Neue Konkurrenz: Aktien von RELX und Wolters Kluwer schwer belastet

Neben einem schwachen Ausblick des Werbekonzerns Pulicis haben am Dienstag auch noch Kursrutsche bei RELX und Wolters Kluwer den europäischen Mediensektor schwer belastet.
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Die Aktien der beiden Fachverlage litten mit Abgaben von bis zu 12 Prozent darunter, dass das US-Unternehmen Anthropic ein KI-gestütztes Produktivitätstool für interne Rechtsabteilungen von Unternehmen veröffentlicht hat. Der monatelang anhaltende Kursrutsch beider Aktien nahm damit seinen Lauf. Die Wolters-Titel erreichten ihr Tief seit März 2021.
"Wir glauben, dass sich dadurch wenig für den Markt für spezialisierte KI-Tools für Anwaltskanzleien ändert, aber es ist keine hilfreiche Schlagzeile", kommentierte dies der Medienexperte Nick Dempsey von der Barclays Bank. Solche Schlagzeilen seien in einem Markt, der sensibel auf KI-Veränderungen reagiere, eindeutig kontraproduktiv. RELX sei dem wegen des stärkeren Fokus auf den US-Markt stärker ausgesetzt als Wolters mit größeren Fokus auf Europa, wo die Einführung neuer Technologien im Rechtsbereich deutlich langsamer verlaufe.
Der Kursrückschlag weitete sich auch auf Unternehmen aus, die als gefährdet gelten, durch KI verdrängt zu werden. Dazu gehörten auch andere Informationsdienstleister wie die Titel von London Stock Exchange (LSE), Pearson oder der US-Datenanbieter Thomson Reuters. Dessen Kurs lag vorbörslich mit mehr als neun Prozent im Minus. An der Frankfurter Börse büßten die Titel von Springer Nature zuletzt 3,3 Prozent ein. Sie nähern sich damit ihrem Rekordtief vom April.
/tih/la/jha/
PARIS/LONDON/AMSTERDAM (dpa-AFX)
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