06.12.2013 09:30

AT&S AG: Vielversprechende Verbindung

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Die auf ­Leiterplatten spezialisierten­ Österreicher gehen eine ­Kooperation mit Intel ein. Mittelfristig verspricht das ­einen Umsatz- und Gewinnschub. Die Aktie von AT&S AG ist günstig.
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von Georg Pröbstl, Euro am Sonntag

Mit Unternehmensprognosen ist das so eine Sache. Immer wieder gibt es unerwartete Ereignisse, Verzögerungen oder Änderungen in der Nachfrage. Je kleiner eine Firma ist, desto un­sicherer erscheinen die Aussagen über die Zukunft. Bei Großkonzernen dagegen hat man als Anleger mehr Planungssicherheit. Wenn dort etwas entschieden ist, wird es in der Regel wegen der breiten operativen Basis und einer geringen Abhängigkeit von einzelnen Projekten auch durchgeführt.

Vor diesem Hintergrund ist AT & S Austria Technologie & Systemtechnik hoch spannend. Das Unternehmen ist zwar mit einem Jahresumsatz von 541,7 Millionen Euro im vorigen Geschäftsjahr 2012/13 noch nicht der ganz große Player, dafür aber sein Kooperationspartner.

Der Leiterplattenhersteller mit Sitz in Leoben in der Steiermark will zusammen mit Intel, dem weltweit größten Hersteller von Halbleitern, in den Markt für IC-Substrate einsteigen. Angesichts der zunehmenden Miniaturisierung im Computerbereich mit immer kleineren Endgeräten steigen die Anforderungen an die Verbindungsteile zwischen Halbleitern und Leiterplatten.

Im Nanobereich werden dafür ­IC-Substrate verwendet. Diese Technologie beherrschen nicht viele Unternehmen. Durch die Zusammenarbeit mit Intel will AT & S der einzige Hersteller in Europa werden, der das kann.

Umsatzverdopplung im Visier
Nun investieren die beiden Unternehmen bis 2016 in den Aufbau eines Werks im chinesischen Chongquing. 2016 sollen die ersten Umsätze fließen. Wie zu hören ist, rechnet AT & S für sich im Geschäftsjahr 2016/17 mit Umsätzen von 200 Millionen Euro aus den IC-Substraten, ab 2017/18 sollen es 400 Millionen Euro im Jahr sein.

Für die Österreicher ist das ein ­gewaltiger Sprung. Firmenchef Andreas Gerstenmayer will so die Umsatzmilliarde knacken. Da die Gewinnspanne bei IC-Substraten höher ist als bei herkömmlichen Leiterplatten, halten gut informierte Kreise für 2017/18 eine Nettomarge von über fünf Prozent für möglich. Da wäre ein Gewinn je Aktie im Bereich von 1,50 Euro drin.

So viel zur Prognose. Dabei ist AT & S schon jetzt gut unterwegs. Als Zulieferer von Branchen wie Auto-, Bahn-, Flugzeugindustrie und ganz besonders mobiler Technologie wie für Smartphones oder Tablet-Computer steigerte das Unternehmen seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2013/14 per Ende September um ­17,7 Prozent auf 300 Millionen Euro. Wegen guter Auslastung stieg der Gewinn mit 0,94 Euro je Aktie auf das Zehnfache.
Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 8,2 ist die Aktie günstig. Und die Aussichten sind top.

AT&S AG
Profitable Geschäfte, gute Perspektiven – der Buchwert sollte bezahlt werden.

ISIN AT 000 096 998 5
Gewinn je Aktie 13/14e 0,80 €
Gewinn je Aktie 14/15e 0,90 €
KGV 14 8,2
Div./Rend. 13/14e 0,20 €/2,7 %
EK*-Quote 52,0 %
EK* je Aktie/KBV 10,50 €/0,7
Kurs/Ziel/Stopp 7,31/12,0/5,20 €

*EK = Eigenkapital

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Stand 03.12.13

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15.04.2009AT&S haltenErste Bank AG
30.01.2009AT&S haltenErste Bank AG
03.11.2008AT&S haltenErste Bank AG
22.10.2008AT&S neutralJP Morgan Chase & Co.
14.08.2008AT&S holdRaiffeisen Centrobank AG
27.11.2009AT&S verkaufenErste Bank AG
19.05.2009AT&S neues KurszielJP Morgan Chase & Co.
17.12.2008AT&S underweightJP Morgan Chase & Co.
23.10.2008AT&S underweightJP Morgan Chase & Co.
12.01.2007AT&S strikt meidenFrankfurter Tagesdienst

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