27.09.2021 23:17

Jim Cramer glaubt an Krypto und Gold - allerdings seien sie nicht willkürlich austauschbar

Kein Wettbewerb: Jim Cramer glaubt an Krypto und Gold - allerdings seien sie nicht willkürlich austauschbar | Nachricht | finanzen.net
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Auch wenn Kryptowährungen ursprünglich als digitale Alternative zu herkömmlichen Fiat-Währungen erfunden wurden, werden sie von vielen Anlegern aktuell primär als Wertspeicher genutzt. Insbesondere der Bitcoin wird dabei immer häufiger als Alternative zum klassischen Inflationsschutz Gold genannt. Laut Börsenexperte Jim Cramer ist dies jedoch nicht ganz korrekt.
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• Kryptowährung werden als Wertspeicher beliebt
Gold gilt als traditionelle Absicherung in Krisenzeiten
• Laut Cramer gehören beide Assets in unterschiedliche Kategorien

Seit die Ur-Cyberdevise Bitcoin vor mehr als zehn Jahren entwickelt wurde, haben zahlreiche Kryptowährungen das Licht der Welt erblickt. Eigentlich sollen diese das globale Finanzsystem revolutionieren und für einen dezentralen, grenzenlosen, kostengünstigen Zahlungsverkehr sorgen. In der Realität sind die digitalen Währungen jedoch noch weit davon entfernt die traditionellen Fiat-Währungen tatsächlich zu ersetzen. Es gibt noch zu wenige Bereiche, in denen die Kryptowährungen tatsächlich als Zahlungsmittel zum Einsatz kommen, die technischen und regulatorischen Hürden sind bislang schlicht zu groß.

Kryptowährungen und Gold nur scheinbar Äquivalente

Dennoch hat sich für das Kryptoversum schon relativ früh ein weiteres Geschäftsfeld aufgetan. Durch die steigende Beliebtheit der Cyberdevisen und dem wachsenden Interesse auch von institutioneller Seite, sind die Preise für die digitalen Münzen teilweise in exorbitante Höhen geschossen. Bestes Beispiel ist hier wohl der Bitcoin, der zu Hochzeiten via CoinMarketCap bei 64.863,10 US-Dollar gehandelt wurde. Kein Wunder also, dass zahlreiche Anleger in puncto Kryptowährungen nicht nur eine alternative Zahlungsmethode sehen, sondern hier ganz einfach ein gutes Geschäft wittern. So hat sich der Bitcoin bereits einen Namen als Wertspeicher gemacht, der sogar als digitale Alternative zum Inflationsschutz Gold genannt wird. Das glänzende Edelmetall seinerseits genießt den Ruf als sogenannter sicherer Hafen, da sich historisch der Goldpreis insbesondere zu Krisenzeiten als robust erwiesen hat.

Jim Cramer pocht auf Unterschied zwischen Gold und Kryptowährungen

Geht es nach CNBC-Moderator und Börsenveteran Jim Cramer sollten Anleger jedoch nicht dem Irrtum erliegen, beide Assets seien austauschbar. Es ginge bei der Frage Kryptos oder Gold nicht um eine "entweder/oder-Frage" wie er in der CNBC-Sendung Mad Money erklärte. Zwar glaube Cramer an beide Anlagen, allerdings gebe es keinen Grund, "diese beiden Sachen als irgendwie gleichwertig" anzusehen. Seiner Meinung nach, würden sie völlig unterschiedlichen Kategorien angehören, weshalb es auch keinen Wettbewerb zwischen beiden Anlageklassen gebe.

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"Mit einer Versicherung spekuliert man nicht"

Gold sei ohne Frage eine "Versicherung gegen längerfristige Inflation; es ist langweilig, aber absolut essentiell", so der Experte. Genau hier liege laut Cramer der Knackpunkt, nämlich die Versicherung. Denn mit einer Versicherung spekuliere man nicht, sie solle einen in Krisenzeiten verlässlich schützen. Das Gegenteil sei jedoch bei Kryptowährungen der Fall. Dieser hätten in der Vergangenheit zwar massiv an Wert hinzugelegt, aber auch eine extrem hohe Volatilität an den Tag gelegt, weshalb sie als sicherer Hafen nicht taugen würden: "Vielleicht sind Kryptos ein Wertspeicher, wenn es aufwärts geht, aber sie sind ein kolossaler Fehler, wenn es abwärts geht. Das ist nicht, was ich bei einer Versicherung suche. Mit einer Versicherung spekuliert man nicht. Kryptowährungen haben absolut ihre Vorteile, wenn man gewillt ist ein zusätzliches Risiko einzugehen, um große Gewinne einzustreichen, aber das hat nichts damit zu tun, sich selbst zu schützen".

Daher müssten sich Anleger letztlich entscheiden, was genau sie mit ihrem Investment bezwecken würden, ginge es um Schutz, sei Gold die bessere Wahl, würde man spekulieren wollen, seien Bitcoin oder Ethereum eine gute Option, nur wies er Investoren dazu an, die beiden Dinge "nicht zu verwechseln".

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: JStone / Shutterstock.com, a katz / Shutterstock.com

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