Goldpreis: Gewinnmitnahmen und Dollarstärke bremsen Aufwärtsdrang

Im frühen Mittwochshandel haben Gewinnmitnahmen und ein starker Dollar den Goldpreis leicht belastet.
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von Jörg Bernhard
Nun warten die Marktakteure auf wichtige US-Arbeitsmarktdaten. Los geht´s am Nachmittag mit dem ADP-Monatsbericht (14.15 Uhr). Nachdem für November ein Rückgang bei den neu geschaffenen Stellen um 32.000 gemeldet worden war, soll sich ihre Zahl im Dezember um 45.000 erhöht haben. Stephen Miran (Gouverneur der Fed), dessen Amtszeit später in diesem Monat endet, sagte am gestrigen Dienstag, dass aggressive Zinssenkungen in den USA notwendig seien, um die Wirtschaft voranzubringen. Dem Goldpreis hat dies allerdings nicht nachhaltig nach oben verholfen. Auf geopolitischer Ebene erzielten Caracas und Washington eine Einigung über den Export von bis zu zwei Milliarden Dollar an venezolanischem Rohöl in die Vereinigten Staaten, wie US-Präsident Donald Trump am Dienstag behauptete. Dieser Schritt würde Lieferungen nach China abziehen. Für erhöhte Spannung sorgt nun der am Freitag anstehende Monatsbericht zur Lage am US-Arbeitsmarkt. Laut einer von Trading Economics veröffentlichten Umfrage unter Analysten soll sich die Arbeitslosenrate im Dezember von 4,6 auf 4,5 Prozent reduziert haben und die Zahl neu geschaffener Stellen von 64.000 auf 55.000 gesunken sein.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Goldpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (Februar) um 31,00 auf 4.465,10 Dollar pro Feinunze.

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Plus500: Beachten Sie bitte die Hinweise5 zu dieser Werbung.Rohöl: Atempause nach Preissprung
Die Ankündigung von Lieferungen von venezolanischem Rohöl in die USA hat den Preis des fossilen Energieträgers belastet. Die Vereinbarung könnte zunächst erfordern, dass Lieferungen, die ursprünglich für China bestimmt waren, umgeleitet werden. Venezuela könnte versuchen, Millionen Barrel Öl abzusetzen, die in Tankern und Lageranlagen feststecken, um eine weitere Eskalation mit den USA zu vermeiden. Analysten von Morgan Stanley schätzen, dass der Ölmarkt in der ersten Jahreshälfte einen Überschuss von bis zu drei Millionen Barrel pro Tag erreichen könnte, gestützt auf ein schwaches Nachfragewachstum im vergangenen Jahr und steigende Fördermengen von OPEC- und Nicht-OPEC-Produzenten.
Am Mittwochmorgen präsentierte sich der Ölpreis mit rückläufigen Notierungen. Bis gegen 7.30 Uhr (MEZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Future um 0,81 auf 56,32 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 0,63 auf 60,07 Dollar zurückfiel.
Redaktion finanzen.net
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