06.06.2021 16:00

Anleihe auf die Otto Group: Variabel bleiben

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Euro am Sonntag-Anleihecheck
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Der Umsatz des Otto-Konzerns ist dank des florierenden Onlinegeschäfts kräftig gestiegen. Für Anleger ist derzeit ein Floater interessant.
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€uro am Sonntag

von Thomas Strohm, Euro am Sonntag

Der Hamburger Versandhändler Otto hat vom Boom des Onlinehandels in der Corona-Pandemie profitiert. Die Otto Group steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2020/21, das bis Ende Februar lief, um 17,2 Prozent auf insgesamt 15,6 Milliarden Euro.

Wichtigster Treiber war dabei das Onlinegeschäft: Die E-Commerce-Umsätze legten weltweit um 25,6 Prozent auf 9,9 Milliarden Euro zu. In Deutschland stiegen die Onlineumsätze um 24,1 Prozent auf 7,0 Milliarden Euro. Damit habe die Otto Group im Heimatmarkt eine Steigerung erzielt, die über dem Marktwachstum im deutschen E-Commerce lag, so das Unternehmen bei der Vorlage der Zahlen vor einigen Tagen.

Der Überschuss stieg, auch begünstigt durch Anteilsverkäufe, von 214 Millionen im Vorjahr auf 971 Millionen Euro. Die Otto Group hatte unter anderem 25 Prozent der Anteile an der Logistiktochter Hermes Germany sowie 75 Prozent an der Hermes Parcelnet in Großbritannien an den Finanzinvestor Advent International abgegeben. Den Ergebnisbeitrag aus Veräußerungen bezifferten die Otto-Manager auf rund 600 Millionen Euro. Neben der Einzelhandelssparte, zu der beispielsweise auch Baur, Bonprix und Mytoys gehören, und der Logistiksparte mit dem Lieferdienst Hermes hat die Otto Group eine Finanzsparte, zu der unter anderem der Inkassodienst EOS zählt.

Normalisierung des Konsums

Im Bereich aktueller Mode registrierte die Gruppe im vorigen Geschäftsjahr eine merkliche Kaufzurückhaltung. 2021/22 werde zwar weiter unter dem Einfluss der Pandemie stehen, mit dem Fortschreiten der Impfkampagnen in vielen Ländern, in denen die Otto Group aktiv sei, sowie dem Abbau pandemiebedingter Einschränkungen werde aber eine Normalisierung des Konsumverhaltens eintreten. Vor allem im Textilbereich würden deshalb steigende Umsätze erwartet, aber auch die Bereiche Möbel und Technik sollten sich positiv entwickeln, wenn auch nicht in gleichem Maße wie im Vorjahr.

Die Otto Group hat verschiedene Anleihen emittiert. Besonders interessant scheint zurzeit ein bis 2026 laufendes, variabel verzinsliches Papier. Damit können Anleger auch entspannt bleiben, sollte das allgemeine Zinsniveau in den kommenden Monaten tatsächlich wie von vielen Strategen erwartet etwas anziehen. Der Zins der Otto-Floater-Anleihe wird vierteljährlich ausgezahlt und ergibt sich aus dem Drei-Monats-Euribor plus 2,15 Prozentpunkten. Dabei gibt es stets einen Mindestzins von 1,0 und einen Höchstzins von 3,25 Prozent. Für die aktuelle Zinsperiode gilt ein Satz von 1,605 Prozent per annum.

Der Floater wird von Banken als PRIIP eingestuft. Weil die Otto Group ein Basisinformationsblatt erstellt hat, können aber auch Privatanleger die Anleihe problemlos ordern.

Variabel verzinst: Die Anleihen der Otto Group sind auch für vorsichtigere Anleger interessant. Der Floater ist dabei ideal für das aktuelle Umfeld mit einem wohl weiter leicht steigenden Zinsniveau.









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Bildquellen: Otto Group
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