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Uniper-Aktie gibt ab: Uniper hebt nach Sprung in die Gewinnzone die Dividende an

10.03.20 17:55 Uhr

Uniper-Aktie gibt ab: Uniper hebt nach Sprung in die Gewinnzone die Dividende an | finanzen.net

Der Energieversorger Uniper hat unterm Strich einen Gewinnzuwachs vermeldet und eine höhere Dividende angekündigt.

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Der Konzernüberschuss lag nach den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften 2019 bei 644 Millionen Euro, nach einem Minus von 442 Millionen im Vorjahr, wie der Konzern in Düsseldorf mitteilte. Das bereinigte Ergebnis nach Steuern sank jedoch laut einer Präsentation des Unternehmens zugleich um 73 Millionen Euro auf 614 Millionen. Der Umsatz gab von 91,8 auf 65,8 Milliarden Euro nach.

Auch das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) gab leicht nach und sank um 2 Millionen auf 863 Millionen Euro. Zwölf Analysten hatten in einem von Uniper veröffentlichten Konsens mit 837 Millionen Euro gerechnet. 2020 erwartet das MDAX-Unternehmen nun ein EBIT zwischen 750 Millionen und 1 Milliarde Euro, was einer Anpassung nach oben hin von 50 Millionen Euro entspricht.

"Wir sind mit dem Geschäftsverlauf 2019 und insbesondere mit dem vierten Quartal sehr zufrieden", erklärte Uniper-Finanzvorstand Sascha Bibert. Der Vorstand und der Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung daher am 20. Mai eine 28 Prozent höhere Dividende von 1,15 Euro pro Aktie vorschlagen. "Verlässliche Dividendenzahlungen werden Uniper auch in Zukunft ausmachen", versprach Bibert.

Bis 2035 will die Uniper SE ihre CO2-Emissionen in der europäischen Stromerzeugung von heute 22 Millionen Tonnen auf dann null verringern. "Unser Wandel hin zu einem klimafreundlicheren Unternehmen ist in vollem Gange", erklärte Uniper-Chef Andreas Schierenbeck. "Wir haben die strategischen Weichen gestellt, um die Dekarbonisierung erheblich zu beschleunigen."

Dabei setzt die frühere Eon-Tochter neben Wasserkraft allerdings auch auf ihre Beteiligung an Kernkraftwerken in Schweden. Nach eigenen Angaben sind derzeit 40 Prozent der Stromproduktion CO2-frei. Uniper setzt insbesondere in Russland auf Kohle, mit Datteln 4 soll trotz des versprochenen Kohleausstiegs sogar noch ein neues Steinkohlekraftwerk in Deutschland ans Netz gehen. Auch setzt der Konzern stark auf fossiles Erdgas, das langfristig aber mit Wasserstoff ersetzt werden soll.

Jüngst kündigte Uniper den Verkauf des Braunkohlemeilers Schkopau für 2021 an. Das Unternehmen will sein grünes Unternehmensziel unter anderem auch erreichen, indem es bis 2022 rund 1,2 Milliarden Euro investiert. Schierenbeck betonte, das Geld soll "verstärkt in neue, attraktive Geschäftsfelder" fließen.

So reagieren die Papiere von Uniper

Nach der Zahlenvorlage gaben die Papiere von Uniper letztlich ab. Zuletzt fielen sie im XETRA-Geschäft um 1,83 Prozent zurück und schlossen bei 24,65 Euro. Im Tageshoch waren sie jedoch bis auf 25,64 Euro gestiegen.

Der Energiekonzern habe gute Ergebnisse erzielt, schrieb Analyst Vincent Ayral von JPMorgan. Fragen für 2020 werfe aber die zuletzt schwache Preisentwicklung auf. Der Ausblick für 2020 sei etwas enttäuschend, schrieb Experte John Musk vom Analysehaus RBC.

BERLIN (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

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Bildquellen: PATRIK STOLLARZ/AFP/Getty Images

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25.10.2023Uniper SellUBS AG
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19.01.2023Uniper SellUBS AG
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11.07.2022Uniper OverweightJP Morgan Chase & Co.
05.07.2022Uniper OverweightJP Morgan Chase & Co.
01.07.2022Uniper OverweightJP Morgan Chase & Co.
21.06.2022Uniper OverweightJP Morgan Chase & Co.
DatumRatingAnalyst
27.07.2023Uniper HoldDeutsche Bank AG
07.09.2022Uniper HoldJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
30.08.2022Uniper NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.08.2022Uniper NeutralGoldman Sachs Group Inc.
17.08.2022Uniper Sector PerformRBC Capital Markets
DatumRatingAnalyst
25.10.2023Uniper SellUBS AG
26.07.2023Uniper SellUBS AG
19.01.2023Uniper SellUBS AG
16.12.2022Uniper UnderweightJP Morgan Chase & Co.
29.11.2022Uniper SellUBS AG

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