Merck & Co.-Aktie sinkt: Umsatz und Gewinn steigen - Prognose enttäuscht

Der US-Pharmariese Merck & Co nimmt sich für 2026 weiteres Wachstum vor.
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Nach einem Umsatzplus von rund ein Prozent auf 65 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 peilt der Konzern für 2026 einen Anstieg auf 65,5 bis 67 Milliarden Dollar an, wie aus einer Mitteilung vom Dienstag hervorgeht. Die Prognose fällt allerdings etwas enttäuschend aus, denn von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragte Analysten hatten zuletzt im Schnitt mit 67,5 Milliarden gerechnet. Die Aktie gerät vorbörslich leicht unter Druck und verliert zeitweise 0,55 Prozent auf 112,75 US-Dollar.
2025 hatte der Konzern vor allem von einem starken Umsatzplus bei seinem wichtigen Kassenschlager, dem Krebsmedikament Keytruda, profitiert. Hinzu kamen wachsende Beiträge aus neuen Produkten wie Winrevair gegen Bluthochdruck und die Pneumokokken-Impfung Capvaxive. Demgegenüber stand jedoch ein starker Rückgang bei der HPV-Impfung Gardasil, die unter anderem wegen Problemen in China gestoppt wurde. Trotz eines Gewinnrückgangs um rund ein Fünftel im Schlussquartal verdiente der Konzern im Gesamtjahr mit fast 18,3 Milliarden Dollar aber sieben Prozent mehr als im Vorjahr.
Merck & Co steckt im Umbau. "Die Transformation unseres Portfolios kommt gut voran, unterfüttert durch die Zukäufe von Verona Pharma und Cidara Therapeutics", sagte Konzernchef Robert Davis laut Mitteilung. Für 2026 stellt sich das Management allerdings auf einen deutlichen Gewinnrückgang ein, da für den Kauf des Biotech-Unternehmens Cidara einer Sonderbelastung anfalle. Der bereinigte Gewinn je Aktie dürfte daher 2026 auf 5,00 bis 5,15 Dollar fallen. 2025 war diese Kennziffer noch um 17 Prozent auf 8,98 Dollar geklettert und damit besser als gedacht ausgefallen.
Merck & Co hatte den Cidara-Kauf für gut neun Milliarden Dollar im November angekündigt. Der Konzern sichert sich damit den Zugriff auf eine noch nicht zugelassene Grippe-Prophylaxe, von der sich Merck viel verspricht.
/tav/err/jha/
RAHWAY (dpa-AFX)
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