Stabilus-Aktie im Minus: Ausbau von militärischer Nutzung

Der Auto- und Industriezulieferer Stabilus reagiert auf die anhaltende Absatzschwäche in der Autobranche mit einem Ausbau des Geschäfts mit der Rüstungsindustrie.
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Bei militärischen Anwendungen erwartet der SDAX-Konzern bis 2030 mindestens eine Verdreifachung des Umsatzes, wie er am Dienstag anlässlich eines Messeauftritts mitteilte. Dazu hält das Unternehmen binnen fünf Jahren Aufträge und Abrufe im Volumen von rund 200 Millionen Euro für möglich, die durch rein militärische und sogenannte Dual-Use-Anwendungen - also solche, die sowohl für den Verteidigungs- als auch für den zivilen Bereich geeignet sind - gewonnen werden könnten.
Bereits aktuell verzeichne Stabilus insbesondere im Geschäft mit Dämpfungslösungen und Technologien für präzise Bewegungssteuerung (Aktuatorik) für sicherheitsrelevante Anwendungen eine deutlich steigende Nachfrage, hieß es weiter. In den vergangenen Monaten habe das Unternehmen nicht näher genannte namhafte internationale Hersteller als Abnehmer gewinnen können. Solche Technologien dürften "im sicherheitsrelevanten Umfeld zunehmend an Bedeutung gewinnen", sagte Konzernchef Michael Büchsner.
Stabilus leidet seit geraumer Zeit unter der mauen Konjunktur und der Schwäche der Autoindustrie. Mit Blick auf den Verteidigungsbereich will sich der Konzern nun eigenen Angaben zufolge als Technologiepartner für Energieabsorption, Schwingungsisolierung und sichere Bewegungsabläufe in komplexen Systemen positionieren.
Das Unternehmen hat unter anderem Vibrations-, Rückstoß- und Bewegungssteuerungstechnologien im Portfolio, die es am Dienstag im Rahmen der Fachmesse Enforce Tac präsentiert. Diese könnten beispielsweise in gepanzerten Fahrzeugen und militärischen Nutzfahrzeugen zum Einsatz kommen, aber auch in bestimmten ballistischen Systeme und Sensor- und Optikplattformen. Auch ergonomische Sitz- und Zugangslösungen seien ein Anwendungsbereich.
Kurs von Stabilus volatil
Die Stabilus-Papiere notierten im vorbörslichen Tradegate-Handel im Plus. Im XETRA-Handel geht es in einem schwachen Marktumfeld jedoch stellenweise 1,75 Prozent runter auf 17,92 Euro.
Der Spezialist für Steuerungen von Gasfedern, Dämpfern und Antrieben will das Geschäft mit militärischen Anwendungen dieser Technik "erheblich" ausbauen. Zum Einsatz kommen soll die Technik unter anderem in gepanzerten Fahrzeugen, militärischen Nutzfahrzeugen, tragbaren und plattformbasierten ballistischen Systemen, unbemannten Systemen sowie in Sensor- und Optikplattformen.
/bek/stk
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FRANKFURT (dpa-AFX)
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