausch des Jahres

Mit einer ambitionierten Marktkapitalisierung von rund 28 Milliarden US-Dollar sorgte 2018 auch der Cannabis-Produzent Tilray für aufsehen. Die Aktie des kanadischen Pharma- und Cannabis-Unternehmens schoss innerhalb von vier Wochen nach dem Börsengang von 25 US-Dollar auf bis zu 300 US-Dollar.

Millionenverlust und Milliardenbewertung

Der kanadische Konzern konnte den hohen Markterwartungen jedoch nicht gerecht werden. Gegenwärtig bringt es Tilray nur noch auf knapp 100 US-Dollar pro Aktie und eine Marktkapitalisierung von 8,45 Milliarden US-Dollar. Die an der NASDAQ gelistete Firma fuhr im vergangenen Quartal einen Nettoverlust von 18,7 Millionen US-Dollar ein und somit 16,9 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum.

"Die Cannabisbranche ist nach wie vor sehr robust und wir sind mit unseren strategischen Erfolgen im dritten Quartal zufrieden", so der Tilray-CEO Brendan Kennedy. Anleger, die von den Quartalsergebnissen nicht ganz so überzeugt sind wie Kennedy, sollten besser auf die alte und neue Nummer eins am Cannabismarkt schauen.

Die Nummer eins im Sektor

Canopy Growth ist die nach Marktkapitalisierung größte Cannabis-Firma der Welt. Mit einem gegenwärtigen Aktienkurs von 32,50 US-Dollar bringt es der Konzern auf eine Marktkapitalisierung von knapp 12 Milliarden US-Dollar. Grund für den hohen Marktwert des Konzerns ist eine 4 Milliarden US-Dollar Aktieninvestition vom Bierbrauer Constellation Brands.

Kooperationen könnten auch 2019 für Überraschungen sorgen

Der Hersteller von Modelo und Corona erschließt sich durch die strategische Beteiligung an Canopy Growth einen Wachstumsmarkt, welcher bald auch auf die Getränkeindustrie überschwappen könnte. Gerüchte über eine derartige Zusammenarbeit soll es laut Bloomberg auch zwischen Coca-Cola und Aurora geben. Entsprechende Kooperationen oder Beteiligungen zwischen der Getränke- oder Tabakindustrie und der Cannabisbranche könnten somit auch im Jahr 2019 für neue Überraschungen sorgen.

Wachstumspotenzial in Deutschland

Für die kanadischen Cannabis-Konzerne bietet der europäische Kontinent und insbesondere Deutschland enormes Potenzial. Aufgrund dieser Tatsache streben die großen Player der Szene eine starke Positionierung auf dem deutschen Markt an. So übernahm beispielsweise der kanadische Hanfhersteller Aphria die CC Pharma GmbH aus Rheinland-Pfalz, einen Importeur von pharmazeutischen Produkten.

"Wir sehen und durch unsere Übernahme und Beteiligung in Deutschland in einer Schlüsselposition. Bis Anfang 2019 haben wir alle Vorbereitungen abgeschlossen, um den deutschen Markt nachhaltig mit Aphria Produkten zu versorgen", so der Geschäftsführer der Aphria Deutschland GmbH. Mit einem Aktienkurs von rund 9 US-Dollar und einer Marktkapitalisierung von knapp 2,5 Milliarden US-Dollar zählt auch die Aphria-Aktie zu den großen Playern der Branche.

Pennystock mit Potenzial

Spekulative Investoren, die sich in der Cannabisbranche eher für die kleineren Unternehmen interessieren, können einen Blick auf die in Kanada ansässige Maricann Group wagen. Der Konzern, welcher sich in absehbarer Zeit in Wayland Group umbenennen wird, bringt es gegenwärtig noch auf eine Marktkapitalisierung von rund 70 Millionen US-Dollar und bietet somit erhebliches Wachstumspotenzial.

Erwarteter Umsatz übersteigt die eigene Marktkapitalisierung

Während der US-Konkurrent Tilray mit einem Quartalsumsatz in Höhe von 10 Millionen US-Dollar schon einen Börsenwert von weit über acht Milliarden US-Dollar aufruft, erscheint die Bewertung von Wayland noch äußerst moderat. Da die kanadische Wayland Group unlängst eine Liefervereinbarung geschlossen hat, welche in ihrem Volumen schon die eigenen Marktkapitalisierung übertrifft.

Neun Tonnen Marihuana für Deutschland

Wayland wird laut einer bestehenden Vereinbarung, in den nächsten drei Jahren, über neun Tonnen getrocknetes Cannabis nach Deutschland exportieren. Diese enorme Menge an Marihuana soll dann über die größten Cannabis-Distributoren in Deutschland in über 2.200 Apotheken für Schmerzpatienten erhältlich sein.

"Wir sind stolz darauf"

Möglich macht dies eine Good Manufacturing Practice-Zertifizierung, welche Wayland von der Europäischen Union erhalten hat. Neben Deutschland fokussieren sich die Kanadier aber auch noch auf die Schweiz, Italien, Malta und Kolumbien. "Wir sind stolz darauf, weltweit eines von sechs Unternehmen aus Tausenden Cannabisproduzenten zu sein, das sagen kann, wir haben den Test bestanden und übertreffen die EU-GMP-Standards für getrocknete Cannabisblüten", so Wayland-CEO Ben Ward in Bezug auf die Auszeichnung.

Ohne Lizenz, kein Gras

Investoren, die sich für Cannabis-Aktien interessieren, sollten bei der Auswahl der Unternehmen streng darauf achten, welche Zertifizierungen und insbesondere auch Lizenzen für den Anbau und Verkauf von Marihuana vorliegen. Denn in der sehr streng reglementierten Branche können Produzenten und Händler nur mit den entsprechenden staatlichen Genehmigungen aktiv werden. Kleinere Firmen wie die Wayland Group können nämlich gerade durch den Besitz solcher Lizenzen und Zertifizierungen zu potenziellen Übernahmekandidaten werden.

Risiko und Volatilität von Cannabis-Aktien

Anleger, die ihren risikobehafteten Anteil ihres Aktienportfolios in die aussichtsreiche Cannabisbranche investieren möchten, sollten sich auch im Jahr 2019 auf eine anhaltend hohe Volatilität einstellen. Die Vergabe von neuen Anbau-Lizenzen oder entstehende Kooperationen mit Firmen aus der Getränke-, Tabak- oder Pharmaindustrie könnten auch 2019 für hohe Kursgewinne in der Cannabisbranche sorgen. Denn dort wo Goldgräberstimmung herrscht, gibt es auch erhebliche Chancen auf hohe Gewinne und gegenwärtig spricht vieles dafür, dass das Investment in Cannabis seine volle Wirkung erst in den kommenden Monaten und Jahren entfalten wird.

Pierre Bonnet / finanzen.net

Bildquellen: Opra / Shutterstock.com, Yellowj / Shutterstock.com

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