29.06.2018 17:30

HWB-Vorstand Salzig: "Wandler lösen das Problem"

Euro am Sonntag-Interview: HWB-Vorstand Salzig: "Wandler lösen das Problem" | Nachricht | finanzen.net
Euro am Sonntag-Interview
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Der Vorstand von HWB, Carsten Salzig, spricht im Interview mit Euro am Sonntag über die Chancen am globalen Markt für Convertibles.
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€uro am Sonntag
von Peter Schweizer, Euro am Sonntag

Der HWB Global Convertibles Plus (ISIN: LU 021 918 954 4) zählt mit ­einem Plus von acht Prozent 2018 zu den besten ­seiner Kategorie. HWB-Vorstand Carsten Salzig zu den Gründen.


€uro am Sonntag: Was macht Wandelanleihen für ­Anleger interessant?
Carsten Salzig:
Anleihen tragen, ausgestattet mit festem Zins und voller Kapitalrückzahlung am Laufzeitende, dazu bei, die Risikoverteilung im Depot zu optimieren. Allerdings erweist sich die Suche nach realen Erträgen im Anleihesegment zunehmend als schwierig. Wandelanleihen lösen dieses Problem.


Wie das? Steigt die zugrunde liegende Aktie, passt sich auch die Wandelanleihe immer stärker dem gestiegenen Aktienkurs an. Fällt die Aktie hingegen, reagiert die Wandelanleihe immer weniger auf deren Schwankungen, so lange, bis sie sich von der Aktien­entwicklung entkoppelt hat. Wandelanleihen kombinieren also die Vorteile von Aktien- und Rentenanlage bei gleichzeitiger Reduktion des Aktienrisikos. In dem bereits sehr weit fortgeschrittenen Aktienmarktzyklus und einem graduellen Ausstieg der Zentralbanken aus der ultralockeren Geldpolitik kommt diesem Sicherheitsfaktor eine immer größere Bedeutung zu.

Wie haben sich Wandler in ­diesem Jahr entwickelt?
Bis dato hat der Markt für globale Wandelanleihen den Welt­aktienmarkt 2018 übertreffen können, was vor allem damit zusammenhängt, dass die Convertibles die Rücksetzer der Aktien­indizes Anfang Februar und Mitte März abfedern konnten. Die zwischenzeitlich positiven Aktientrends zu Jahresbeginn und in den beiden ersten Hälften der Monate April und Mai ­ließen die Wandelanleihen ebenfalls ansteigen.


Wie geht es weiter?
Es ist die Konvexität der Assetklasse, die uns für das Jahr 2018 und auch darüber hinaus positiv für die Entwicklung der Wandelanleihen stimmt. Auch wenn der Höhepunkt der ultralockeren Geldpolitik längst überschritten ist: Ein anhaltend solider makroökonomischer Ausblick kann die Aktien und Wandelanleihen durchaus noch weiter tragen.

Wie wählen Sie die passenden Wandler für den HWB Global Convertibles Plus aus?
Um eine möglichst hohe Rückzahlungswahrscheinlichkeit zu gewährleisten, ist die Analyse der Emittentenbonität immer die Basis unseres Auswahlprozesses und wird im Investitionszeitraum kontinuierlich überprüft. Eine gehobene Marktstellung ist dabei für uns genauso wichtig wie eine hohe Eigenkapitalquote und ein im Durchschnitt der letzten Jahre über dem Umsatzwachstum liegendes Gewinnwachstum.

Welche Regionen und Branchen sind besonders interessant?
Die Investitionen für unsere Wandelanleihefonds suchen wir unabhängig von ihrer Branchen- oder Regionenzugehörigkeit, sondern allein anhand der genannten qualitativen und quantitativen Kriterien aus.

Und welche Sektoren sind ­aktuell im Fonds stark ­gewichtet?
Solche Branchen, die globale ­Zukunftstrends bedienen. Aufgrund ihrer fundamentalen Stärke bilden Unternehmen aus diesen Branchen daher aktuell auch einen Investmentschwerpunkt im HWB Convertibles Plus: Neben Internetdienstleistern ist hier die Halbleiterindustrie zu nennen, die zentrale Bauteile für das autonome Fahren, die E-Mobilität oder auch die künstliche Intelligenz liefert. 2018 haben wir zudem auch den Bestand an Wandelanleihen japanischer Emittenten in unseren Portfolios aufgestockt.

Welche Eigenschaften der Wandler schätzen Sie besonders hoch?
Für unsere Fonds suchen wir Wandelanleihen mit einem günstigen Risiko-Ertrag-Profil aus. So sollte die Wandelprämie angemessen, also möglichst kleiner als 50 Prozent, sein und der Abstand zum Bondfloor sollte in der Regel geringer als 25 Prozent ausfallen. Darüber hinaus achten wir auf eine hohe Liquidität und die Rendite auf Endfälligkeit sollte bei ­Investition möglichst positiv ausfallen.



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Bildquellen: David Wessel/HWB Capital Management
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