finanzen.net
13.06.2018 19:21
Bewerten
(15)

Jim Chanos: Wenn es eng wird, wäre Bitcoin das letzte, auf das ich mich verlassen würde

Nicht krisensicher: Jim Chanos: Wenn es eng wird, wäre Bitcoin das letzte, auf das ich mich verlassen würde | Nachricht | finanzen.net
Nicht krisensicher
DRUCKEN
Obwohl der Bitcoin nach seinem Hype im vergangenen Jahr einen massiven Crash erlitt, setzen immer noch einige auf das Krypto-Gold - auch institutionelle Anleger werden aufmerksam. Doch laut Jim Chanos bieten digitale Währungen keinen Rückhalt.
Shortseller Jim Chanos, der Mitgründer und Manager bei Kynikos Associates ist, äußerte kürzlich in einem Interview mit dem "Institute for New Economic Thinking" seine Meinung über Kryptowährungen wie den Bitcoin. Dabei lässt der Finanzexperte nichts Gutes für die Zukunftsfähigkeit der digitalen Münzen durchklingen.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Der Bitcoin ist keine Wertanlage

In dem Interview warnt er, dass zu viele Leute den Bitcoin fälschlicherweise für eine Wertanlage halten, auf die sie im Falle einer Krise setzen können. Allerdings ist seiner Meinung nach dies genau das falsche Szenario für Internetgeld: Wenn es eng werde, sei Bitcoin "das letzte, was ich besitzen möchte". Da wäre es besser, Essen vorrätig zu haben, denn der Bitcoin würde in einer Krise versagen, so der Branchenkenner im Interview.

Fiatwährung hingegen besitzt einen entscheidenden Vorteil gegenüber den digitalen Münzen: Wenn etwas schiefläuft, steht die Regierung als entscheidende Instanz dahinter und kann entsprechend agieren, so der Shortseller gegenüber dem "Institute for New Economic Thinking". Dieser wichtige Rückhalt fehle Bitcoin, Ethereum und Co.

Wiederkehrender "Betrugszyklus"

Das Phänomen rund um den Bitcoin fügt sich in eine Reihe von ähnlichen Fällen ein, in denen Menschen während langer Gewinnphasen Investitionen tätigen, die besser wirken, als sie letztendlich sind. Jim Chanos bezeichnet dies als "Betrugszykus". Vergleichbar sei diese Euphorie mit dem Bullenmarkt um 1990 und der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2008: "Wir sind nun neun Jahre in diesem Bullenmarkt, genau wie in den 90er Jahren", wird Chanos von "Bloomberg" zitiert. Deshalb vermutet er, dass sich der Markt verschlechtern könnte und hebt in diesem Zusammenhang Bitcoin und andere Internetmünzen hervor. Dabei macht er klar, was er von den digitalen Währungen hält: "Dies ist einfach ein Spiel mit Wertpapier-Spekulation, das sich als technologischer Durchbruch in der Geldpolitik tarnt."

Redaktion finanzen.net

Weitere Infos: Bitcoin kaufen - So geht's

Bildquellen: Carlos Amarillo / Shutterstock.com, Bad Man Production / Shutterstock.com, Grindi / Shutterstock.com, Andrey Burmakin / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,1507-0,0007
-0,06
Japanischer Yen129,4850-0,1050
-0,08
Pfundkurs0,88120,0001
0,01
Schweizer Franken1,14680,0005
0,04
Russischer Rubel75,44850,0260
0,03
Bitcoin5637,33016,8701
0,12
Chinesischer Yuan7,9770-0,0025
-0,03

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- Dow Jones schließt im Plus -- Daimler senkt Gewinnprognose -- Erster EZB-Zinsschritt 2019 wegen Italien-Streit später erwartet -- Apple kündigt weitere Keynote an

Hersteller sollen Google für Apps zahlen. Chinas Wachstum fällt unerwartet stark. Akorn legt Berufung im Prozess gegen Fresenius ein. Porsche: Verfolgen derzeit keinen Börsengang. EU sieht schwere Verstöße Italiens gegen Haushaltsregeln. Software AG übertrifft Erwartungen und bestätigt Jahresprognose. American Express steigert Quartalsgewinn um 22 Prozent.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Fünf deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten!

Das Gute liegt oft so nah. Heimische Internet-Unternehmen rollen den Markt auf. Im neuen Anlegermagazin erwartet Sie ein Special über deutsche Internet-Aktien, die Sie kennen sollten.
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Glauben Sie, dass Angela Merkel Anfang Dezember auf dem Parteitag der CDU als Parteichefin wiedergewählt wird?

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
Scout24 AGA12DM8
Aurora Cannabis IncA12GS7
Apple Inc.865985
BMW AG519000
Allianz840400
BASFBASF11
Amazon906866
SAP SE716460
E.ON SEENAG99
Siemens AG723610
adidas AGA1EWWW
Wirecard AG747206
Deutsche Telekom AG555750