Applied Materials-Aktie springt hoch nach starkem Jahresauftakt - CEO-Aussagen begeistern

Der Halbleiterausrüster Applied Materials ist mit robusten Zahlen in das Geschäftsjahr 2026 gestartet und sendete zugleich ein optimistisches Signal für die gesamte Chipindustrie.
Werte in diesem Artikel
• Applied Materials überzeugt mit Quartalszahlen
• Prognose für zweites Quartal über Erwartungen
• CEO sieht Umsätze von einer Billion US-Dollar für Halbleiterindustrie früher als erwartet
Im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2026 erzielte Applied Materials einen Umsatz von rund 7,01 Milliarden US-Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten (6,87 Milliarden US-Dollar), obwohl die Erlöse im Jahresvergleich leicht rückläufig waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag wie im Vorjahr bei 2,38 US-Dollar, damit laut "Investing.com" aber ebenfalls über dem Marktkonsens von 2,21 US-Dollar. Auf GAAP-Basis kletterte der Gewinn je Aktie allerdings um satte 75 Prozent auf 2,54 US-Dollar und spiegelte somit die verbesserte operative Effizienz wider. Die Margen zeigten sich stabil, nachdem das Umfeld noch vor wenigen Quartalen von Investitionszurückhaltung und Lageranpassungen geprägt war. Die Bruttomarge lag sowohl auf GAAP- als auch auf Non-GAAP-Basis im Bereich von 49 Prozent, nach 48,8 Prozent bzw. 48,9 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Vor allem im Segment Semiconductor Systems profitierte Applied Materials von einer anziehenden Nachfrage im DRAM-Bereich und erzielte dort Rekordumsätze, während auch das Servicegeschäft mit Applied Global Services Rekordumsätze im Bereich Service und Ersatzteile verbuchte.
"Applied Materials hat im ersten Quartal unseres Geschäftsjahres starke Ergebnisse erzielt, die durch die beschleunigten Investitionen der Branche in KI-Computing beflügelt wurden. Der Bedarf an leistungsstärkeren und energieeffizienteren Chips treibt hohe Wachstumsraten bei Spitzentechnologie-Logik, Speicher mit hoher Bandbreite und fortschrittlichen Gehäusetechnologien an", wird CEO Gary Dickerson in der Pressemitteilung zitiert
Optimistische Prognosen lassen aufhorchen
Für das zweite Quartal stellt Applied Materials einen Umsatz von rund 7,65 Milliarden US-Dollar in Aussicht - plus/minus 500 Millionen US-Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll bei etwa 2,64 US-Dollar liegen, mit einer entsprechenden Schwankungsbreite von 0,20 US-Dollar nach oben und unten. Beide Werte liegen laut "Investing.com" über den bisherigen Analystenschätzungen und deuten auf eine Beschleunigung der Investitionsdynamik hin.
Besonders aufmerksam verfolgt wurden jedoch laut "MarketWatch" die Aussagen von CEO Dickerson zur langfristigen Entwicklung des Sektors. Dieser zeigte sich überzeugt, dass die weltweiten Umsätze der Halbleiterindustrie bereits 2026 die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten könnten - und damit früher als bislang prognostiziert. Treiber dieser Dynamik seien vor allem Investitionen in KI-Infrastruktur, Hochleistungsrechenzentren sowie in neue Speichertechnologien wie High-Bandwidth-Memory (HBM).
Der Konzernchef betonte zudem, dass die zunehmende Komplexität moderner Chips - etwa bei fortschrittlichen Logikprozessen und im Bereich Advanced Packaging - zu einer strukturell höheren Nachfrage nach hochspezialisierter Fertigungsausrüstung führe. Für Ausrüster wie Applied Materials eröffne dies die Chance auf überproportionales Wachstum, selbst in einem Umfeld, das historisch stark zyklisch geprägt war.
Anleger schicken Applied Materials-Aktie nach oben
Anleger reagierten auf die Zahlen und die Aussagen des Applied Materials-CEO mit kräftigen Aktienkäufen: Im NASDAQ-Handel legte die Applied-Materials-Aktie am Freitag letztlich um satte 8,08 Prozent auf 354,91 US-Dollar zu, nachdem sie den Handel am Donnerstag, der von KI-Sorgen geprägt gewesen war, noch mit einem Minus von 3,38 Prozent bei 328,39 US-Dollar beendet hatte.
Doch nicht nur Anleger, auch Analysten zeigten sich begeistert. So sagte Bernstein-Analyst Stacy Rasgon laut "MarketWatch", dass sich die Stärke von Applied Materials im kommenden Kalenderjahr wohl fortsetzen werde, da Reinraumkapazitäten für die Chipherstellung in Betrieb genommen würden, und sich der Konzern in Position für einen "sehr starken Wachstumspfad" gebracht hätte. Und auch Analyst C.J. Muse von Cantor Fitzgerald betonte laut der Nachrichtenseite, dass Applied Materials in diesem Jahr das Potenzial für eine "relative Outperformance" besitze.
Redaktion finanzen.net
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