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Microsoft-Aktie im Blick: Stifel-Analyst senkt Kursziel drastisch

06.02.26 17:08 Uhr

Stifel justiert Erwartungen: Was die neue Einschätzung für die NASDAQ-Aktie Microsoft bedeutet | finanzen.net

Die Microsoft-Aktie gerät nach einer seltenen Abstufung durch Stifel unter Druck. Sorgen um Cloud-Wachstum, steigende Ausgaben und stärkere KI-Konkurrenz rücken in den Fokus der Anleger.

Werte in diesem Artikel

• Stifel stuft Microsoft überraschend von Buy auf Hold ab
• Azure-Wachstum, KI-Wettbewerb und hohe Investitionen belasten den Ausblick
• Analystenmehrheit bleibt optimistisch, kurzfristige Risiken nehmen jedoch zu

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Stifel bremst Erwartungen an Microsoft deutlich aus

Eine seltene Analystenentscheidung setzt die Aktie von Microsoft unter Druck. Stifel hat den Titel von "Buy" auf "Hold" abgestuft und zugleich das Kursziel drastisch von 540 auf 392 US-Dollar gesenkt.

Analyst Brad Reback warnt laut einem Bericht von Investing.com, dass die Erwartungen der Wall Street für die Geschäftsjahre 2027 und das Kalenderjahr 2027 zu optimistisch seien. Gründe seien anhaltende Kapazitätsengpässe in der Cloud, steigende Investitionsausgaben und eine zunehmende Konkurrenz im KI-Bereich. Für die Aktie sei es daher zunächst "Zeit für eine Pause", so Reback.

Besonders kritisch sieht Stifel die Situation bei Azure. Laut Einschätzung der Analysten begrenzen gut dokumentierte Lieferengpässe die kurzfristige Wachstumsdynamik der Cloud-Sparte. Gleichzeitig verweist Stifel auf starke Ergebnisse von Google Cloud und wachsende Marktanteile neuer KI-Anbieter. Vor diesem Hintergrund erscheine eine kurzfristige Beschleunigung des Azure-Wachstums wenig wahrscheinlich, wie es in der Studie heißt.

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Steigende Ausgaben belasten Margen und Bewertung

Neben dem Wachstum rücken auch die Kosten stärker in den Fokus. Stifel rechnet damit, dass Microsoft in eine neue, wenn auch weiterhin effiziente Investitionsphase eintritt, um eigene KI-Lösungen zu entwickeln und zu skalieren.

Für das Geschäftsjahr 2027 erhöhte die Investmentbank ihre Schätzung für die Investitionsausgaben auf rund 200 Milliarden US-Dollar, was einem Anstieg von etwa 40 Prozent entspricht und deutlich über den Markterwartungen liegt. In der Folge senkte Stifel auch die Prognose für die Bruttomarge und sieht diese unter dem Konsensniveau. Der steigende Kapitalbedarf dürfte damit kurzfristig auf die operative Marge drücken, so die Analysten.

Zwar bleibt Microsoft laut Stifel langfristig gut positioniert, um vom KI-Trend zu profitieren. Kurzfristig trübt sich der Ausblick jedoch ein, zumal die Partnerschaft mit OpenAI nach Einschätzung von Reback nicht mehr den gleichen Zusatznutzen liefere wie in der Vergangenheit. Der zunehmende Wettbewerb durch Googles Gemini-Modelle und Angebote von Anthropic verschärfe den Druck zusätzlich.

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Microsoft-Aktie nach Kursrutsch mit Erholungstendenzen

Seit Ende vergangener Woche befindet sich die Microsoft-Aktie in einem regelrechten Abwärtsstrudel. In den vergangenen fünf Handelstagen verlor das Papier mehr als acht Prozent an Wert. Allein am Donnerstag ging es um über drei Prozent auf 393,67 US-Dollar nach unten. Vor dem Wochenende zeigt sich jedoch eine leichte Stabilisierung: Im NASDAQ-Handel legen die Anteilsscheine zeitweise um 0,74 Prozent auf 396,58 US-Dollar zu.

Trotz der jüngsten Schwäche bleibt das Gesamtbild aus Analystensicht klar positiv. Laut TipRanks liegen aktuell 35 Bewertungen zur Microsoft-Aktie vor, davon 32 mit Buy und drei mit Hold. Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Das durchschnittliche Kursziel beträgt 598,49 US-Dollar und signalisiert damit ein Aufwärtspotenzial von rund 52 Prozent gegenüber dem jüngsten Schlusskurs. Die Stifel-Abstufung fällt damit aus dem Rahmen, unterstreicht jedoch, dass die kurzfristigen Risiken rund um Cloud-Wachstum und Investitionsdisziplin zuletzt deutlich zugenommen haben.

Redaktion finanzen.net

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