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QIX Dividenden Europa: Swisscom steigt nach 8,0-Mrd-Vodafone-Deal zum zweigrößten Telekomanbieter Italiens auf

18.03.24 15:22 Uhr

QIX Dividenden Europa: Swisscom steigt nach 8,0-Mrd-Vodafone-Deal zum zweigrößten Telekomanbieter Italiens auf | finanzen.net

Vor dem am Mittwoch in den USA anstehenden Fed-Zinsentscheid verbucht der QIX Dividenden Europa Index am Montag leichte Abgaben von 0,6 % auf aktuell 13.345 Punkte.

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Telekom-Dienstleister Swisscom übernimmt das Geschäft des Mobilfunkers Vodafone in Italien für gut 8,0 Mrd. Euro, und will es mit der dortigen Breitbandtochter Fastweb zusammenlegen. Hannover Rück hebt nach dem Rekordgewinn für 2023 die Dividende um 1,20 Euro an, und schüttet damit so viel wie nie zuvor aus.

Am Freitag war im Dividenden-Index die Aktie der Swisscom im Zuge neuer Nachrichten zum Italien-Geschäft und der anvisierten Dividendenpolitik der größte Gewinner im Index. Heute gibt sie aber erstmal wieder leicht auf 544,50 Euro nach. Was den Kurs aber am Freitag beflügelte, war die Mitteilung, dass der Schweizer Telekom- und Mobilfunkanbieter die Übernahme des italienischen Mobilfunkgeschäfts der Vodafone-Gruppe tatsächlich festzurren konnte. Wie das Unternehmen am Freitag bekannt gab, sollen 8,0 Mrd. Euro für die Sparte gezahlt werden, die dann mit der italienischen Swisscom-Tochter Fastweb zusammengelegt werden soll. Für die Swisscom wäre dieser Schritt ein wichtiger Meilenstein, denn damit würde immerhin das zweitgrößte Telekomunternehmen Italiens hinter dem Branchenprimus TIM entstehen. Das zusammengelegte Italien-Geschäft komme auf einen Umsatz von 7,3 Mrd. Euro und einen EBITDA-Gewinn nach Leasing von 2,4 Mrd. Euro, hieß es am Freitag. Die gesamte Transaktion dürfte bei dem Schweizer Mobilfunk-Dienstleister letztlich zu einem höheren Cash-Flow führen. Vor allem weil sich Fastweb und Vodafone Italien laut Swisscom sehr gut ergänzen. Denn während die italienische Tochter ein Breitbandnetz betreibt, steuert Vodafone Italien ein Mobilfunknetz bei. Im Rahmen der Zusammenlegung können die beiden Unternehmen damit ihre jeweiligen Schwächen auf dem umkämpften Telekommarkt in Italien beheben und Kosten sparen. Immerhin musste die Swisscom-Tochter für ihre Mobilfunkkunden bislang Kapazitäten bei anderen Mobilfunkanbietern dazu mieten, was künftig wegfallen würde. Insgesamt rechnet Swisscom durch den Zusammenschluss von Fastweb und Vodafone Italien mit erheblichen Synergien von bis zu 600,00 Mio. Euro pro Jahr.

Hierzu gehören in erster Linie Größenvorteile, aber auch effizientere Kostenstrukturen. Die britische Vodafone-Gruppe hat damit das Angebot der Schweizer gegenüber einem früheren Angebot des französischen Unternehmens Ilias angenommen, weil es eine höhere Bargeldkomponente enthielt. Einen möglichen Deal hatte die Swisscom bereits Ende Februar angekündigt. Wobei das Gebot der Schweizer ein 7,6-faches Forward-EV/EBITDA als-Multiplikator implizierte, was der vergleichbaren M&A-Spanne von 5x bis 11x entsprach. Für eine Fusion spricht aber vor allem die Tatsache, dass Italien mittlerweile einer der wettbewerbsintensivsten Telekommunikationsmärkte Europas ist. Die Swisscom geht aus der Zusammenlegung des Italien-Geschäfts demnach deutlich gestärkt hervor, zumal sich die Mobilfunk- und Festnetzinfrastrukturen beider Firmen am Ende vereinen. Die Vodafone-Gruppe plant nach Abschluss des Verkaufs nun sogar einen Aktienrückkauf in Höhe von 4,0 Mrd. Euro. Aber auch für die Aktionäre der Swisscom gab es am Freitag spannende Dividendenausblicke. So will der IT- und Telekomspezialist seine Ausschüttung von bisher 22,00 CHF je Aktie ab dem Jahr 2026 auf 26,00 CHF erhöhen. Man peile eine weitere Steigerung der Dividende in den folgenden Jahren an, hieß es hierzu. Die Swisscom bietet auf dem aktuellen Kursniveau auch noch immer eine solide Kapitalrendite von 3,7 %.

