Irans Außenminister: 'Es war ein guter Anfang'
MASKAT/TEHERAN (dpa-AFX) - Der Iran hat sich nach einer ersten Verhandlungsrunde im Konflikt mit den USA leicht optimistisch gezeigt. "Es war ein guter Anfang", sagte Außenminister Abbas Araghtschi nach den indirekten Verhandlungen unter Vermittlung des Gastgebers Oman dem Staatsfernsehen. "Wir sind dabei, Misstrauen abzubauen", fügte der Minister in der omanischen Hauptstadt Maskat hinzu.
Auf eine Frage des Moderators, ob und wann die Gespräche fortgesetzt werden, legte sich Araghtschi nicht fest. Beide Regierungsdelegationen kehren nach seinen Worten zunächst zu Beratungen in ihre Hauptstädte zurück. Außenamtssprecher Ismail Baghai schrieb auf der Plattform X, die Entscheidung über weitere Verhandlungsrunden werde "in Abstimmung mit den jeweiligen Hauptstädten" entschieden.
Bei den Gesprächen ging es aus iranischer Sicht um das umstrittene Atomprogramm und eine mögliche Lockerung von Sanktionen. Die USA drängen hingegen darauf, dass auch Irans Raketenprogramm sowie die Unterstützung von Irans Verbündeten wie der Hamas, der Hisbollah-Miliz im Libanon und der Huthi im Jemen Themen sein müssen.
Die Gespräche gelten als heikel. Die USA haben ihre Militärpräsenz in der Golfregion massiv verstärkt - auch zum Schutz eigener Stützpunkte sowie von Verbündeten vor möglichen Angriffen aus dem Iran. US-Präsident Donald Trump hat bereits mit einem härteren Militärschlag als bei den Angriffen auf die iranischen Atomanlagen im Juni 2025 gedroht./arb/DP/stw