ROUNDUP: RWE gewinnt 6,9 GW in britischer Offshore-Auktion - KKR-Partnerschaft
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ESSEN/SWINDON (dpa-AFX) - Der Energiekonzern RWE war bei der jüngsten Offshore-Wind-Auktion in Großbritannien erfolgreich. Insgesamt habe RWE in der siebten Ausschreibungsrunde (AR7) Zuschläge für eine Kapazität von 6,9 GW erhalten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Die Aktie zog 3 Prozent an. Analysten sehen den DAX-Konzern als großen Gewinner der Ausschreibungsrunde.
In der Auktion sicherte sich RWE 20-jährige Differenzverträge in Höhe von 91,20 Britische Pfund je Megawattstunde für fünf Windparks: Die in der britischen Nordsee gelegenen Windparks Norfolk Vanguard East und West sowie zwei Projekte in der Dogger Bank South und das RWE-Projekt Awel y Môr in der Irischen See.
Mit Differenzverträgen wird der Ausbau von Erneuerbarer Energie gefördert. Sie bieten Planungssicherheit, indem Windparkbetreiber einen festen Strompreis über einen bestimmten Zeitraum erhalten. Liegt der Marktpreis unter diesem Referenzpreis, gleicht der Staat die Differenz aus, liegt er darüber, muss der Betreiber die Differenz zurückzahlen.
Jefferies-Analyst Ahmed Farman zufolge stieg der nun vereinbarte Auktionspreis im Vergleich zur sechsten Ausschreibungsrunde um 10 Prozent und damit deutlich über seine Erwartungen, ebenso wie die von RWE erzielten Zuschläge. Die gewonnenen Kapazitäten dürften seiner Meinung nach dazu beitragen, die langfristigen Wachstumsziele des Konzerns zu untermauern. Allerdings benötigten Investoren Transparenz, bei der von RWE geplanten Umsetzung und Kapitaldisziplin.
RWE hat zudem mit der Beteiligungsgesellschaft KKR eine langfristige Partnerschaft vereinbart, um die Norfolk-Projekte gemeinsam zu realisieren. KKR beteiligt sich dafür mit jeweils 50 Prozent an den Windparks. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen wird der Abschluss der Transaktion im Sommer erwartet. Die Zusammenarbeit bei weiteren Projekten soll geprüft werden.
Auch die anderen drei Windparks realisiert RWE nicht allein, sondern arbeitet hier mit Siemens, den Stadtwerken München, sowie dem Energiekonzern Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen./lew/err/stk
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