Der QIX Dividenden Europa ist ein Aktien-Index, der gezielt auf stabile und zuverlässige Dividendenzahler in Europa setzt. In den Index werden 25 europäische Aktien aufgenommen, die sich nach einem festgelegten und erfolgsbewährtem Regelwerk dafür qualifizieren. Neben einer hohen Dividendenrendite berücksichtigt das Regelwerk dabei fundamentale Kriterien wie Dividendenkontinuität, Dividendenwachstum oder Gewinnwachstum. Auch technische Aspekte wie stabile Kursverläufe mit niedriger Volatilität fließen in das Ranking mit ein.

Leicht steigende Kurse auf gegenwärtig 244,80 Euro verzeichnet am Montag im Dividenden-Index dagegen die Aktie der Hannover Rück. Dabei hat der Rückversicherer heute mitgeteilt, nach dem Rekordgewinn im letzten Jahr deutlich mehr Geld an die Aktionäre ausschütten zu wollen. Demnach sollen sie für 2023 einschließlich einer Sonderdividende insgesamt 7,20 Euro je Aktie erhalten. Zwar wäre dies für die Hannover Rück ein Ausschüttungsrekord, einige Analysten hatten im Schnitt allerdings sogar noch mehr erwartet. Die geplante 2023er-Gewinnbeteiligung besteht aber letztlich aus einer Basisdividende von 6,00 Euro und einer Sonderdividende von 1,20 Euro je Aktie. Für 2022 hatte der Spezialversicherer vor gut einem Jahr eine Basisdividende von 5,00 Euro und eine Sonderausschüttung von 1,00 Euro an seine Anteilseigner gezahlt. Die Aktie der Hannover Rück kommt damit auf eine Kapitalrendite von 2,9 %, was inzwischen unter dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre liegt. Dennoch verdient sie auch weiterhin die Bezeichnung "Dividendengarant". Von dem Gewinn und der Ausschüttung profitiert aber vor allem die Versicherungsholding Talanx, der gut die Hälfte der Papiere gehören. Die hohe Gewinnausschüttung für 2023 verdankt die Hannover Rück aber nicht nur einem steuerlichen Einmaleffekt, sondern auch den Preiserhöhungen und unerwartet niedrigen Großschäden während der Hurrikan-Saison.

Im abgelaufenen Jahr verdiente die Unternehmensgruppe zwar unter dem Strich rund 1,8 Mrd. Euro und damit so viel wie nie zuvor. Die hohe Inflation trieb aber die Kosten in den letzten 12 Monaten allerdings zusätzlich nach oben. Und trotz steigender Prämien erwartet das Management der Hannover Rück, dass die Nachfrage nach Rückversicherungsschutz gegen Naturkatastrophen-Risiken auch in 2024 und darüber hinaus weiter zunehmen dürfte. Für das laufende Jahr hat der Vorstand auch dank jüngster Preiserhöhungen im Januar ein Nettogewinnanstieg auf mindestens 2,1 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Mit diesen Perspektiven bleibt die Hannover Rück auch einer der attraktivsten Dividendenwerte im Index.

Wenn Sie den QIX Dividenden Europa Index nachbilden wollen, bietet sich ein Index-Tracker der UBS an.

Hinweis: Da der QIX Dividenden Europa Index von finanzen.net und der Traderfox GmbH, einer Tochtergesellschaft der finanzen.net GmbH, entwickelt wurde, partizipieren die finanzen.net GmbH und die TraderFox GmbH indirekt oder direkt an der Vermarktung des QIX Dividenden Europa. Dies betrifft u.a. Lizenzeinnahmen von Emissionsbanken und KVGs.

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Bildquellen: Traderfox

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