MÄRKTE USA/Nahostkrieg und Inflationsangst belasten Wall Street
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DOW JONES--Der eskalierende Krieg im Nahen Osten drückt die US-Börsen am Dienstag in negatives Terrain, wobei sich die Kurse im Verlauf von ihren Tagestiefs lösen. Gegen Mittag (Ortszeit New York) verliert der Dow-Jones-Index noch 1,4 Prozent auf 48.217 Punkte. Der S&P-500 gibt um 1,5 Prozent nach und der Nasdaq-Composite um 1,6 Prozent. Hatte die Wall Street am Montag noch recht gelassen auf die Angriffe der USA und Israels auf den Iran sowie die iranischen Vergeltungsschläge reagiert, so macht sich nun Nervosität breit. Zur Kriegs- gesellt sich Inflationsangst. Denn die Ölpreise setzen ihren rasanten Anstieg fort.
Der Iran hat gedroht, Energieinfrastruktur zu zerstören und Schiffe "zu verbrennen", die die Straße von Hormus passieren - ein wichtiger Transportweg für Öl. Anleger fürchten, dass steigende Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und die US-Notenbank längere Zeit davon abhalten werden, ihre Geldpolitik zu lockern. Aktuell legen die Preise für die Ölsorten Brent und WTI um bis zu 6,5 Prozent zu.
Schwindende Zinssenkungshoffnungen lassen am US-Anleihemarkt die Renditen weiter steigen, doch kommen diese von ihren Tageshochs zurück. Die Rendite zehnjähriger Titel steigt aktuell um 1 Basispunkt auf 4,06 Prozent. Am frühen Montag stand die Zehnjahresrendite noch unter 4 Prozent.
Der Dollar profitiert von seinem Ruf als Fluchtwährung und wertet weiter auf. Mit dem Dollarindex geht es um 0,9 Prozent nach oben. Der Euro fällt unter die Marke von 1,16 Dollar. Gold gibt anfängliche Gewinne ab. Der Preis für die Feinunze sackt um 4,8 Prozent ab. Hier dürfte der festere Dollar belasten, der das Edelmetall für Käufer aus dem Nicht-Dollarraum verteuert.
Wichtige US-Konjunkturdaten wurden am Dienstag nicht veröffentlicht. Unternehmensnachrichten sind ebenfalls rar. Die steigenden Öl- und Gaspreise wecken derweil neben Inflations- auch Konjunktursorgen und somit die Befürchtung einer geringeren Nachfrage. Exxon Mobil verlieren 1,4 Prozent. Bei den am Vortag stark gefragten Rüstungsaktien werden Gewinne mitgenommen. RTX verbilligen sich um 1,7 und Northrop Grumman um 0,9 Prozent. Erneut unter Druck stehen die Aktien von Fluggesellschaften oder der Tourismusbranche. American Airlines fallen um 2,4 Prozent, Delta Air Lines um 1,3 Prozent und United Airlines um 2 Prozent. Die Aktie des Kreuzfahrtveranstalters Carnival gibt um 4,1 Prozent nach.
Die Bilanzsaison in den USA ist schon fast beendet. Als einer der Nachzügler hat Target Geschäftszahlen für das vierte Quartal vorgelegt, die besser ausfielen als angenommen. Die Aktie des Einzelhändlers steigt um 5,7 Prozent.
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INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
DJIA 48.216,77 -1,4 -688,01 48.904,78
S&P-500 6.781,30 -1,5 -100,32 6.881,62
NASDAQ Comp 22.382,75 -1,6 -366,11 22.748,86
NASDAQ 100 24.592,69 -1,6 -399,91 24.992,60
US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief
2 Jahre 3,51 +0,02 3,60 3,47
5 Jahre 3,64 +0,02 3,72 3,60
10 Jahre 4,06 +0,01 4,12 4,03
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mo, 17:20 Uhr
EUR/USD 1,1589 -0,8 -0,0098 1,1687 1,1674
EUR/JPY 182,89 -0,6 -1,0300 183,92 184,1100
EUR/CHF 0,9077 -0,3 -0,0031 0,9108 0,9114
EUR/GBP 0,8704 -0,2 -0,0013 0,8717 0,8737
USD/JPY 157,81 +0,3 0,4700 157,34 157,7000
GBP/USD 1,3307 -0,7 -0,0098 1,3405 1,3361
USD/CNY 6,8996 +0,3 0,0175 6,8821 6,8821
USD/CNH 6,9243 +0,4 0,0241 6,9002 6,9117
AUS/USD 0,7012 -1,1 -0,0079 0,7091 0,7059
Bitcoin/USD 67.812,87 -2,3 -1.618,06 69.430,93 69.554,83
ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
WTI/Nymex 75,68 +6,3 4,45 71,23
Brent/ICE 82,81 +6,5 5,07 77,74
Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag
Gold 5.072,23 -4,8 -254,59 5.326,82
Silber 82,23 -8,1 -7,21 89,44
Platin 2.059,97 -10,5 -242,93 2.302,90
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Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/brb
(END) Dow Jones Newswires
March 03, 2026 12:45 ET (17:45 GMT)
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