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04.12.2019 20:17
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Cannabis-Aktien im Blick: Warum kleine US-Konzerne Aurora, Canopy & Co. den Rang ablaufen

Unterschiedliche Bilanzen: Cannabis-Aktien im Blick: Warum kleine US-Konzerne Aurora, Canopy & Co. den Rang ablaufen | Nachricht | finanzen.net
Unterschiedliche Bilanzen
Cannabis-Aktien haben 2019 bei Anlegern einen schweren Stand. Reihenweise haben Quartalsbilanzen für Ernüchterung am Markt gesorgt. Doch wenn die Großen schwächeln, könnte die Stunde der Kleinen schlagen.
• Aurora und Canopy haben mit ihren Bilanzen enttäuscht
• Deutlich besser liefen die Geschäfte bei der kleineren US-Konkurrenz
• Warum US-Cannabisunternehmen besser positioniert sind

Cannabis ist ein Wachstumsmarkt. Vor dem Hintergrund weiterer Legalisierungen bieten Unternehmen der Branche durchaus beeindruckende Wachstumsperspektiven. Doch die jüngst veröffentlichten Bilanzen von Cannabis-Unternehmen fielen am Markt mehrheitlich durch. Insbesondere die Marktführer Aurora Cannabis und Canopy Growth haben bei Investoren für lange Gesichter gesorgt.

Aurora mit miesen Zahlen

Die enttäuschende Bilanz von Aurora Cannabis hatte Analysten dazu veranlasst, reihenweise die Reißleine zu ziehen. Denn dass die meisten Branchenvertreter rote Zahlen schreiben, ist für die Mehrheit der Anleger keine Überraschung, dass aber die hochgesteckten Wachstumsziele allesamt gerissen wurden, war ein Schock für Investoren. Bei Aurora brach der Umsatz um 24 Prozent auf 75,2 Millionen Kanadische Dollar ein - damit lagen die Erlöse deutlich niedriger als am Markt erhofft.

Und auch Branchenkollege Canopy Growth musste einräumen, dass sich der Markt anders entwickelt hatte als erwartet. Zwar konnte Canopy seine Erlöse von 23,3 Millionen Kanadische Dollar auf 76,6 Millionen Dollar steigern, das Wachstum war aber teuer erkauft. Denn die hohen Kosten, die für den Ausbau des Geschäftes anfielen, drückten das Unternehmen tief in die roten Zahlen. Schlimmer noch kam bei Anlegern an, dass das Unternehmen seine Expansion im Heimatmarkt auf Eis legt.

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Cannabis-Anleger, die auf die größten Unternehmen der Branche gesetzt hatten und damit auf die vermeintlich besten Wachstumsaussichten, wurden also bitter enttäuscht. Tatsächlich gibt es aber Player am Markt, deren Wachstumsmöglichkeiten - zumindest kurz- bis mittelfristig - noch verhältnismäßig gut sind.

Kleine US-Werte laufen den Marktführern den Rang ab

Die Cannabis-Unternehmen rechtfertigten das Bilanz-Deaster jüngst unter anderem damit, dass es einen Mangel an Verkaufsläden gäbe, um ihre Produkte abzusetzen. Darüber hinaus mangele es an Cannabis-Pflanzen, insbesondere im hochqualitativen Bereich und gebe unerwartet hohe Hürden für die Legalisierung in der Europäischen Union, die für viele Cannabis-Unternehmen in Sachen Expansion eine wichtige Rolle spielt.

Doch es gibt Cannabis-Unternehmen, die sich von der Entwicklung der Großen der Branche zumindest teilweise entkoppeln konnten und deren Bilanzen Anleger noch hoffen lassen. Das US-Unternehmen Curaleaf zum Beispiel, das seine Verluste im abgelaufenen Geschäftsquartal gegen den Trend sogar reduzieren konnte. Die Tatsache, dass das Unternehmen in Sachen Profitabilität Fortschritte verzeichnete, glich aus, dass man mit einem Umsatzplus von 188,79 Prozent auf 61,8 Millionen US-Dollar leicht unter den Markterwartungen lag.

Und auch bei Cresco Labs lief es in Sachen Gewinnentwicklung deutlich besser als erhofft. Das Wachstum fiel deutlich besser aus als bei den großen kanadischen Konkurrenten, 36,2 Millionen US-Dollar setzte das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsquartal um - 184 Prozent mehr als im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ebitda war - anders als etwa bei Aurora Cannabis - positiv: Beim bereinigten Ergebnis erzielte Cresco einen Wert von 11,1 Millionen US-Dollar.

Und ein dritter kleinerer Cannabis-Wert hat die Anleger ebenfalls mit überraschend positiven Zahlen beglückt: Auch Green Thumb Industries lieferte im abgelaufenen Quartal ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ab. 14,1 Millionen US-Dollar verdiente der US-Konzern, während die Erlöse im Vorjahresvergleich um satte 296 Prozent auf 68 Millionen US-Dollar anzogen. Unter dem Strich konnte GTI seinen Verlust sogar von 22,2 auf 17,1 Millionen Dollar reduzieren.

Warum US-Zwerge die kanadischen Riesen überflügeln

Und auch 2020 könnte es für die kleineren Unternehmen besser laufen als für die Marktführer aus Kanada - die Aussichten sind gut, dass Curaleaf, Cresco und Green Thumb Industries eine bessere Wachstumsstory schreiben könnten. Alle drei US-Unternehmen haben eine starke Marktverbreitung im kommenden Wachstumsmarkt USA und verfügen dort zudem über zahlreiche Standorte. Durch Akquisitionen erhofft man sich positive Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung, neue Lizenzen für Läden sollen dafür sorgen, die Waren an so viele Kunden wie möglich zu verbreiten.

Ein Problem, mit dessen Lösung sich Canopy Growth und Aurora Cannabis noch schwer tun - gerade der Mangel an Verkaufsstätten soll einer der Hauptgründe für die schwachen Zahlen der kanadischen Riesen gewesen sein. Dabei sind es insbesondere dicht besiedelte Gebiete, wo die Nachfrage am größten sein dürfte, in denen es kaum Absatzmöglichkeiten gibt, weil die Läden fehlen. Die Unternehmen machen dafür vorrangig die kanadische Regierung verantwortlich, die Einzelhandelsgeschäften keine Lizenzen erteilen würde und daher dafür sorgt, dass der kanadische Markt deutlich kleiner ist, als er sein könnte.

Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: Matilde Campodonico/AP, Oprea George / Shutterstock.com

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