MÄRKTE USA/Etwas fester - Venezuela-Entwicklungen belasten kaum
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DOW JONES--Mit einem leichten Plus ist die Wall Street in die erste vollständige Handelswoche des Jahres gestartet. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 0,8 Prozent auf 48.668 Punkte. Der S&P-500 und der Nasdaq-Composite klettern ebenfalls um jeweils 0,6 Prozent. Den Nasdaq-Composite stützt die Fortsetzung der technologiegetriebenen Rally an den asiatischen Börsen. Die Entwicklungen in Venezuela am Wochenende belasten das Sentiment dagegen kaum, heißt es. Nach den Militärschlägen und der Gefangennahme von Machthaber Nicolas Maduro wollen die USA eine Übergangsregierung installieren. Diese soll die angeschlagene Ölindustrie sanieren und das Land stabilisieren.
Die recht gelassene Reaktion der Märkte auf die Maduro-Absetzung spiegele einen jüngsten Trend wider, bei dem Anleger geopolitische Unsicherheiten weitgehend ignorierten, so Raphael Thuin von Tikehau Capital. Investoren hätten in den vergangenen Jahren gelernt, über geopolitische Risiken hinwegzusehen und sich stattdessen auf fundamentale Treiber wie Wirtschaftswachstum, Inflation und Unternehmensgewinne zu konzentrieren, ergänzt der Director of Markets Strategy. "Die jüngsten Entwicklungen in Venezuela scheinen in dieses Muster zu passen."
Die deutlichsten Auswirkungen waren bei den Ölpreisen zu beobachten, die zunächst nachgaben, diese Verluste jedoch wieder aufholen und aktuell teils zulegen. Der Preis für WTI steigt um 1,1 Prozent, Brent liegt 0,1 Prozent im Minus. Ein Anstieg der venezolanischen Produktion nach der Absetzung von Maduro werde voraussichtlich einige Zeit in Anspruch nehmen, heißt es. "Die Absetzung Maduros dürfte längerfristig den Weg für ein höheres Ölangebot ebnen", so Peter Cardillo von Spartan Capital.
Der Sturz des Maduro-Regimes könnte den USA eine gewisse Macht über China verleihen, meint Marktstrategin Kathleen Brooks von XTB. Angesichts der bedeutenden Ölreserven des Landes könnte der Schritt die US-Versorgung für die kommenden Jahre sichern. Er könnte den USA auch helfen, einen gewissen Einfluss auf China auszuüben, das mehr Öl aus Venezuela kaufe als jeder andere, so Brooks.
Aktien von Ölkonzernen steigen kräftig
Kräftig aufwärts geht es mit den Aktien der Ölkonzerne Chevron (+5,1%), Exxon (+2,4%) und Conocophilips (+5,2%). Der Sturz von Maduro hat die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die US-Ölkonzerne ihre Aktivitäten in dem ölreichen Staat wieder ausweiten können. Chevron ist das einzige große US-Ölunternehmen, das derzeit in Venezuela präsent ist. Dagegen verließen Conocophillips und Exxon Venezuela im Jahr 2007, nachdem der damalige Präsident Hugo Chavez ihre Vermögenswerte verstaatlicht hatte.
Zudem steigen die US-Rüstungswerte, da Investoren aufgrund der Entmachtung von Maduro durch die USA ein erhöhtes geopolitisches Risiko erwarten. Lockheed Martin gewinnen 3,3 Prozent, General Dynamics 2,6 Prozent und Northrop Grumman 2,9 Prozent.
Der als "sicherer Hafen" geltende US-Dollar legt mit den Entwicklungen in Venezuela zu - der Dollar-Index steigt um 0,3 Prozent. Die Gewinne könnten aber schnell wieder abgegeben werden, da die Auswirkungen eher begrenzt sind, so Lale Akoner von eToro. "Da Venezuelas globale wirtschaftliche Rolle gering ist und die Operation schnell ausgeführt wurde, gibt es kaum einen Grund für eine anhaltende Dollar-Stärke", heißt es.
Deutlicher nach oben geht es für den Goldpreis, der ebenfalls von der Suche der Investoren nach Sicherheit profitiert. Die Feinunze verteuert sich um 2,0 Prozent auf 4.421 Dollar. Für den Silberpreis geht um 4,7 Prozent aufwärts.
Die Renditen von US-Staatsanleihen fallen leicht - die Rendite zehnjähriger Papiere reduziert sich um 2,0 Basispunkte auf 4,17 Prozent. Anleger zeigten sich zwar vorsichtig, aber nicht sonderlich besorgt über die Festnahme von Maduro, heißt es. Stattdessen liege der Fokus auf den Äußerungen von Fed-Mitgliedern in dieser Woche und jeglichen Hinweisen zum Gleichgewicht zwischen Inflation und Arbeitsmarkt, so Krisada Yoonaisil von Exness.
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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD
DJIA 48.668,06 +0,6% 285,67 +0,7%
S&P-500 6.902,29 +0,6% 43,82 +0,2%
NASDAQ Comp 23.386,57 +0,6% 150,95 -0,0%
NASDAQ 100 25.409,51 +0,8% 203,35 -0,2%
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Fr, 18:26 % YTD
EUR/USD 1,1678 -0,3% 1,1714 1,1732 -0,2%
EUR/JPY 183,05 -0,3% 183,67 183,92 -0,2%
EUR/CHF 0,9292 +0,1% 0,9284 0,9291 -0,2%
EUR/GBP 0,8676 -0,4% 0,8707 0,8708 -0,1%
USD/JPY 156,75 -0,0% 156,77 156,76 -0,0%
GBP/USD 1,3462 +0,1% 1,3450 1,3473 -0,1%
USD/CNY 7,0339 +0,2% 7,0207 7,0173 -0,1%
USD/CNH 6,9883 +0,2% 6,9711 6,9681 -0,1%
AUS/USD 0,6689 +0,0% 0,6686 0,6687 +0,2%
Bitcoin/USD 92.628,90 +1,6% 91.205,90 90.525,45 +3,0%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 57,94 57,32 +1,1% 0,62 -20,1%
Brent/ICE 61,88 61,92 -0,1% -0,04 -18,6%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.421,20 4.332,42 +2,0% 88,78 +0,3%
Silber 76,29 72,86 +4,7% 3,43 +2,2%
Platin 1.936,46 1.827,82 +5,9% 108,64 +4,2%
Kupfer 5,88 5,64 +4,3% 0,24 +43,1%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/ros/cln
(END) Dow Jones Newswires
January 05, 2026 09:42 ET (14:42 GMT)
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