01.07.2022 22:33

So sieht Ethereum-Gründer Buterin den Krypto-Crash

Chancen in der Krise: So sieht Ethereum-Gründer Buterin den Krypto-Crash | Nachricht | finanzen.net
Chancen in der Krise
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Abwärtsphasen seien sicherlich eine Herausforderung, aber auch eine Chance, denn dann würden die sinnvollsten Projekte auf- und ausgebaut, sagt Vitalik Buterin.
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• Krypto-Crash als Chance für nachhaltige Projekte
• Umstellung der Ethereum-Blockchain auf "Proof-of-Stake"
• Anwendungen der Kryptowährungen fernab medialen Interesses als Normalfall

Ethereum ist mit einer Marktkapitalisierung von 123,89 Milliarden US-Dollar nach Bitcoin derzeit die zweitgrößte Kryptowährung. Seit seinem Allzeithoch vom 16. November 2021 bei 4.891,70 US-Dollar ist Ethereum um rund 79 Prozent gefallen, konnte sich aber auch von seinem jüngsten Tief bei 896,11 US-Dollar wieder deutlich absetzen und notiert zeitweise auf 1.022,55 US-Dollar (coinmarketcap, Stand 30.06.2022).

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Der Crash als Chance

Kryptowährungen hätten bereits zuvor Höhen und Tiefen erlebt, die aktuelle Situation berge ihre Herausforderungen, sei aber nicht neu, so der Gründer des Altcoins, Vitalik Buterin. Er und sein Vater Dima Buterin, die die Ethereum-Blockchain ins Leben gerufen haben, zeigten sich in einem Interview mit Fortune unbeeindruckt von der aktuellen Lage am Kryptomarkt.

Vitalik Buterin zufolge sei der Zusammenbruch des Terra/LUNA-Netzwerk einer der wichtigsten und gesündesten Momente für die Krypto-Industrie gewesen, sagte er im Interview. Denn er habe gezeigt, dass es Schattenseiten gebe. "Man kann nicht einfach ein System aufbauen und auf magische Weise so tun, als ob der negative Fall niemals eintreten würde", so Buterin weiter.

Der Crash des Terra Stablecoins hatte Schockwellen in den Krypto-Sektor gesandt und Dominoeffekte ausgelöst. Vitalik Buterin ist sicher, dass sich das Ethereum-Ökosystem sich weiterentwickeln und die Erwartungen der Krypto-Investoren erfüllen werde.

Auch im Bärenmarkt - und vielleicht gerade dort - ergäben sich zumeist kurzfristige Chancen für Investoren: Vor allem ziehe dieser kurzfristige Spekulationen an. So folgte auf den letzten "Krypto-Winter" ein Krypto-Boom, der zahlreiche Krypto-Millionäre, wenn nicht gar Krypto-Milliardäre hervorbrachte.

Langfristig sieht Buterin die Chance in der Baisse darin, zu erkennen, welche Projekte sich nachhaltig bewähren. Sowohl in Bezug auf die Modelle als auch die Manpower könnten entsprechend Verbesserungen vorgenommen werden.

The Merge: Umstellung auf das "Proof-of-Stake"-Verfahren

Bis zum Ende diesen Jahres soll die Ethereum-Blockchain auf das sogenannte "Proof-of-Stake"-Verfahren umgestellt werden, was auch unter dem Stichwort "The Merge" bekannt ist. Im Vergleich zum derzeitigen Mining-Verfahren, dem Proof-of Work", wird es die Kosten voraussichtlich drastisch senken - den Schätzungen der Ethereum Foundation zufolge sogar um 99,95 Prozent. Ethereum kann durch den massiv sinkenden Energieverbrauch deutlich umweltfreundlicher werden.

Vitalik Buterin sieht in der Umstellung im Interview mit Fortune einen weiteren entscheidenden Vorteil für sein Ökosystem: Das "Proof-of-Stake"-Verfahren könne die Sicherheit des Systems erhöhen, denn es mache einen Angriff teurer. Gleichzeitig werde es leichter für das System, sich von einem Hacker-Angriff zu erholen. Zudem mache der Merge das Verfahren resistenter gegenüber Zensur, denn es sei sehr viel leichter Miner aufzuspüren und abzuschalten als Validation Nodes auf einem Computer.

Verbreitung und Anwendung von Kryprowährungen

Der breiten Masse an Menschen seien Kryptowährungen vor allem bekannt für extrem teure NFTs wie die Affen-Kunstwerke vom Bored Ape Yacht Club oder Millionen-Dollar-Hacks. Dies seien zwar reale Anwendungsfälle von Kryptowährungen, jedoch Extrembeispiele und Einzelfälle. Generell ginge es in der Branche vielmehr darum, dass Unternehmen und Personen international zusammenarbeiten, Gelder transferieren und Vermögen anlegen könnten. Dies geschehe fernab vom medialen Interesse, sei jedoch der Normalfall.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Lightboxx / Shutterstock.com, Steve Heap / Shutterstock.com
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